Krefeld Pinguine: Torwart Jussi Rynnäs droht vorzeitiges Saisonende

Hüftoperation : Pinguine-Torwart Rynnäs droht vorzeitiges Saisonende

Der finnische Torwart der Krefeld Pinguine muss sich wahrscheinlich einer Hüftoperation unterziehen. Stürmer Kai Hospelt ist wieder im Kader. Für das Heimspiel am Freitag gegen Berlin sind erst 3500 Karten verkauft worden.

Als am Dienstag in Österreich gemeldet wurde, dass Jussi Rynnäs wohl kurzfristig zum EBEL-Club Klagenfurter AC wechseln soll, waren viele KEV-Fans enttäuscht. Schließlich hat der sympathische Finne in Krefeld schnell die Herzen der Fans erobert. Doch aus dem Wechsel in die Alpenrepublik wird wohl aus zwei Gründen nichts. „Es gab bisher weder mit ihm, seinem Berater oder dem Verein ein Gespräch über einen möglichen Wechsel“, sagte Matthias Roos am Mittwoch. Allerdings dürften sich die Kärntener bis zum Ende der Transferfrist (15.2.) gar keine Hoffnungen mehr machen. Denn Rynnäs leidet unter einer Hüftverletzung. Am Dienstag suchte er einen Spezialisten auf. Nach Informationen unserer Zeitung muss er operiert werden. Ob sofort oder erst nach Saisonende steht noch nicht fest. „Wir müssen an seine Karriere denken und sehen, ob er diese Saison noch zum Einsatz kommen soll“, sagte Pierre Beaulieu. Der Coach erklärte, dass er vor zwei Wochen von den Klagenfurtern angerufen worden ist, die natürlich auch vom möglichen Aus der Pinguine gehört haben. Durch die drohende OP dürften Vereine, die den 32-Jährigen gerne verpflichten würden, zunächst abwarten. Vielleicht steigen dadurch die Chancen der Pinguine, dass ihre Nummer eins den Vertrag verlängert.

Jetzt wird wahrscheinlich Oskar Östlund in den verbleibenden neun Punktspielen der Hauptrunde im Tor der Pinguine stehen. Der Schwede, der am Dienstag 28 Jahre alt geworden ist, kann jetzt beweisen, dass seine sehr guten Leistungen in den Spielen gegen Köln und Augsburg keine Eintagsfliegen waren. Seine Vorderleute schenken ihm jedenfalls das volle Vertrauen.

Am Mittwoch beim Training waren bis auf Rynnäs zwei Torhüter und 21 Spieler auf dem Eis. Bis auf Justin Hodgman, stehen alle für die beiden Spiele am Freitag in der Yayla-Arena gegen die Eisbären Berlin und am Sonntag im kleinen Westderby in Iserlohn zur Verfügung. Damit steht Kai Hospelt nach seinem Fußbruch vor einem Comeback. Ob der Coach sechs Verteidiger und 13 Stürmer oder sieben Verteidiger und zwölf Stürmer aufbietet, will er nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Obwohl die KEV-Fans froh und erleichtert sind, dass der DEL-Standort Krefeld erhalten bleibt, hält sich die Begeisterung noch in Grenzen. Bis Mittwoch waren für das erste Heimspiel seit der Rettung nur 3500 Karten verkauft. Es gibt wohl immer noch viele Skeptiker, die nicht an einen vielversprechenden Neuanfang glauben wollen. Daran wird allerdings hinter den Kulissen fleißig gearbeitet. Geschäftsführer Matthias Roos trifft sich in dieser Woche mit einem Krefelder Unternehmer, der neben den von ihm bereits drei angekündigten Investoren bereit sein soll, Anteile an der GmbH zu übernehmen.