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Krefeld Pinguine: Shatsky muss auf die Tribüne

Samstag beim Heimspiel : Pinguine-Stürmer Shatsky muss auf die Tribüne

Trainer Svarinskis war zuletzt mit den Leistungen des russischen Stürmers nicht zufrieden und wird ihm Samstag im Heimspiel gegen Bremerhaven wohl eine Denkpause gönnen. Kuhnekath rückt für den verletzten Tyanulin ins Team.

Die Pinguine wollten nach der Niederlage gegen die Kölner Haie  die lange Trainingswoche bis zum Heimspiel am Samstag (17.30 Uhr) gegen Bremerhaven nutzen, um in der Liga endlich den ersten Sieg einzufahren. Da die Augsburg Panther am Mittwoch in Straubing ihren ersten Erfolg verbuchten, sind die Krefelder jetzt das einzige DEL-Team ohne Punkt und stehen in der Gesamttabelle auf dem letzten Platz.

Sollte das intensive Training ausgerechnet gegen die Fischtown Pinguine Früchte tragen, gegen die es jetzt einschließlich des Magenta-Sport-Cups 17 Niederlagen in Folge setzte, wäre das schon eine kleine Überraschung. „Je länger eine Niederlage dauert, umso größer ist die Chance, dass sie endet“, sagte einst Ex-Trainer Brandon Reid. Für die Stimmung im und rund um das Team wäre ein Erfolgserlebnis  gegen die Artgenossen sehr wichtig. Viele Fans glauben schon nicht mehr daran, dass ihnen ihre Mannschaft in dieser Saison noch viel Freude bereiten wird. Das dürfte man frühestens nach zehn Spielen einigermaßen realistisch einschätzen können. Auch andere Teams schöpfen angesichts der zu kurzen Vorbereitung ihr Leistungspotenzial  zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht optimal aus. Allerdings deutet sich bei den Pinguinen mangelnde Qualität an.  Sergej Saveljev, der seit Montag im Ski-Urlaub ist und erst am Mittwoch zurück erwartet wird,  ist davon überzeugt, dass die Mannschaft ab Februar erfolgreicher mitmischen wird.

„Wir haben im Training die Spielsituationen weiter einstudiert und an Kleinigkeiten gearbeitet, besonders im Slot und an der blauen Linie“, sagte „Mike“ Svarinskis am Freitag nach dem Training. Wie bisher immer, nahm er  Umstellungen in seinen Sturmreihen vor. Das war alleine schon durch den Ausfall von Artur Tyanulin notwendig. Der erste Sturm mit dem Trio Laurin Braun/Brett Olson/Martins Karsums bleibt unverändert. Dazu gesellt sich in der  ersten Überzahl-Formation Lucas Lessio und Constantin Braun. Die weiteren Sturmreihen werden wie folgt erwartet: Schymainski/Blank/Lessio, Saponari/Petrakov/Buncis, Niederberger/Postel/Kuhnekath.

Während gegen Köln Ivan Petrakov auf die Tribüne musste, weil der Cheftrainer mit ihm unzufrieden war, dürfte es jetzt Nikita Shatsky treffen, mit dem Svarinskis gegen Köln nicht zufrieden war. Daher wird Patrick Klöpper wohl wieder als 13. Stürmer dabei sein. Die Torwartfrage wollte der Coach am Freitagnachmittag mit Torwarttrainer Igor Gross besprechen: „Ich gehe aber davon aus, dass Sergej Belov im Tor steht.“

In der Abwehr gibt es keine personelle Veränderung, da Christian Bull noch Trainingsrückstand hat. Der Coach rechnet eventuell am kommenden Donnerstag mit dem Norweger, wenn die Pinguine zum „Rückspiel“ in Bremerhaven zu Gast sind.

Die Fischtown Pinguins sind nach einem durchwachsenen Start (zwei Siege/zwei Niederlagen) mit den jeweils 5:2-Erfolgen gegen Iserlohn und Wolfsburg wieder in die Erfolgsspur geraten und wollen in Krefeld ihre Mini-Siegesserie ausbauen. Verzichten müssen sie wahrscheinlich auf Stürmer Friesen, der sich gegen Wolfsburg verletzt hat. Neu im Team ist Verteidiger Stohwasser, der von Mannheim ausgeliehen wurde, weil Verteidiger Fortunus in seine kanadische Heimat zurückgekehrt ist. Vor seinem Saisondebüt für Bremerhaven steht der junge Stürmer Reisnecker, der mit der U20-Auswahl des DEB bei der WM in Kanada war.