Krefeld Pinguine schenken ihren Fans einen wichtigen Weihnachtssieg

3:2 n.P. in Wolfsburg: Pinguine schenken ihren Fans einen wichtigen Weihnachtssieg

Mit einem überragenden Torwart Patrick Klein im Rücken und einer kämpferisch guten Leistung verdienten sich die Krefelder gestern in Wolfsburg den 3:2-Erfolg nach Penaltyschießen.

Nach München und Berlin machten die Pinguine gestern in Wolfsburg auch dem dritten Top-Vier-Team der Liga in Folge das Leben mehr als schwer. Diesmal wurden sie nicht nur mit einem Zähler belohnt. Sie setzten sich nach Penaltyschießen mit 3:2 durch und traten mit zwei wichtigen Auswärtspunkten die Heimreise an. Dank eines erneut überragenden Patrick Klein blieb die Mannschaft trotz schwacher 20 Minuten im Spiel und konnte danach das Match ausgeglichen gestalten. Wie wertvoll dieser Weihnachtssieg ist, zeigt der Blick auf die Tabelle. Denn der Rückstand auf Platz zehn ist um einen Zähler geringer geworden. Bereits heute machen sich die Schwarz-Gelben auf den Weg nach Nürnberg, wo morgen mit den Ice Tigers das nächste Topteam wartet.

Da am 1. Weihnachtstag trainiert wurde, machte sich die Mannschaft gestern gleich auf den Weg Richtung Wolfsburg. In Hannover, in der Nähe der Messe, unterbrachen die Pinguine für ein Mittagessen ihre Fahrt. Anschließend bat Adduono zur Teambesprechung mit Videoanalyse. Pünktlich um 14.30 Uhr trafen die Schwarz-Gelben an der Eisarena in Wolfsburg ein, wo ihnen bei Temperaturen von fünf Grad ein eisiger Wind ins Gesicht blies. Adduono schickte seine Reihen im dritten Saisonduell gegen die Grizzlys Wolfsburg in der gleichen Formation wie beim Spiel gegen die Eisbären Berlin am vergangenen Freitag aufs Eis. Lediglich im Tor tauschte Dimitri Pätzold den Platz mit Patrick Klein. "Wir müssen heute mehr Kampf in die Waagschale werfen als unser Gegner. Wenn wir von der Strafbank wegbleiben und nicht mehr als zwei Gegentore kassieren, haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen," sagte der Coach kurz vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung.

Sein Ziel war bereits nach zwei Minuten Makulatur, denn Martin Ness wanderte auf die Strafbank. Doch Torwart Klein verhinderte gegen Furchner einen Rückstand. Bei der zweiten Strafe gegen Krefeld, die Daniel Pietta etwas umstritten kassierte, schlug das derzeit beste Überzahlteam der Liga zu. Maxi Faber konnte im Slot das Zuspiel von Haskins auf Fauser nicht verhindern (17.). Bis dahin sahen die 80 mitgereisten KEV-Fans ein Spiel auf ein Tor. Nur Torwart Klein war es zu verdanken, dass die Wolfsburger bis zur ersten Pause nur einmal trafen. Zweimal rettete er gegen Aubin in höchster Not (12.). Die Pinguine traten offensiv so gut wie nicht in Erscheinung. Torwart Kuhn verbrachte langweilige 20 Minuten.

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Trainer Adduono wird in der Kabine von seinem Team mehr Offensivgeist gefordert haben. Und als Pietta drei Minuten nach Wiederbeginn Dragan Umicevic auf die Reise schickte, konnte der Schwede von Sharrow nur mit einem Foul am Torschuss gehindert werden. Den fälligen Penalty verwandelte Umicevic eiskalt zum Ausgleich (24.). Danach kamen die Pinguine deutlich besser ins Spiel. Und als Diego Hofland im Slot einen Distanzschuss von Alex Trivellato unhaltbar zur Führung abfälschte, war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Die Grizzlys wurden böse und antworteten zwei Minuten später mit dem Ausgleich, weil Torschütze Aubin nicht gestört wurde. Die beiden größten Torchancen zur erneuten Führung vergaben Pietta für Krefeld (34.) und Voakes für Wolfsburg (37.).

Die Wolfsburger machten zu Beginn des Schlussdrittels mächtig Druck. Die Pinguine lauerten auf Konter. Beim ersten zielte Marcel Müller am Tor vorbei. Im Gegenzug rettete Klein spektakulär gegen Furchner. Dann tauchte erneut Müller in aussichtsreicher Position vor dem Tor auf, konnte aber gerade noch von Pfohl am Schuss gehindert werden. Mittlerweile hatte Adduono sein Team auf drei Reihen reduziert. Für Faber war schon ab dem zweiten Drittel Dienstschluss. Mit vereinten Kräften erkämpften sich die Pinguine bis zum Ende der regulären Spielzeit den einen wichtigen Punkt.

In einer dramatischen Verlängerung waren die Pinguine dem Zusatzpunkt näher als die Gastgeber. Pietta traf den Pfosten. Seifert und Feser scheiterten an Torwart Kuhn. Im Penaltyschießen hatte dann Klein endlich mal das Glück des Tüchtigen. Er hielt drei der vier Schüsse. Für Krefeld traf im ersten Durchgang Feser. Für die Entscheidung sorgte dann Müller.

(RP)