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Krefeld Pinguine: Schwere Saison steht bevor – Neuzugang noch nicht in Sicht

Vor dem DEL-Start : Pinguinen steht schwere Saison bevor

Mit einer jungen Mannschaft gehen die Krefeld Pinguine nach den Querelen und zahlreichen Abgängen in der Vorbereitung in die neue DEL-Saison. Geschäftsführer Sergej Saveljev geht nicht davon aus, dass vor dem Start noch ein Stürmer verpflichtet werden kann.

Die Vorfreude der KEV-Fans auf die neue Eiszeit der DEL dürfte in diesen Tagen ziemlich gedämpft sein. Statt Kribbeln im Bauch und Zuversicht, dass es sportlich endlich wieder aufwärts gehen kann, herrscht Frust und Skepsis. Frust deshalb, weil keine Zuschauer im Stadion zugelassen sind und somit der Kontakt untereinander sowie das ganze Drum und Dran eines Eishockeyspiels fehlen. Skepsis deshalb, weil die Pinguine auf dem Papier keine Mannschaft präsentieren, die in der Nordgruppe gute Chancen besitzt, Platz vier und damit das Play-off-Viertelfinale zu erreichen. Besonders im Angriff fehlt es den Krefeldern an Durchschlagskraft.

Zur Hoffnung der Fans, dass vor dem Meisterschaftsauftakt am Sonntag in Wolfsburg noch ein „Knipser“ verpflichtet wird, sagte Sergej Saveljev am Mittwoch: „Wahrscheinlich nicht. Wir haben genug Spieler und eine vorbereitete Mannschaft. Daher ist es nicht unser oberstes Ziel.“ Der junge Stürmer aus Lettland, der seit Sonntag im Training ist und der schon in Nordamerika in einer Uni-Mannschaft gespielt hat, sei nur hier, um den Kader aufzufüllen, weil einige Spieler pausiert oder angeschlagen waren. Ziel sei es, die Grundbasis für die Saison 2021/22 zu schaffen: „Wir sind die jüngste Mannschaft der DEL. Wir werden für die Spiele mehr als zwei U23-Spieler zur Verfügung haben.“ Zum Plan, den Angriff mit zwei ganz jungen Spielern zu ergänzen, sagte Saveljev: „Entweder sind sie noch in der Schule oder wollen noch weiter bei ihren Heimatclubs bleiben. Wir werden sie verpflichten, aber erst später.“

Interimscoach „Mike“ Svarinskis kann bei seinen personellen Planungen für den Start aus dem Vollen schöpfen. „Alle Spieler sind im Training“, sagte der Lette. Am Mittwoch gönnte er seinen Spielern noch einen freien Tag. Ab Freitag gilt die ganze Konzentration dem Duell mit den Grizzlys. Svarinskis will seine Schützlinge dann per Video-Meeting auf den Gegner einstellen.

Bei der Zusammenstellung seiner Formationen gab der Coach seine ersten Überlegungen preis. Die Abwehr könnte vor Sergej Belov, der in Wolfsburg im Tor stehen wird, wie folgt aussehen: C. Braun/Trivellato, Valitov/Bull, Bappert/Sacher, Bindulis. Im Angriff deuten sich folgende Reihen an. Niederberger/Olson/L.Braun, Schymainski/Postel/Saponari, Lessio/Petrakov/Tyanulin, Shatsky/Blank/Kuhnekath, Klöpper. Bei Über- oder Unterzahl werden sich laut Trainer die Formationen ändern. Entweder sollen sieben Verteidiger oder 13 Stürmer auf dem Spielbericht erscheinen.

Weil die beiden geplanten Testspiele gegen Straubing abgesagt wurden, setzte Svarinskis diese Woche zwei Einheiten pro Trainingstag auf den Vorbereitungsplan: „Die Jungs arbeiten auf dem Eis und im Kraftraum sehr hart. Wir haben viel an Über-und Unterzahl sowie am grundsätzlichen System gearbeitet. Die Trainingseinheiten waren hervorragend. Alle Spieler sind fit. Wir sind bereit für den Start.“ Am Freitag will der Trainer bekanntgeben, wem er das Kapitänsamt anvertraut.

Auf die Frage zur wirtschaftlichen Situation antwortete Saveljev: „Bei uns ist alles in Ordnung. Wir kommen mit unserem Budget gut durch die Saison.“