Krefeld Pinguine: Trainer Brandon Reid beklagt mangelhafte Einstellung der Spieler

Vor dem Heimspiel gegen Wolfsburg : Pinguine-Trainer Reid beklagt mangelhafte Einstellung

Pinguine-Trainer Brandon Reid erwartet von seiner Mannschaft heute im Heimspiel gegen Wolfsburg ein anderes Auftreten als zuletzt. Die schwarze Serie von sieben Niederlagen soll mit harter Arbeit beendet werden.

Wenn sich am Freitag der Vorhang in der Yayla-Arena in der Deutschen Eishockey Liga hebt, stehen sich in den Krefeld Pinguinen und den Grizzlys Wolfsburg zwei Mannschaften gegenüber, die zuletzt sieben Spiele in Folge verloren haben. Die Fans dürfen gespannt sein, welches Team ab 19.30 Uhr die meiste Energie und Konzentration aufs Eis bringen wird, um diese schwarze Serie zu beenden. Aktuell haben beide Teams neun Zähler auf dem Konto. Wegen des besseren Torverhältnisses liegen die Grizzlys (12.) vor den Pinguinen(13.).

Mächtig gerumpelt hatte es in dieser Woche in beiden Lagern. Bei den Gästen soll der im Sommer verpflichtete ehemalige Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina bereits angezählt sein. Manager Charly Fliegauf stärkte ihm aber den Rücken. Ob das hilft, bleibt bei weiteren Niederlagen abzuwarten. Sein Vorvorgänger Pekka Tirkkonen musste in der vergangen Saison nach 13 Spielen gehen, weil er bis dahin mit seinem Team nur neun Zähler geholt hatte. Übrigens werden die Niedersachsen heute Abend in schwarzen Jerseys spielen, weil die Pinguine noch mal in ihren pinken Shirts antreten.

Im Lager der Pinguine sorgte Cheftrainer Brandon Reid am Mittwoch für Erstaunen, als er seine Spieler ungewohnt hart kritisierte. „Wir haben einige Spieler in unseren Reihen, die nehmen unsere Arbeit nicht ganz so ernst, darüber bin ich enttäuscht. Das ist auch unfair gegenüber den Spielern, die sehr viel Einsatz zeigen und mit dem Herzen bei der Sache sind. Ich werde mir Gedanken machen und entscheiden, ob wir Spieler halten können, die uns Punkte kosten. Das ist nämlich unfair den Mitspielern gegenüber“, sagte er. Namen nannte Reid nicht, fügte aber noch an: „Die Gegentore gegen Köln waren alle vermeidbar, wir müssen in der Defensivzone viel konsequenter zu Werke gehen.“

Mit welchem Personal das geschehen soll, ist dem Coach auch schon klar. Jussi Rynnäs soll im Tor stehen. Weil Kapitän Torsten Ankert seine Oberkörperverletzung aus dem Spiel gegen Köln auskuriert hat, setzt Reid auf sieben Verteidiger und zwölf Stürmer. Noch nicht einsatzfähig sind die Stürmer Justin Hodgman und Martin Schymainski. Letzterer hat übrigens unter Cortina vier Jahre in München gespielt. „Pat ist ein ganz feiner Mensch, er war für uns damals ein guter Trainer“, sagte „Schimmi“ über den derzeitigen Bandenchef der Grizllys.

Möglichst mit drei Punkten aus dem Spiel gegen Wolfsburg im Gepäck geht es dann nach München, wo der Vizemeister am Sonntag um 14 Uhr auf die Pinguine wartet. Die Roten Bullen haben mit elf Siegen aus den ersten elf Saisonspielen einen neuen Startrekord in der DEL aufgestellt.

Vielleicht beendet ausgerechnet Außenseiter Krefeld diese Serie. Schließlich gewannen die Schwarz-Gelben ihr erstes Gastspiel in der vergangenen Saison am 28. September in München mit einem überragend haltenden Dimitri Pätzold im Tor und einer starken Defensivleistung mit 2:1.

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