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Krefeld Pinguine schlagen die Kölner Haie mit 3:1: Sabolic krönt erfolgreichen Jahresauftakt

3:1-Sieg im rheinischen Derby : Sabolic krönt erfolgreichen Jahresauftakt

Der Stürmer der Krefeld Pinguine war im Heimspiel gegen Köln beim 3:1-Erfolg mit zwei Treffern der Mann des Abends. Im letzten Drittel verhinderte Torwart Sergei Belov den Ausgleich der Gäste. Sonntag geht es nach München.

Mit einem erfolgreichen Jahresauftakt verschafften sich die Pinguine im Heimspiel gegen stark geschwächte Kölner Haie etwas Luft zu den Abstiegsplätzen. In einen über weite Strecken zähen Derby drehten die Krefelder nach einem frühen Rückstand das Match und stemmten sich in den letzten 20 Minuten erfolgreich gegen den drohenden Ausgleich. Dabei konnte sich die Mannschaft auf Torwart Belov verlassen, für den sein zweiter Saisonsieg mit einem gefühlten Shut-Out endete. Denn 59 Minuten und 39 Sekunden hielt er seinen Kasten beim 3:1-Erfolg vor der Geisterkulisse sauber.

Auch wenn die Pinguine die erlaubten 750 Zuschauer nicht in die Halle ließen, darf das für die Fans kein Grund sein, auf Banner oder Fahnen in ihrem Wohnzimmer Nordtribüne zu verzichten. Lediglich auf der Haupttribüne hingen zahlreiche Trikots und erinnerten daran, welche Mannschaft ein Heimspiel hat. In Köln, Mannheim oder Düsseldorf war da mehr symbolische Unterstützung der treuen Anhänger zu sehen.

Nach der Corona-Zwangspause von drei Spielen herrschte im Lager der Pinguine vor dem ersten Bully Vorfreude und Anspannung zugleich. Schon am Mittwoch beim internen Trainingsspiel sprühten die Spieler vor Energie. Dagegen wirkte Trainer Igor Zakharkin skeptisch und nervös, weil ihm die Pause nicht ins Konzept passte.  Die Kölner hätten sicher gerne am Freitag pausiert. Die vier Niederlagen in Folge zum Jahresbeginn nagten heftig an der mentalen Stärke. Zudem musste Trainer Uwe Krupp aufgrund von Verletzungen, Covid-19-Fällen und Spielern in Kontaktquarantäne auf acht Profis verzichten.

Bei den Pinguinen musste Thomas Valkvæ Olsen als überzähliger Kontingentspieler wieder auf die Tribüne, weil wie erwartet Sergei Belov im Tor stand. Der wurde bereits nach 21 Sekunden kalt erwischt, als Sill einen Konter der Haie mit einem platzierten Schuss ins lange obere Eck abschloss. Ausgangspunkt war ein No-Lock-Pass von Lucas Lessio im Kölner Drittel, der den Konter auslöste. Die Krefelder verdauten den Schock sehr schnell und fanden trotz der Pause gleich ihren Rhythmus. Der Lohn war bei angezeigter Strafe gegen Köln der Ausgleichstreffer von Alexander Bergström, der Torwart Pogge auf der Stockhandseite eiskalt bezwang. Weil die Gäste kurz vor der ersten Pause auch ihre zweite Überzahl nicht nutzen konnten und kurz zuvor Anton Berlyov an Pogge scheiterte, blieb es beim 1:1.

Im zweiten Drittel nahmen die Pinguine das Heft in die Hand. Braun, zweimal Lessio und Justin Volek scheiterten bis zur 30. Minute am Torwart. Dann saßen zwei Haie für 101 Sekunden auf der Strafbank. Das nutzten die Krefelder zur Führung, als Bergström Robert Sabolic sehr schön bediente, der mit einem Schuss über Pogges Schulter traf (33.). Braun vergab bei einem Konter das 3:1, weil er viel zu früh auf den Haie-Käfig zielte (37.). Ab der 21. Minute mussten die Gastgeber mit fünf Verteidigern auskommen, weil sich Mirko Sacher verletzt hatte.

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Weil die Pinguine zu Beginn des letztens Drittels und gegen Ende jeweils ein Überzahlspiel nicht zum vielleicht vorentscheidenden dritten Treffer nutzen konnten, blieben die Haie im Spiel und witterten weiterhin Beute. Doch es war Torwart Belov, der in einigen brenzligen Situationen der Feuerwehrmann für sein Team war und den Ausgleich verhinderte. Auch als Kölns Trainer Krupp früh seine Auszeit nahm, behielt er kühlen Kopf. Durch ein Icing der Gäste musste Pogge wieder aufs Eis zurück. Als er zum zweiten Mal auf der Bank saß, traf Sabolic 46 Sekunden vor dem Ende ins leere Haie-Gehäuse (60.).