Krefeld Pinguine: Toller Start ins Krefelder Eishockey-Jahr

Der sechste Sieg in Folge: Toller Start ins Krefelder Eishockey-Jahr

Die Pinguine gewannen am Sonntag ihr Heimspiel gegen Berlin vor 7064 Zuschauern mit 6:2. Dank einer starken Defensivleistung und einer guten Chancenverwertung war der Erfolg verdient. Chad Costello verlängerte den Vertrag.

Mit dem Kracher gegen Mannheim hatten die Pinguine drei Tage vor Silvester das Krefelder Eishockey-Jahr beendet und mit einem Kracher gegen Berlin starteten sie am Sonntag auf eigenem Eis auch ins neue Jahr. „Oh, wie ist das schön“, sangen die KEV-Fans in der mit 7064 Zuschauern sehr gut gefüllten Yayla-Arena, als ihre Mannschaft in der Schlussphase die Eisbären zerlegten und am Ende einen 6:2-Erfolg feierten. Das war der sechste Sieg in Serie, mit dem die Schwarz-Gelben ihren Pre-Play-off-Platz festigten und in der Tabelle nur noch zwei Punkte Rückstand auf das Team von der Spree haben. Nach Spielende gab es dann noch einen weiteren Grund zur Freude, als die Vertragsverlängerung mit Topscorer Chad Costello um ein weiteres Jahr bekannt gegeben wurde.

Bevor sich die Türen der Arena zum ersten Mal in diesem Jahr öffneten, drängten sich mehr Fans als gewohnt vor dem Eingangsbereich. Denn die Berliner wurden von 1200 Fans mit Bus und Bahn an den Niederrhein begleitet. Sogar ein Bus aus der Schweiz mit Fans der Eisbären traf an der Westparkstraße ein. So herrschte beim Warm-up eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Davon ließen sich zunächst nur die Gastgeber motivieren, die einen Start nach Maß hinlegten. In Überzahl ließ Daniel Pietta erst Verteidiger Richmond ganz alt aussehen und verlud dann bei seinem Führungstreffer auch noch Torwart Poulin. Die Gäste steckten den Rückstand gut weg. Torwart Dimitri Pätzold verhinderte gegen Rankel (5.) und Aubry (11.) den Ausgleich. Ansonsten ließen die Schwarz-Gelben aufgrund ihrer starken Defensivaktionen nichts zu. Auch die Stürmer beteiligten sich vorzüglich an der Abwehrarbeit. Deutlich effektiver waren die Pinguine. Gregor Hanson zielte aus spitzem Winkel aufs Tor. Baxmann lenkte den Puck mit dem Schlittschuh ins Tor (14.).

Die Krefelder machten im Mitteldrittel weiter Druck und wurden dafür belohnt. Kapitän Phillip Bruggisser zog bei einem Konter aus halbrechter Position ab und traf mit einem platzierten Schuss über Poulins Schulter ins lange obere Eck (28.). Nach einer halben Stunde kippte das Match ein wenig. Beinahe wäre den Gästen in Unterzahl ihr erster Treffer gelungen, doch Pätzold war bei einem Alleingang von Noebels glänzend postiert.

Mit zwei Treffern innerhalb von 19 Sekunden kamen die Eisbären auf 2:3 heran. Allerdings lag zwischen beiden Treffern die zweite Pause. Drei Sekunden vor der Sirene und 16 Sekunden nach Wiederbeginn kassierten die Pinguine psychologisch überaus ungünstige Gegentore. Das Spiel drohte jetzt in eine ganz andere Richtung zu geraten. Da war wieder auf Pätzold Verlass, der erst gegen Buchwieser (47.) und dann gegen Smith (48.) den Ausgleich verhinderte.

Das Zittern der KEV-Fans hatte in der 52. Minute ein Ende. Alex Trivellato schickte mit einem tollen Pass aus dem eigenen Drittel heraus Travis Ewanyk auf die Reise. Der legte den Puck maßgerecht auf den heranstürmenden Philip Riefers, der Torwart Poulin keine Abwehrchance ließ. Die Eisbären bauten ihren Frust mit Fouls ab. So machten die Pinguine in Überzahl den Sack zu, als James Bettauer im Nachschuss auf 5:2 erhöhte (56.). Kurz darauf traf auch Costello, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach Videobeweis nicht an, weil Samson Mahbod den Torwart behindert hatte. Der kleine Kanadier zog sich bei dieser Aktion den Zorn der Berliner zu und wurde vom Hünen Richmond mit der Faust niedergestreckt. Zudem ließen Bettauer und Sheppard noch die Fäuste fliegen. Da es eine Strafe mehr gegen die Gäste hagelte, sorgten die Pinguine durch Martin Schymainski mit dem dritten Treffer in Überzahl für den Schlusspunkt. Die Eisbären-Fans verabschiedeten ihr Team mit Pfiffen. Dagegen kannte der Jubel bei den KEV-Fans keine Grenzen.

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