Krefeld Pinguine: Rick Adduono vermisst den Killerinstinkt

Krefeld Pinguine: Rick Adduono fordert mehr Killerinstinkt

Der Trainer der Krefeld Pinguine vermisst bei seinen Spielern in entscheidenden Situationen den notwendigen Biss. Stürmer Christoph Gawlik droht für das heutige Heimspiel gegen die Straubing Tigers auszufallen.

Die Frage nach den guten Vorsätzen der Pinguine für das neue Jahr erledigt sich beim Blick auf die Tabelle von selber. Punkten, punkten, punkten, lautet das Motto für die restlichen Spiele der Hauptrunde. Das gilt besonders heute Abend, wenn ab 19.30 Uhr die Straubing Tigers zur Jahrespremiere im König-Palast zu Gast sind. Bei einer erneuten Niederlage droht den Krefeldern schon bald wieder die Rote Laterne. Gespannt darf man sein, wie sich die unnötige Niederlage gegen Iserlohn beim Jahresausklang 2017 auf den Rängen auswirken wird. Die KEV-Fans traten jedenfalls mit reichlich Frust den Heimweg an. Der Glaube, die Pre-Play-offs noch erreichen zu können, schwindet von Woche zu Woche. Das kann nur noch eine Siegesserie verhindern.

Die wollen die Pinguine heute starten. "Wir müssen die kommenden drei Spiele unbedingt gewinnen", sagte Trainer Rick Adduono gestern. Nach dem Duell gegen die Niederbayern geht es übermorgen nach Bremerhaven. Am kommenden Sonntag kommen die Schwenninger Wild Wings zur Westparkstraße. Zweifelsohne drei Gegner in Folge, die zu bezwingen sind.

Nach dem freien Neujahrstag analysierte Adduono gestern früh vor dem Training mit seinen Schützlingen die Ereignisse der Schlussminuten vom Iserlohnspiel: "Es waren kleine Fehler in der Defensive, die zu den beiden Gegentreffern zum 4:4 führten. In solchen Situationen vermisse ich den Killerinstinkt, um die Scheibe aus der Gefahrenzone zu bekommen." Der Grund für diese Kleinigkeiten, mit der sich die Mannschaft immer wieder um den verdienten Lohn bringt, ist für den Coach eine Mischung aus fehlender Erfahrung und mangelnder Qualität. Daher bricht er auch nicht den Stab über seine Schützlinge: "Die Jungs arbeiten hart und hängen sich voll rein. Der Zusammenhalt im Team ist großartig. Alle versuchen, unsere Strategie umzusetzen. Es ist schon traurig, wenn man wie wir fast alle Spiele, egal gegen welchen Gegner, ausgeglichen gestalten kann, aber dafür am Ende zu wenig Punkte auf dem Konto hat."

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Auch Kapitän Adrian Grygiel hadert mit der bisherigen Ausbeute: "Gegen Iserlohn hätten wir drei Punkte mitnehmen müssen, dann wären wir jetzt voll im Geschäft. Es wäre natürlich ein toller Jahresabschluss gewesen, in einem endlich mal gut gefüllten Stadion einen Sieg zu feiern. Ein Punkt ist zu wenig, um dranzubleiben. Das 4:2 hätten wir nach Hause bringen müssen. Wir sind alle sehr enttäuscht. Es ist aber noch nicht vorbei. Wir haben noch 14 Spiele. Auch gerade gegen die Mannschaften aus den Topvier haben wir gezeigt, dass wir punkten können. Auch dass wir in fast jedem Spiel in dieser Saison hätten punkten können, gibt uns Hoffnung und Selbstvertrauen, dass wir unser Ziel noch schaffen können."

Martin Schymainski hatte die letzte Niederlage im alten Jahr auch gestern noch nicht verdaut." Das Spiel und das Ergebnis muss man erst mal sacken lassen. Aus dem Loch müssen wir erst mal wieder rauskommen. Es war aber unsere eigene Schuld, dass wir nicht gewonnen haben. Wir geben aber nicht auf, solange wir die Play-offs noch schaffen können. Hier wird bis zum letzten Spieltag gekämpft und gefightet. Wir sind jetzt gefordert und müssen gleich gegen Straubing mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Als Mannschaft werden wir alles geben, um unser Ziel noch zu schaffen, in den 14 Spielen gibt es noch genügend Punkte zu holen." Er selbst will seine Torflaute der vergangenen Wochen abhaken: "Neues Jahr, neues Glück. Ich werde weiter Gas geben und hoffe, dass der Knoten schnell wieder platzt."

Verzichten müssen die Pinguine heute vielleicht auf Christoph Gawlik, der sich in Iserlohn im letzten Drittel verletzt hatte und gestern nicht trainierte. Die Entscheidung fällt heute nach dem Pre-Game-Skating. Fällt er aus, wird Martin Ness seinen Platz zwischen Grygiel und Miller einnehmen. Matt MacKay wird dann die vierte Reihe auffüllen. Im Tor bekommt Patrick Klein das Vertrauen des Trainers. Dimitri Pätzold hätte sicher auch gerne gegen seine Ex-Kameraden aus Straubing gespielt. Keine Aktivitäten gab es bei den Pinguinen gestern auf dem Transfermarkt. Es wird weiter nur sondiert.

(RP)