Krefeld Pinguine: So war die Saisoneröffnung

Saisoneröffnung der Krefeld Pinguine : Die neuen Pinguine 2.0

Nach der längsten Sommerpause der Krefelder DEL-Geschichte herrschte am Samstag bei der Saisoneröffnung eine große Vorfreude auf die neue Eiszeit. Die Fans begrüßten auch die neue Oberliga-Mannschaft mit viel Applaus.

Genau fünf Monate war es am Samstag her, dass mit dem Heimspiel gegen Wolfsburg an der Westparkstraße die DEL-Saison 2018/19 endete. Eine so lange Sommerpause gab es in der Krefelder DEL-Geschichte noch nie. Den KEV-Fans muss das wie eine Ewigkeit vorgekommen sein. Daher lechzten sie bei der Saisoneröffnung an und in der Yayla-Arena förmlich nach der neuen Eiszeit. Das war unter den gut 1000 Fans, die über den langen Tag gesehen kamen, deutlich zu spüren.

Als Stadionsprecher Kristian Peters-Lach an der Arena auf der großen Bühne den Startschuss gab, waren bereits mehr Fans gekommen als im Vorjahr. Vielleicht lag es an der neuen Oberliga-Mannschaft des KEV, mit deren Vorstellung das Programm eröffnet wurde und die viel Applaus bekam. Danach füllte sich der Platz mehr und mehr. Viele Fans hatten sich für die Stadionführung angemeldet und wurden in der umgebauten Pinguine-Kabine von Sportdirektor Matthias Roos ausführlich informiert. Kurz nach 16 Uhr öffneten sich dann die Türen der Arena für alle. Die U11-Spieler des KEV eröffneten das Geschehen auf dem Eis. Mit 6:5 gewannen die kleinen Cracks in den schwarzen Trikots gegen das gelbe Team, in dem der Filius von Chad Costello häufig am Puck war. Hinter der Bande verfolgte sein Papa das Spiel.

Als dann um 17.04 Uhr Daniel Pietta vor der Skills-Challenge-Wettbewerb im neuen schwarzen Heimtrikot das Eis betrat, bereiteten ihm auf der Sparkassen-Tribüne die rund 1000 Zuschauer einen lautstarken Empfang. Torsten Ankert folgte ihm im neuen gelben Auswärtstrikot. Phillip Bruggisser lief im lila Ausweichdress auf. Gänsehaut-Atmosphäre kam auf, als Arturs Kruminsch als letzter Spieler der neuen Mannschaft erschien und von den Fans gefeiert wurde. Das galt auch für Publikumsliebling Martin Schymainski, der nach seinem

Achillessehnenriss, kurz mit Krücken aufs Eis kam.

Mittlerweile sorgte draußen auf der Bühne die Band „Upload“ für stimmungsvolle Livemusik. Kurz nach 20 Uhr erschien dann die neue DEL-Mannschaft auf der Bühne. „Optimales Wetter, Skills Challenge, es hat alles gepasst. Pierre hat die Trainer-A-Lizenz gemacht“ sagte ein sichtlich zufriedener Matthias Roos. Der Geschäftsführer und Sportdirektor hatte noch einen Lacher parat: „Was noch fehlt, damit die Lizenz gültig wird, ist ein Erste-Hilfe-Kurs.“ Am Sonntag zog er noch ein Fazit der Veranstaltung: „Bei der Mannschaftspräsentation waren mehr Leute da als im vergangenen Jahr. Jetzt dürften es 700 bis 800 gewesen sein. Die Skills Challenge wurde durch Robin Kohl toll optimiert. Durch die neuen Trikots waren die Spieler für die knapp 1000 Fans in der Halle gut zu erkennen. Es war natürlich ein langer Tag, aber es hat mich gefreut, dass um 12 Uhr schon viel los war. Ein Dankeschön geht an alle die mitgeholfen haben, in erster Linie an Robin Kohl, das Fan-Projekt und an die Eismeister der Yayla-Arena.“ Auch Frank Wimmers der 1. Vorsitzende des Fan-Projekts“, zeigte sich zufrieden: „ Die Veranstaltung ist sehr gut gelaufen. Es hat allen viel Spaß gemacht, es gab keine Zwischenfälle. Es waren mehr Leute da als im vergangenen Jahr. Ich denke, dass wir über den Tag verteilt etwa 1500 Besucher hatten. Es war zu hören, dass die Fans sich total auf die Saison freuen. Es herrschte eine positive Stimmung auf dem Platz.“

Trainer Brandon Reid bedauerte zunächst, dass Martin Schymainski zum Saisonstart ausfällt. Zu seiner neuen Mannschaft sagte er: „Wir haben einen großen Schritt gegenüber der vergangenen Saison gemacht und wir haben jetzt ein Team mit viel Charakter. Ich bin aufgeregt und bereit für die neue Saison. Das Team mit insgesamt 25 Spieler muss sich finden. Wir haben viel Erfahrung und Leidenschaft und ich hoffe, dass uns das weiterbringt. Es soll schneller und aggressiver werden“. Der Kanadier, der vor einem Jahr von den „neuen Pinguinen“ sprach und dem Team tatsächlich einen neuen Geist einimpfte, will jetzt mit seinen Pinguinen 2.0 eine Schippe drauflegen: „Viele Mannschaften haben sich verstärkt, besonders die Top-Teams. Die Liga ist stärker geworden.“

Bis kurz nach 22 Uhr mischten sich die Spieler dann unter das Fan-Volk. Besonders die Neuzugänge waren für Autogramme und Selfies sehr gefragt.

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