1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

Krefeld Pinguine: Pätzold rettet im dritten Drittel den Punkt

Krefeld verliert ein hartumkämpftes Derby : Pätzold rettet im dritten Drittel den Punkt

Der Torwart der Krefeld Pinguine war am Freitagabend im Derby bei der DEG der beste Akteur seiner Mannschaft. In den ersten 40 Minuten ließen die Schwarz-Gelben einige Großchancen aus. Sonntag ist Meister Mannheim zu Gast.

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel am Mittwoch in Nürnberg mussten sich die Pinguine im Rather ISS-Dome dem rheinischen Rivalen Düsseldorfer EG mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Vor 9458 Zuschauern führten die Krefelder bis zur 48. Minute mit 1:0, taten aber im Schlussdrittel zu wenig für die Offensive und mussten nach dem Ausgleich der Hausherren bis zum Ende der regulären Spielzeit um den einen Punkt zittern. Am Sonntag steigt dann um 16.30 Uhr in der Yayla-Arena der erste Saisonhöhepunkt für die Schwarz-Gelben, wenn Meister Adler Mannheim zu Gast ist.

Wie erwartet kehrte Laurin Braun nach überstandener Oberkörperverletzung in den Kader zurück und rückte gleich in die erste Sturmreihe an die Seite von Daniel Pietta und Chad Costello. Grant Besse spielte wie schon im letzten Abschnitt in Nürnberg in der zweiten Sturmreihe mit Jeremy Welsh und Vinny Saponari. Auch Sturmreihe drei und vier stellte Trainer Brandon Reid neu zusammen. Der erfahrene Kai Hospelt führte die Formation mit Jacob Lagace und Philipp Kuhnekath an. Zu Center Arturs Kruminsch gesellten sich Niklas Postel und Travis Ewanyk.

Zur Änderung in der ersten Angriffsreihe sagte Trainer Reid vor dem Spiel im RP-Gespräch. Ich will die Last des Toreschießens auf mehrere Reihen verteilen. Im ersten Angriff möchte ich aber nicht an Geschwindigkeit einbüßen, deshalb rückt Braun zu Pietta und Costello.“ Braun hatte bereits nach wenigen Sekunden die Chance zur Führung, bekam aber den Puck nicht richtig unter Kontrolle. Die Pinguine blieben am Drücker. Vinny Saponari und Jeremy Welsh scheiterten an Torwart Niederberger. Es dauerte fast zehn Minuten, ehe Torwart Dimitri Pätzold bei einem Schuss von Barta Gefahr drohte. In der 12. Minute sorgten die Pinguine dann für eine Düsseldorfer Saisonpremiere. Denn Kai Hospelt sorgte in Überzahl dafür, dass die DEG in Unterzahl auf eigenem Eis ihren ersten Gegentreffer kassierte.

Die Gastgeber drängten auf den schnellen Ausgleich, den Pätzold bei einer sehr guten Einschussmöglichkeit für Nowak verhinderte. Die Krefelder spielten weiter sehr gut mit. Daniel Pietta scheiterte mit einem Rückhandschuss am Torwart (17.), ebenso Garrett Noonan in der letzten Sekunde des Drittels.

Nur 20 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da zielte Barta aus guter Position knapp am rechten oberen Eck vorbei. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes und interessantes Match. Die Schwarz-Gelben hielten sich bei einer Strafe gegen Mike Schmitz schadlos. Beide Torhüter bekamen reichlich zu tun. Pietta und Ewanyk tauchten frei vor Niederberger auf, der mit Glanztaten den nächsten Krefelder Treffer verhinderte. Auf der anderen Seite machte Pätzold die kurze Ecke gut zu, als Bukarts den Puck über die Linie stochern wollte. Die Pinguine vergaben dann bei ihrer zweiten Überzahl das 2:0. Als die DEG gerade wieder komplett war, traf Adam den Pfosten und Pätzold war bei einer Großchance von Barta blitzschnell mit dem Schoner zur Stelle.

Im Schlussdrittel drängte die DEG mit Macht auf den Ausgleich. Und als sich die Pinguine eine unnötige Bankstrafe (zu viele Spieler auf dem Eis) einhandelten, stocherte Adam den Puck über die Linie. Die Krefelder verpassten anschließend in Überzahl die erneute Führung und konnten sich bis zur 60. Minute bei Pätzold bedanken, dass sie nicht ohne Punkt blieben mussten. Nach torloser Verlängerung fiel die Entscheidung im Penaltyschießen. Für die DEG trafen Flaake und Nehring, für die Pinguine nur Saponari. Braun und Besse scheiterten an Torwart Niederberger.