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Krefeld Pinguine: Oleg Shilin Torwart Nummer 1.3

Donnerstag gegen Iserlohn : Oleg Shilin Torwart Nummer 1.3

Bei der Niederlage in Mannheim war der Goalie ein sicherer Rückhalt im Team der Pinguine. Die Frage, ob er auch am Donnerstag im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters im Tor steht, wollte der Trainer am Mittwoch nicht beantworten.

So richtig freuen konnten sich die Pinguine am Dienstagabend in Mannheim nach ihrem ersten Punktgewinn nicht. „Eigentlich sind wir mit dem Punkt nicht wirklich zufrieden, weil wir schon 2:0 geführt haben. Aber nach den vergangenen Spielen sind wir froh, dass wir etwas mitgebracht haben. In den ersten Saisonspielen sind wir wie ein Hühnerhaufen herumgelaufen. Heute haben wir strukturiert gespielt. Die drei Trainer haben uns gut eingestellt“, sagte Doppeltorschütze Alexander Weiß nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung.

Es waren in erster Linie die taktische Marschroute und die Einstellung der Mannschaft, dass endlich zu erkennen war, dass die Schwarz-Gelben nicht schon wieder als Schießbude der Liga für Aufsehen sorgen. Davon profitierte natürlich auch Torwart Oleg Shilin, der deutliche weniger Schüsse auf sein Tor bekam als bei den drei Pleiten zuvor. Trotzdem strahlte der 30-jährige Russe mit deutschem Pass mehr Ruhe aus als seine beiden Teamkollegen und wirkte auch sicherer. Er ist zweifelsohne die Nummer 1.3. Denn weder Sergei Belov noch dem jungen Nikita Quapp ist diese Rolle unumstritten zuzutrauen. Shilin besitzt mit seinen neun KHL-Einsätzen und 152 Spiele in der VHL die meiste Erfahrung der drei Krefelder Torhüter.

Cheftrainer Clark Donatelli musste sich das Spiel krankheitsbedingt zu Hause vor dem Fernseher anschauen. „Es ist schwierig aus der Entfernung die Energie der Mannschaft zu erkennen. In den drei Tagen vor dem Spiel haben wir am System gearbeitet. Unsere Defensivarbeit haben wir umgestellt. Wir sind nicht ganz zufrieden, aber ein Punkt ist auch nicht so schlecht. Mannheim ist ein Top-Team. Wir haben gezeigt, dass wir über 60 Minuten unseren Gameplan einhalten können. Die Spieler haben auch mentale Stärke gezeigt“, sagte der Amerikaner am Mittwoch.

Wenn die Mannschaft an die Leistung von Mannheim anknüpft, müsste es am Donnerstag im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters (erstes Bully 19.30 Uhr) mit dem ersten Saison-Sieg klappen. „Iserlohn ist ein starkes Team. Die Mannschaft ist ähnlich strukturiert wie wir. Wir müssen auf unseren Matchplan schauen und Iserlohn unser Spiel aufdrücken“, sagte Donatelli.

Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen waren die Sauerländer einigermaßen gut aus den Startlöchern gekommen und sorgten am Mittwochabend mit einem 2:1-Heimerfolg nach Verlängerung gegen die Roten Bullen aus München am Seilersee für ein Ausrufungszeichen. Dass die Roosters 24 Stunden später zum kleinen Westderby in der Yayla-Arena antreten müssen, ist angesichts einer normalen Saisonplanung ohne Corona-Hintergrund ungewöhnlich, kann aber ür die Pinguine ein kleiner Vorteil sein, wenn sie mit vier Reihen Tempo machen. Aber bisher bekamen die jungen Stürmer des Teams kaum Eiszeit. Gegen Köln stellte Donatelli schnell auf drei Reihen um, was Sergey Saveljev hinterher kritisierte. In Mannheim ließen er und seine beiden Mitstreiter hinter der Bande das Nachwuchs-Trio Hauf/Volek/Rutkowski ebenfalls lange auf der Bank schmoren, das weniger als drei Minuten auf dem Eis stand.

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Die personelle Lage der Pinguine ist so gut wie unverändert. Torwart Belov hat wieder ohne Probleme trainiert und dürfte zum Kader gehören. Denn Saveljev hatte ja bereits am Montag erklärt, Quapp eine Pause zu gönnen. Wieder im Training ist Nikita Shatsky. Der russische Stürmer wurde bisher nicht lizenziert und trainiert derzeit beim Oberligateam des KEV mit. Die Entscheidung über eventuelle Einsätze im U23-Team liegt bei den Verantwortlichen des KEV, so hieß es am Mittwoch auf der Pressekonferenz der Pinguine.