Krefeld Pinguine: Stadionverbote sorgen für schlechte Stimmung

KöPa-Nordtribüne: Schwarz-Gelbe Hölle ohne Feuer

Die Lücken auf der Nordtribüne des KöPa waren beim Heimspiel gegen Ingolstadt so groß wie schon lange nicht mehr. Selbst als die Pinguine in den beiden Spielzeiten zuvor Tabellenletzter waren und der Play-off-Zug bereits abgefahren war, herrschte dort mehr Gedränge.

Das Feuer in der schwarz-gelben Hölle, die schon so manchem Gegner Furcht einflößte, lodert nur noch. Selbst nach dem Sieg gegen die Panther hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Kein Spieler wurde wie sonst von den Fans besonders gefeiert. Dabei hätte das zum Beispiel Joel Keussen als zweifacher Torschütze verdient gehabt. "Die 66 Stadionverbote, die ausgesprochen wurden und für zwei Jahre gelten, wirken sich zwangsläufig auf die Stimmung aus. Auch Freunde der betroffenen Fans bleiben aus Sympathie fern. Dazu kommt sicher auch, dass die Mannschaft nicht konstant gute Leistungen zeigt. Auch das Ergebnis von Mannheim hat Sonntag eine Rolle gespielt", sagte gestern Frank "Ronny" Wimmers, der Vorsitzende des KEV-Fanprojekts.

Vier Fanclubs sollen von den Verboten betroffen sein. "Es fehlen derzeit einfach die Leute, die sonst die Schlachtrufe anstimmen. Es wird sicher noch zwei oder drei Spiele dauern, bis sich das wieder regelt. Ich hoffe, dass am Freitag gegen Berlin wieder mehr Fans auf der Nordtribüne stehen. Die Play-offs müssen und dürfen wir nicht abschreiben." Für Wimmers ist der Zuschauerrückgang kein Krefelder Problem: "Auch in den anderen Stadien sind weniger Fans, die für die Stimmung sorgen. Man sieht ja auch, dass weniger Gästefans zu den Spielen kommen. Das liegt natürlich hauptsächlich an den Liveübertragungen bei Telekom. So eine Entwicklung gab es auch im Fußball, als mit den Übertragungen aller Spiele begonnen wurde."

  • Krefeld Pinguine : Trifft Schimmi heute in München?
  • 0:7-Klatsche in Mannheim : Pinguine gegen Adler ohne Chance

Zu den Stadionverboten sagt Geschäftsführer Matthias Roos: "Wir und die DEL bedauern das natürlich. Sobald die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen abgeschlossen hat, hoffen wir, dass die meisten Verbote aufgehoben werden können."

(hgs)