Krefeld Pinguine: Supporters schreiben offenen Brief an die Krefelder Wirtschaft

Offener Brief : Pinguine-Fans bitten Krefelder Wirtschaft um Hilfe

Den Krefeld Pinguinen droht die Insolvenz. Die Supporters, selbst Mitgesellschafter, haben sich deshalb in einem offenen Brief an die Krefelder Wirtschaft gewandt. Geschäftsführer Matthias Roos begrüßt die Initiative und spricht das Problem deutlich an.

Bei den KEV-Fans ist die Sorge um den DEL-Standort Krefeld riesengroß. Die Pinguine Supporters , die 2010 beim drohen Aus gegründet wurden und die seitdem Mitgesellschafter der GmbH sind, haben sich in einem Offenen Brief an die Krefelder Wirtschaft gewandt und bitten dringend darum, den Untergang des Traditionsvereins in die Bedeutungslosigkeit“ zu verhindern. In den sozialen Netzwerken wie Instergram und Facebook gibt es viele Anregungen zur Hilfe. Am Sonntag beim Heimspiel gegen Köln, für das schon 6000 Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden, wollen die Fans mit Transparenten um Unterstützung bitten. Ex-Torwart Lukas Lang appellierte am Mittwoch per Facebook an die Fans, Sonntag ins Stadion zu kommen: „Ich bin zwar kein Spieler mehr und gehöre dem Verein nicht mehr an, aber mein Herz ist immer noch schwarz-gelb. Die Mannschaft braucht jetzt mehr denn je die Unterstützung der Fans. Die Spieler haben das Problem, wenn von außen viel Negatives auf sie einfällt, schadet das dem Mannschaftsgefüge. Dann können sie irgendwann nicht mehr ihre Leistung abrufen. Die Spieler müssen auf dem Eis merken, dass die Fans hinter dem Team stehen.“

Matthias Roos freut sich über die Unterstützung der Fans: „Ich habe Vorschläge mit Ideen, die auch nicht schlecht sind. Aber wir müssen das Problem angehen. Die Konstellation Roos, Schulz, Ponomarev funktioniert so nicht. Ponomarev muss sich klar äußern, zu welchen Bedingungen er hier weitermachen möchte. Er kann sich vorstellen, das mit einem neuen Partner zu tun. Wenn er den hat, dann muss man sich zusammensetzen und das lösen. Das muss schnell passieren. Er hat mir gesagt, dass es für ihn nur zwei Lösungen gibt. Entweder er übernimmt die Anteile von Herrn Schulz oder umgekehrt. Herr Schulz sagt ja schon lange, dass er alles übergeben möchte.“

Roos hat die Sponsoren per Mail informiert und mitgeteilt, dass er keine andere Möglichkeit gesehen habe, den eingeschlagenen Weg zu gehen, weil davon auszugehen sei, dass Ponomarev seinen Verpflichtungen nicht nachkommen werde. Bereits am Dienstag habe er positive Signale vernommen: „Es laufen Gespräche. Das Interesse, dass es weiterhin DEL-Eishockey in Krefeld gibt, ist groß. Aber ich sehe nicht, dass wir in zehn Tagen einen neuen Werbevertrag über 200 000 Euro abschließen können. Wir sind auch im Austausch mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Da kommt jetzt Bewegung rein. Ich merke, allen sind die Pinguine wichtig.“

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