3:2-Auswärtssieg in Dresden Starke Unterzahl rettet die Pinguine

Krefeld · Die Krefelder feierten am Dienstagabend im Auswärtsspiel bei den Eislöwen Dresden einen verdienten 3:2-Sieg. Erst in den letzten fünf Minuten mussten sie noch um die drei Punkte zittern. Zach Magwood erzielte zwei Treffer.

 Das war bereits nach 24 Sekunden der erste Streich von Zach Magwood. Auch Treffer Nummer zwei erzielte er in Dresden.

Das war bereits nach 24 Sekunden der erste Streich von Zach Magwood. Auch Treffer Nummer zwei erzielte er in Dresden.

Foto: Krefeld Pinguine

Mit einem verdienten, aber am Ende noch glücklichen 3:2-Erfolg im Gepäck traten die Krefeld Pinguine am späten Dienstagabend die lange Reise von Dresden an den Niederrhein an. Vor 1414 Zuschauern verteidigten die Schwarz-Gelben im zweiten Saisonduell bei den Eislöwen lange mit Erfolg eine 3:1-Führung. Erst nach dem späten Anschlusstreffer der Gastgeber mussten sie noch um den Sieg zittern. Doch wie zuvor in Unterzahl, ließen sie mit einem erneut starken Sergei Belov im Tor auch gegen sechs Dresdener nichts mehr anbrennen.

Die Pinguine hatten sich um 8.30 Uhr auf den Weg nach Dresden gemacht. Die Plätze von Pascal Zerressen, Sandro Mayr und Justin van der Ven blieben wie angekündigt leer. Die Stürmer Leon Niederberger und Mike Fischer hatten ihren grippalen Infekt überwunden und konnten die Reise mit antreten. Auch Nikita Krymskiy meldete sich am Morgen einsatzbereit. Weil Philip Riefers wie bereits am Freitag in Ravensburg im Sturm auflief, konnte Trainer Peter Draisaitl auf vier Sturmreihen bauen. In der Defensive begnügte sich der Übungsleiter mit fünf Verteidigern. David Trinkberger rückte für Zerressen an die Seite von Dominik Tiffels. Daniel Herzog erschien als sechster Verteidiger auf dem Spielberichtsbogen.

Die Mannschaft traf nach staufreier Anreise gegen 17 Uhr an der Joynext-Arena in Dresden ein. Das Thermometer zeigte vier Grad über dem Gefrierpunkt. Die dünne Schneedecke, die die Elbmetropole am Montag noch in eine Winterlandschaft verwandelt hatte, war weg getaut.

Auch in Dresden kommt der Dienstag bei den Fans nicht so gut an. Denn anders als beim ersten Gastspiel der Pinguine waren die Ränge deutlich dünner besetzt. Vom Niederrhein hatten sich 15 KEV-Fans auf den Weg an die Elbe gemacht. Die standen gerade auf der Tribüne, da erzielte Zach Magwood schon die Führung. Marcel Müller hatte sich hinter dem Tor bei einem Zweikampf durchgesetzt und schön aufgelegt. In Überzahl verpassten die Gäste das 2:0. Dafür sorgte in der siebten Minute Mike Fischer bei einem Gedränge vor dem Eislöwenkäfig.

Als die Krefelder Abwehr zu weit aufgerückt war, schloss Porsberger einen Konter zum Anschlusstreffer ab (8.). Das sorgte bei den Gastgebern für Aufwind. Aber so richtig geriet Torwart Belov nicht in Gefahr. Magwood nahm den Eislöwen mit einem platzierten Distanzschuss ins lange obere Eck wieder den Wind aus den Segeln (17.).

Nach dem Motto, verwalten, um den Vorsprung zu halten, reduzierten die Pinguine im zweiten Drittel ihre Offensive auf ein Minimum, was die 9:2-Torschüsse für Dresden deutlich machten. So bekamen die Eislöwen zwar ein optisches Übergewicht, doch groß in Gefahr geriet Torwart Belov nicht. 33 Sekunden vor der zweiten Pause musste Magwood in die Kühlbox. Doch mit der Überzahl konnten die Gastgeber zu Beginn des Schlussdrittels wenig anfangen. Sechs Minuten nach Wiederbeginn hatte Alexander Weiß die Vorentscheidung auf dem Schläger, scheiterte aber am Torwart.

Ab der 49. Minute drohte das Spiel eine entscheidende Wende zu nehmen. Denn Edi Lewandowski kassierte eine Fünfminutenstrafe. Er hatte unglücklich Maxi Kolb erwischt, der sich zwischen ihm und Müller durchsetzen wollte. Doch den Eislöwen fehlte der notwendige Biss, um die Pinguine entscheidend unter Druck zu setzen. Als sich die Gastgeber bei ihrer Überzahl selber noch eine Strafe abholten, hatten die Pinguine zunächst die Gefahr, nochmal zittern zu müssen, überstanden. Sechs Minuten vor dem Ende vergab Dennis Miller bei einem Solo die Entscheidung. Dann musste doch noch gezittert werden, weil Dresden im Gegenzug durch einen Distanzschuss von Suvanto auf 2:3 verkürzte. Belov war die Sicht versperrt. 85 Sekunden vor dem Ende nahm Dresdens Trainer Brockmann seine Auszeit und Torwart Neffin vom Eis. Mit Mann und Maus verteidigten die Pinguine die drei Punkte. Sie waren hinterher zu erschöpft, um zu jubeln.

„Wir haben von einem guten Start und einem soliden ersten Drittel gelebt. In den letzten 40 Minuten haben wir zu wenig gemacht und für Entlastung gesorgt. Wir mussten viel zu viel verteidigen. Belov und unsere Verteidiger, zu denen am Ende auch noch Philip Riefers zählte, habe einen guten Job gemacht“, sagte Trainer Peter Draisaitl nach dem Spiel.

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