Krefeld Pinguine: Pätzolds dritter Frühling im Winter

Goalie-Oldie: Pinguine Keeper Pätzold erlebt seinen dritten Frühling

Der Torwart der Pinguine besitzt einen großen Anteil an der Siegesserie. Zum letzten Mal gewannen die Schwarz-Gelben in der Saison 2012/13 sechs Mal in Folge. Für Riefers besteht jetzt kein Grund abzuheben.

Die Fans der Pinguine schweben derzeit auf Wolke sieben. Sechs Siege in Folge lassen die sechs Niederlagen zuvor gerne vergessen. Zuletzt gab es in der Saison 2012/13 unter Trainer Rick Adduono so viele Siege in Folge. Damals waren es zwischen dem 16.11. und 18.12. sogar deren zehn. Danach folgte eine Niederlage in Mannheim und dann bis zum Jahresende noch einmal vier Erfolge. Da grüßten die Schwarz-Gelben von der Tabellenspitze und beendeten die Hauptrunde als Dritter.

Jetzt wären die Fans schon glücklich, wenn die Pre-Play-offs erreicht würden. Derzeit sieht es bei 13 Punkten Vorsprung vor Nürnberg gut aus. Zwar stehen für die Franken noch die Nachholspiele in Düsseldorf und gegen Iserlohn aus, doch in den beiden direkten Duellen gegen die Ice Tigers könnten die Schwarz-Gelben schon mal mit einem Auge auf die Play-off-Termine schielen.

Einer der jüngsten Erfolgsgaranten ist neben der ersten Sturmreihe Torwart Dimitri Pätzold. Der 35-jährige Routinier erlebt momentan seinen dritten Frühling. Genauso stark war er einst in der AHL bei den Cleveland Barons (2003-05) oder in der Saison 2009/10 in Ingolstadt, wo er mit den Panthern von Tabellenplatz sieben aus erst im Play-off-Halbfinale gegen den späteren Meister Hannover ausschied und insgesamt in der Hauptrunde 54 Mal und in allen zehn Play-off-Spielen im Tor stand. „Der Sieg gegen Augsburg war der Brustlöser für uns. Das hat uns Selbstvertrauen gegeben. Vorher haben wir auch nicht schlecht gespielt, aber da haben wir die Tore nicht geschossen.“

Natürlich ist er froh, dass es für ihn derzeit so gut läuft, vergisst dabei aber nicht den Teamkollegen im Tor: „Für Ilya ist das sicher keine einfache Situation, aber das ist halt im

Profisport so. Wenn es anders herum wäre, müsste ich das auch akzeptieren. Ob ich gerade meine beste Zeit in Krefeld habe, weiß ich nicht, es ist alles eine Frage der Wahrnehmung und der Ergebnisse. Im Augenblick haben wir Erfolg, dann sieht es gut aus. In der vergangenen Saison hatte ich auch eine gute Phase, aber da haben wir die Spiele meistens knapp verloren oder in der Verlängerung nicht den Zusatzpunkt geholt.“

Für Philip Riefers, der gegen Berlin mit seinem Treffer das Zittern der Fans beendete, waren die sechs Niederlagen in Folge kein Beinbruch: „Da war auch nicht alles schlecht. In den vergangenen sechs Spielen haben wir den Puck aber immer zur rechten Zeit ins Tor gebracht und vor allem Dimi hat einen guten Job gemacht. Das notwendige Glück hatten wir auch auf unserer Seite, und wir haben es als Mannschaft verstanden, unsere Chancen zu nutzen. Wenn es uns gelingt, weiter unsere Spiele zu gewinnen, wollen wir in der Tabelle natürlich die Leiter noch etwas höher klettern, das gibt uns bessere Chancen in den Play-offs. Zunächst heißt es aber, Nürnberg auf Distanz zu halten. Es gibt keinen Grund abzuheben. Wir müssen jetzt die Woche nutzen, um mal wieder etwas runterzufahren und auf dem Boden zu bleiben.“

Nach dem Mamutprogramm der vergangenen zwei Wochen braucht die Mannschaft dringend eine Verschnaufpause. Denn am Freitag kommt der Deutsche Meister München in die Yayla-Arena. Dann sollen am Ende die berühmten „Sieben auf einen Streich“ zu Buche stehen. Dann könnte Stürmer Mathias Trettenes wieder zur Verfügung stehen. der Mittwoch ins Training einsteigen soll. Adrian Grygiel und Patrick Seifert fehlten am Sonntag gegen Berlin, obwohl sie nicht verletzt oder krank waren und nur elf Stürmer zur Verfügung standen. Trainer Brandon Reid sagte nach dem Spiel dazu: „Beide waren zuletzt nicht so in Form, wie wir uns das vorstellen. Wir waren der Meinung, dass wir mit dem Aufgebot für das Berlin-Spiel die größte Chance besitzen, drei Punkte zu holen.“

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