Krefeld Pinguine: Rumoren im Fanlager vor dem Derby gegen Düsseldorfer EG

Krefeld Pinguine : Rumoren im Fan-Lager vor dem Derby

Viele Anhänger der Pinguine sind besorgt über die bisherige Punktausbeute. Trainer Adduono hatte schon vor der Saison gewarnt, dass der Start holprig werden könnte. Die Wende könnte das Derby gegen die DEG bringen.

Krefelds Eishockey-Fans sind zurzeit in vielerlei Hinsicht auf dem Baum - und das ausgerechnet vor der Mutter aller Derbys, dem Straßenbahnduell gegen die Düsseldorfer EG. Knackpunkte diesmal sind zum einen extern, zum anderen intern. So sind viele Eishockey-Fans unzufrieden mit der Zerstückelung der Spieltage aufgrund von Fernseh-Übertragungen. Ihrem Unmut machten Anhänger der Schwarz-Gelben jüngst beim Heimspiel gegen Bremerhaven mit großen Spruchbändern Luft. Und intern, vor allem in den so genannten sozialen Netzwerken, beschäftigt die Fans nach der bislang recht übersichtlichen Punkteausbeute mit nur vier Zählern aus fünf Spielen die bange Frage: Wird die Saison 2017/18 ähnlich bescheiden wie die beiden vorigen Spielzeiten? Da verpassten die Pinguine am Ende sogar die Pre-Play-offs.

Allerdings: Cheftrainer Rick Adduono hatte schon vor dem Beginn der aktuellen Spielzeit mehrfach betont, dass gerade die ersten Spiele holprig werden könnten. "Wir haben viele junge Spieler im Kader und sieben Neuzugänge, die noch keine DEL-Erfahrung haben. Da muss man etwas Geduld mitbringen", sagte der Kanadier gestern. Sportdirektor Matthias Roos bringt es auf den Punkt: "Die Leistung in allen vier Heimspielen war in Ordnung, aber insgesamt nur vier Punkte aus fünf Spielen sind zu wenig."

Ein Grund dafür sind die Verletzungsprobleme: Torwart Andrew Engelage verpasste das erste Spielwochenende komplett (Krefeld holt da nur einen Punkt aus zwei Spielen), und am vergangenen Freitag, beim bislang einzigen Sieg, verletzte sich der neue Center der zweiten Reihe, Justin Feser, schwer und fällt voraussichtlich bis Mitte November aus. Was genau der Kanadier sich zugezogen hat, teilte der Verein nicht mit (was branchenüblich ist). Auch vor der morgigen Partie gegen die Düsseldorf EG - erstes Bully im Königpalast ist um 16.30 Uhr - plagen die Pinguine Verletzungssorgen. So steht hinter dem Mitwirken von Stürmer Mike Mieszkowski noch ein Fragezeichen - er sollte gestern näher untersucht werden.

Muss auch er passen, werden die Pinguine wohl nur mit elf Angreifern antreten. Das allerdings ist keine gute Voraussetzung, um ein aktuelles Makel zu beheben: "Wir treffen zurzeit einfach zu wenig das Tor", beklagt der Trainer. "Der Puck springt im Moment einfach nicht für uns." Matthias Roos schlägt in die gleiche Kerbe: "Das Glück ist momentan nicht auf unserer Seite. Allein gegen Bremerhaven hätten wir fünf, sechs Tore erzielen können. Und bei fifty-fifty-Entscheidungen der Schiedsrichter fielen die meisten nicht zu unseren Gunsten aus", sagt Ross und spielt damit unter anderem auf die Prügelei zwischen Mike Moore und Tommy Kristiansen an - der Bremerhavener kassierte insgesamt 14 Strafminuten, Krefelds Wikinger musste sich zwei Minuten länger abkühlen.

Trotz der noch mageren Punktausbeute, der Geisterkulisse gegen Bremerhaven und der Bundestagswahl hoffen die Pinguine auf viele Zuschauer am Sonntag. "Wir rechnen mit mehr als 6000 Zuschauern, weil wir auch noch auf einige kurzentschlossene Fans aus Düsseldorf hoffen", sagte Roos. Bis gestern waren schon über 5000 Karten verkauft.

(RP)
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