Krefeld Pinguine siegen nach starkem Endspurt

4:3-Erfolg gegen Wolfsburg: Pinguine siegen nach starkem Endspurt

In ihrem vorletzten Heimspiel der Hauptrunde gelang den Krefeldern am Dienstagabend ein 4:3-Erfolg nach Verlängerung. Beim Schweden Hanson platzte der Knoten. Schymainski wechselt nach Frankfurt, Feser nach Bremerhaven.

Manchmal müssen die Zuschauer beim Eishockey lange warten, bis sie auf ihre Kosten kommen. Vor einer Geisterkulisse glichen die Pinguine nach zwei relativ langweiligen Dritteln in den letzten 20 Minuten das Match gegen die Grizzlys Wolfsburg nach zweimaligen Rückstand durch die ersten beiden Treffer des Schweden Greger Hanson aus und feierten am Ende nach Verlängerung einen 4:3-Sieg. Leider wurde die Stimmung von Nachrichten am Rande getrübt. Es gibt immer noch keinen neuen Mietvertrag (siehe Bericht nebenstehend). Auf der Ausverkaufsliste der Schwarz-Gelben stehen jetzt auch Martin Schymainski, der bereits heute an die Frankfurter Löwen ausgeliehen wird. Auch Maxi Faber und Martin Ness sollen vor einem vorzeitigen Wechsel stehen. Und Justin Feser hat bereits in Bremerhaven einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Drei Stunden vor dem Spiel überraschten die Pinguine mit einer Pressemitteilung. "Darren Mieszkowski wird am Abend gegen Wolfsburg mit der Trikotnummer 18 sein DEL-Debüt für die Pinguine geben." Der Torjäger der DNL-Mannschaft des KEV ersetzte sogar den verletzten Marcel Müller in der ersten Sturmreihe. Eigentlich hatte Rick Adduono Philipp Kuhnekath aufbieten wollen. Der spielte aber gestern in der Oberliga für den Herner EV. Als überzähliger Spieler saß Maxi Faber erneut auf der Tribüne. Im Tor bekam diesmal Patrick Klein den Vorzug, der Weihnachten auch beim Penaltysieg der Pinguine in Wolfsburg die Nummer eins war. Bei den Gästen fehlten mit Haskins, Bina und Toptorjäger Foucault drei Stammspieler. Das hinderte die Grizzlys allerdings nicht daran, das Heft vom Auftaktbully weg in die Hand zu nehmen., Nach zwei Minuten verhinderte Klein gegen Sharrow das 0:1. Machtlos war er vier Minuten später, als Weiss schön frei gespielt wurde und dem Krefelder Torwart keine Abwehrchance ließ. Die Pinguine steckten den frühen Rückstand gut weg und überstanden eine Strafe gegen Joel Keussen, der wenig später mit einer Zerrung das Spiel beenden musste. Die Hausherren waren nach der Unterzahl dem Ausgleich nahe, ließen aber genau wie am Sonntag gegen München einige gute Einschussmöglichkeiten aus.

Das setzte sich dann auch zu Beginn des Mitteldrittes fort. Erst vergab Mieszkowski seinen ersten DEL-Treffer, dann scheiterten Justin Feser und Mathias Trettenes an Torwart Brückmann. Die Gäste hatten bis dahin nur eine gute Torchance. Doch Torwart Klein war gegen Pfohl zur Stelle. Weil seine beiden finnischen Vorderleute Mikko Vainonen und Markus Nordlund im Tiefschlaf waren, staubte Weiss nach einem versuchten Bauerntrick von Riefers zum 2:0 ab. Vainonen holte sich dann noch eine unnötige Strafe ab. Und siehe da, bei einem Konter sorgte Martin Schymainski mit einem platzierten Distanzschuss in Unterzahl für den Anschlusstreffer.

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Im Schlussdrittel verhinderte Torwart Brückmann bei einem Kracher von Nordlund den Ausgleich. Spektakulär war dann die Rettungstat von Torwart Klein bei einer Großchance von Höhenleitner (47.). Eine Minute später gab es eine Premiere. Greger Hanson erzielte seinen ersten Treffer für die Pinguine. Das gefiel den Wolfsburgern überhaupt nicht. Sie schalteten wie auf Offensive um und gingen durch Höhenleitner wieder in Führung. Die Pinguine konnten zwar ihre erste Überzahl des Spiels nicht nutzen, doch Hanson war nach seinem Premierentreffer auf den Geschmack gekommen und tanzte Brückmann zum erneuten Ausgleich aus. Jetzt wollten die Gastgeber auch den Sieg. Das spürten die wenigen Fans, die plötzlich laut wurden und das Team unterstützten. Aber Martin Ness scheiterte zweimal am Torwart. So ging es in die Verlängerung. Dort sorgte Dragan Umicevic für die Entscheidung.

"Alle 21 Spieler haben gut gekämpft und gute Entscheidungen mit der Scheibe getroffen. Ich freue mich für Darren Mieszkowski, der gut gespielt hat und zwei Torchancen hatte", sagte Rick Adduono nach dem Spiel. Sein Wolfsburger Trainerkollege Pavel Gross sagte: "Wir hatten uns natürlich mehr vorgenommen, müssen aber mehr Killerinstinkt zeigen. Beide Torhüter waren heute sehr gut."

Der zweifache Torschütze Greger Hanson sagte: "Wir haben als Team gut gespielt. Einige Fehler führten zu Gegentoren. Am Ende hatten wir einige gute Aktionen. Daher ist es auch ein verdienter Sieg. Es war für mich sehr schön, endlich Tore zu schießen. Ich hoffe, dass ich auch in der neuen Saison hier in Krefeld bleiben kann. Wir haben ein gutes Team und ganz tolle Fans."

(RP)