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Krefeld Pinguine siegen nach Donatelli-Rauswurf - Patrick Hersley erzielt Siegtreffer

4:3 gegen Iserlohn Roosters : Pinguine siegen nach Donatelli-Rauswurf

Verteidiger Patrick Hersley sorgte am Donnerstag im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters 48 Sekunden vor dem Ende für den 4:3-Erfolg der Krefeld Pinguine. Wenige Stunden vor dem ersten Bully war Trainer Clark Donatelli beurlaubt worden.

Es ist vollbracht! Mit einer taktisch disziplinierten Leistung feierten die Pinguine in der Yayla-Arena im kleinen Westderby gegen die Iserlohn mit 4:3 ihren ersten Saisonsieg. Vor nur 2502 Zuschauern ließen sich die Krefelder zwar zweimal einen Vorsprung nehmen, bewiesen aber bis zum Schluss einen eisernen Willen, den ersten Dreier einzufahren. Dafür sorgte Verteidiger Patrick Hersley mit seinem sehenswerten Treffer 48 Sekunden vor dem Ende. Die Mannschaft steckte die Entlassung von Cheftrainer Clark Donatelli prima weg und gab zu erkennen, dass man sie in dieser Spielzeit nicht so schnell abschreiben darf. Am Sonntag sind die Eisbären Berlin ab 16.30 Uhr in Krefeld zu Gast.

Wie erwartet, stand Sergey Saveljev mit hinter der Bande. „Clark hat die Mannschaft in einer kritischen Phase übernommen. Wir waren trotz der sportlichen Leistung in der letzten Saison optimistisch, dass wir in dieser richtungsweisenden Spielzeit einen deutlichen Schritt nach vorne machen werden. Dieser Schritt ist ausgeblieben. Die schwierige Entscheidung, Clark von seinen Aufgaben zu entbinden, treffen wir somit zu einem frühen Zeitpunkt mit aller Konsequenz, um der Entwicklung nicht zu spät entgegenzuwirken und unsere Ziele nicht nachhaltig zu gefährden“, erklärte der Multifunktionär nach der Freistellung des Cheftrainers.

Zwei Derby-Pleiten auf eigenem Eis und ein nicht gerade attraktiver Spieltag spiegelten sich auf den spärlich besetzten Rängen wider. Doch die gekommen waren, wurden gleich belohnt. Die Mannschaft knüpfte nahtlos an die tadellose Vorstellung vom Mannheimspiel an und feierte nach nur 26 Sekunden durch den Führungstreffer von Jeremy Bracco einen Einstand nach Maß. Das stärkte den Hausherren deutlich den Rücken, die sich weiter sehr gute Torchancen herausspielten. Arturs Kulda traf den Pfosten, Alex Blank das Außennetz. Laurin Braun und Maciej Rutkowski scheiterten an Torwart Weitzmann.

Die Iserlohner, bei denen mit Ankert, Alanov, Riefers, Foucault und Ewanyk gleich fünf ehemalige Krefelder aufliefen, taten sich mit der defensiven Spielweise der Schwarz-Gelben schwer. So standen nach 20 Minuten 13:9-Torschüsse für die Pinguine zu Buche. Davon landete der Schuss von Leon Niederberger nach schönem Zuspiel von Blank 30 Sekunden vor der Pause zum 2:0 im Kasten der Roosters.

Die Gäste hatten sich das Spiel der Pinguine wohl sehr gut angeschaut. Denn ab der 21. Minute waren sie die spielbestimmende Mannschaft. Die Pinguine überstanden dank Torwart Oleg Shilin ihre erste Unterzahl, doch rutschte dem Russen ein Schuss von Whitney zwischen Arm und Brustkorb in die Maschen (25.). Die Roosters blieben am Drücker und glichen durch einen kuriosen Treffer aus. Ein Schuss von Foucault prallte von Shilin ab, der Puck senkte sich wie eine Bogenlampe ins Tor (34.). Die Torchancen der Krefelder hielten sich in Grenzen und konnten auch ihre erste Überzahl nicht nutzen. So sprach nach 40 Minuten die Statistik mit 25:21-Torschüssen für die Gäste.

  • Cheftrainer Clark Donatelli (li.) wurde von
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  • Velentino Klos 40, Adler Mannheim neben
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  • Am Montag nach dem Training fuhren
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Im Schlussdrittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Match. Die Pinguine konnten auch ihre zweite Überzahl nicht nutzen, gingen aber kurz darauf trotzdem in Führung. Bei einem Fernschuss von Jesper Jensen-Aabo war Torwart Weitzmann kurz die Sicht versperrt und ließ den Puck durch die Schoner ins Tor rutschen. Bei der nächsten Krefelder Überzahl verpasste Bracco die Vorentscheidung. Das rächte sich, als Patrick Hersley am kurzen Pfosten Alanov nicht stoppen konnte, der den Puck aus spitzen Winkel gegen Shilins Schoner schoss und der Puck ins Tor flog.

Doch die Pinguine wollten unbedingt den Sieg. Lucas Lessio vergab zweimal den Siegtreffer (56. u. (59.). Doch mit der schönsten Aktion des gesamten Spiels gelang 48. Sekunden vor dem Ende doch noch der Lucky Punch. Robert Sabolic bediente Hersley im gegnerischen Drittel mit einem Zuckerpass, der Torwart Weitzmann mit einem schönen Move überlistete.

„Ich bin richtig erleichtert und stolz auf die Jungs. Das war ein ganz wichtiger Sieg. Nach 18 Gegentreffern in drei Sielen mussten wir was umstellen. Das haben wir als Trainerstab so entschieden und das funktioniert“, sagte Co-Trainer Boris Blank nach dem Spiel.