Krefeld Pinguine - Torsten Ankert: So eine Stimmung habe ich in Wolfsburg vermisst

Eishockey: Torsten Ankert: „So eine Stimmung habe ich in Wolfsburg vermisst“

Es ist nicht gut, wenn bei einem Eishockeyspiel die Schiedsrichter in den Mittelpunkt geraten. Die Entscheidungen von Benjamin Hoppe und Patric Bjälkander aus Schweden, der am Wochenende in der Deutschen Eishockey-Liga als Austausch-Schiedsrichter zu Gast ist, waren am Freitag beim Duell Krefeld Pinguine gegen Eisbären Berlin teilweise mehr als diskussionswürdig.

Es ist schon lange her, dass die Zuschauer im König-Palast „aufhören, aufhören“ skandierten und Bierbecher aufs Eis flogen. „Ich weiß auch nicht, was hier und da auf beiden Seiten gepfiffen wurde. Aber insgesamt haben wir uns zu viele Strafzeiten eingehandelt“, sagte Krefelds Sportdirektor Matthias Roos nach der 1:3-Niederlage.

Auch Stürmer Martin Schymainski fand hinterher nicht gerade anerkennende Worte für die Schiedsrichter. Aber ausschlaggebend sei das für die Niederlage nicht gewesen: „ Ein Tor ist zu wenig, um ein Spiel zu gewinnen. Der Sieg für Berlin ist verdient. Wir müssen jetzt das Spiel analysieren, uns den Mund abwischen und am Samstag nach Nürnberg fahren. Wir wollen dort am Sonntag den Sieg, um am Wochenende nicht ohne Punkte zu bleiben. Nürnberg ist seit Jahren ein Top-Team in der DEL mit vielen großen Spielern. Wir müssen dort von der ersten bis zur letzten Minute voll da sein und Gas geben. 40 oder 50 Minuten gut zu spielen, das reicht nicht.“

Dass den Pinguinen nur der Treffer von Jakob Berglund gelang, war in erster Linie der Verdienst des Berliner Torwarts Kevin Poulin, der eine erstklassige Leistung bot. „Der Mann war unglaublich, er hatte mindestens zweimal zu große Handschuhe, auch bei einem Schuss von mir. Wir haben ein sehr gutes letztes Drittel gespielt, insgesamt aber zu viele Strafen genommen“, sagte Verteidiger James Bettauer.

Torsten Ankert, der am Mittwoch mit einem Blitz-Transfer von Wolfsburg nach Krefeld gewechselt war, feierte ein ordentliches Debüt im Pinguine-Trikot. „Obwohl wir verloren haben, hat es mir heute viel Spaß gemacht. Die Fans waren super, sie haben uns toll unterstützt. So eine Stimmung habe ich in Wolfsburg vermisst. Wir haben unsere Überzahl nicht genutzt und selber zu viele Strafen gezogen. Im letzten Drittel haben wir überragend gespielt, aber der Berliner Torhüter war sehr gut. Wir haben hier in Krefeld eine gute Mannschaft und ein gutes System“ , erklärte der Verteidiger. Zum Spiel am Sonntag in Nürnberg sagte er: „ Die Ice Tigers haben eine große Mannschaft mit vielen guten Einzelspielern. Wir müssen von der Strafbank wegbleiben. Mit unseren kleinen schnellen Spielern müssen wir Nürnberg zu Strafen zwingen und dann unser Power-Play nutzen. Das Überzahlspiel der Nürnberger ist sehr gefährlich, vor allem immer dann, wenn Patrick Reimer auf dem Eis ist.“

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