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Krefeld Pinguine: Trainer Brandon Reid bemängelt die Einstellung einiger Spieler

Pinguine-Trainer unzufrieden : Reid bemängelt die Einstellung einiger Spieler

Brandon Reid, Trainer der Pinguine, spricht deutlich an, was ihm missfällt und lässt einige Spieler auf der Bank brummen. Gut möglich, dass die Krefelder noch einen Verteidiger verpflichten. Ein Kandidat ist Gabe Güntzel.

Für die Fans der Krefeld Pinguine war die Partie gegen die Düsseldorfer EG (1:2) die einzige Möglichkeit, das neue Team in einem Heimspiel noch vor dem Saisonauftakt unter die Lupe zu nehmen. Die Augen waren natürlich in erster Linie auf die Zugänge gerichtet.

Auf der Torhüter Position ist in Patrick Klein und Dimitri Pätzold alles beim Alten geblieben. Ungewollt bekamen beide Goalies Spielpraxis. Der bis dahin stark haltende Pätzold musste in der 13. Minute mit einem Brummschädel das Eis verlassen und wurde durch Klein ersetzt. Pätzold wird einige Tage mit dem Training aussetzen müssen.

Von den sechs eingesetzten Verteidigern sind Martin Lefebvre, Philip Bruggisser, James Bettauer und Garrett Noonan neu bei den Pinguinen. Noch nicht vollends zufrieden war Trainer Brandon Reid mit Joel Keussen und Alex Trivellato: „Beide haben einige kleine Fehler gemacht, deshalb habe ich sie in den letzten sieben Minuten nicht mehr eingesetzt, daran werden wir noch arbeiten.“ Es ist aber auch durchaus möglich, dass die Pinguine wegen des verletzungsbedingten Ausfalls von Patrick Seifert (Handverletzung) noch vor dem Saisonstart einen neuen Verteidiger verpflichten. Interesse soll an dem ehemaligen Augsburger Gabe Güntzel bestehen, der im Besitz eines deutschen Passes ist.

Im Angriff lief es auch noch nicht rund, was aber auch am Fehlen von Kirill Kabanov und Tim Miller gelegen haben könnte. Reid hatte Daniel Pietta anstelle von Jacob Berglund zu den beiden Torjägern Chad Costello und Jordan Caron gestellt und dafür Berglund mit Matthias Trettenes und Viny Saponari aufs Eis geschickt. Während diese drei eher unauffällig spielten, bot Pietta mit seinen neuen Nebenspielern eine gute Leistung, auch wenn ihnen bei fünf gegen fünf kein Tor gelang. Von Reihe drei und vier ging insgesamt zu wenig Torgefahr aus.

Der erkrankte Tim Miller dürfte morgen wieder ins Training einsteigen, Kabanov drehte bereits am Samstag wieder ein paar Runden auf dem Eis. Gerade letzterer wurde auch vom neuen Investor Mikhail Ponomarev vermisst: „Schade, dass Kabanov nicht dabei war. Ich hoffe, dass er am Freitag gegen Bremerhaven spielen kann.“ Das Spiel hatte sich Ponomarev an der Seite von Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz von der Haupttribüne aus angesehen.

Trainer Brandon Reid hat sich das Spiel noch einmal auf Video angesehen und zog am Samstag nach dem Training folgendes Fazit: „Es war das erste Heimspiel für mich und für meine Mannschaft. Die Jungs waren in den ersten fünf Minuten schon etwas nervös, danach sind wir aber besser ins Spiel gekommen. Die Strafzeiten haben uns dann aber wieder zurückgeworfen.“ Im zweiten Drittel habe sein Team nicht gut gespielt. „Aber mit dem letzten Drittel bin ich einverstanden, da haben wir noch mal gute Chancen herausgearbeitet und mit etwas Glück hätten wir auch noch ein oder zwei Tore machen können.“

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Und dann ging der Coach mit einigen seiner Cracks hart ins Gericht: „Wir müssen immer mit Herz spielen, und alle Jungs müssen 100 Prozent für die Mannschaft geben. Das war bei ein paar Spielern nicht der Fall.“