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Krefeld Pinguine starten mit Pleite ins neue Jahr

2:7-Heimniederlage : Pinguine starten mit Pleite ins neue Jahr

Die Krefelder unterlagen am Sonntagabend im Heimspiel den Kölner Haien mit 2:7 und bleiben in dieser DEL-Saison weiter ohne Sieg. Nur mit Kampf und Einsatzwillen war gegen die cleveren Gäste nichts auszurichten.

Das neue Jahr begann für die Pinguine so wie das alte endete, mit einer Derby-Niederlage. Nach dem 3:6 gegen die DEG mussten sich die Krefelder am Sonntagabend auf eigenem Eis auch den Kölner Haien geschlagen geben. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung fehlte es der Mannschaft von Trainer „Mike“ Svarinkis bei der 2:7-Niederlage wieder an der Kaltschäutzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Auch persönliche Fehler und mangelnde Cleverness vor dem eigenen Tor nutzten die Gäste vom Dom eiskalt aus. Auch der Torwartwechsel nach dem zweiten Drittel sorgte nicht für die Wende.

Da Sergei Belov bereits am Samstag das Training ohne Probleme überstanden hatte, stand er auch beim Jahresdebüt 2021 der Pinguine im Tor. Neuzugang Nikita Quapp saß als Back-Up-Goalie auf der Bank. Für Ivan Petrakov, den Trainer „Mike“ Svarinskis nach dem DEG-Spiel kritisiert hatte, rückte Nikita Shatsky ins Aufgebot. Patrick Klöpper stand als 13. Stürmer in der Aufstellung. Bei den Haien stand Weitzmann für den zuletzt so starken Neuzugang Pogge im Tor.

Der Start ins neue Eishockey-Jahr hätte für die Krefelder schlechter nicht laufen können. Nach 57 Sekunden lag der Puck schon in ihrem Tor. Durch eine Bankstrafe waren die Gäste in Überzahl und brauchten bis zum Distanzschuss von Edwards, den Belov nicht sehen konnte, nur zehn Sekunden.

Die Pinguine steckten den Rückstand erstaunlich gut weg. Mit fünf Spielern übten sie Druck auf die Haie aus und kamen so schnell zum Ausgleich. Martins Karsums zog nach Zuspiel von Brett Olson sofort ab und traf mit einem platzierten Schuss. Bei ihrer ersten Überzahl kamen die Pinguine nicht vielversprechend zum Abschluss. Erst kurz darauf scheiterte Alex Blank an Torwart Weitzmann.

Recht glücklich fiel die erneute Führung der Gäste. Bei einem Fernschuss von Edwards rutschte der Puck durch Belovs Schoner Richtung Torlinie und blieb zwei Zentimeter davor liegen. Mann und Maus stocherten nach. Plötzlich lag der Puck im Tor. Der Treffer wurde Matsumoto zugesprochen. Die Kölner blieben bis zur zweiten Pause am Drücker. Belov verhinderte gegen F. Tiffels (14.) und Bartulis (19.) den dritten Treffer der Haie.

Weil die Pinguine kurz vor der Pause  ihre zweite Bankstrafe kassierten, mussten sie das zweite Drittel in Unterzahl eröffnen. Sie hielten sich schadlos, wurden aber weiter unter Druck gesetzt. Es dauerte bis zur 27. Minute, ehe Klöpper eine sehr gute Einschussmöglichkeit zum Ausgleich hatte, den aber Weitzmann mit einer Glanztat verhinderte. Praktisch im Gegenzug erhöhte F. Tiffels mit einem Schuss ins kurze Eck auf 3:1 (27.). Obwohl die Pinguine bei ihrer nächsten Überzahl den Puck gut laufen ließen und Druck machten, sprang dabei nur ein Schuss von Mirko Sacher heraus, den Weitzmann meisterte. Höchst umstritten kamen die Gäste dann zum nächsten Treffer. Barinka lenkte die Scheibe nach Schuss von F. Tiffels in die Maschen. Allerdings war seine Schlägerspitze verdächtig hoch in der Luft. Doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach Videobeweis an. (37.).  Recht glücklich fiel nur eine Minute später der zweite Treffer der Pinguine. Ein Schuss von Laurin Braun prallte von Weitzmann hinter dem Rücken des Torwarts ab, der den Puck dann selber mit dem Schoner über die Linie drückte. Aber erneut schlug es sehr schnell wieder auf der anderen Seite ein. Wieder waren die Kölner, diesmal durch Marcel Müller, im Slot beim Nachstochern erfolgreicher als die Pinguine (39.). Sekunden vor der Sirene gerieten Filips Buncis und Sill aneinander. „Geht doch zurück in die Oberliga“, brüllte einer von der Kölner Bank.

Weil Buncis zwei Minuten mehr aufgebrummt bekam als der Kölner, begann für die Pinguine auch das letzte Drittel in Unterzahl. Für Torwart Belov schickte Trainer Svarinskis den jungen Nikita Quapp zwischen die Eisenstangen. Gleich beim ersten Kölner Schuss von D. Tiffels sah er nicht gut aus und kassierte den sechsten Treffer der Haie (43.). Für die Pinguine ging es jetzt nur noch darum, ein Waterloo zu verhindern. In der 49. Minute war der siebte Streich der Kölner fällig. In den letzten beiden Minuten ergab sich für die Hausherren in Überzahl die Chance zur Ergebniskorrektur. Aber auch das gelang nicht mehr.