Krefeld Pinguine: Neuzugang Justin Hodgman will Titel gewinnen

Aufbruchstimmung bei den Krefeld Pinguinen : Justin Hodgman träumt vom Titel

Justin Jodgman, der neue Kanadier der Krefeld Pinguine, soll eine der Topreihen führen. Die Saison geht er sehr selbstbewusst an und spricht gar von der Meisterschaft. In Finnland drang er einst mit dem Letzten des Vorjahres bis ins Finale vor.

Der Optimismus im Lager der Pinguine vor der kommenden Saison ist groß. Das zeigt sich sowohl in den Äußerungen von Verantwortlichen und Fans, als auch im Kartenverkauf. Bereits Ende Mai verkündeten die Schwarz-Gelben, dass sie bereits mehr Dauerkarten verkauft hätten, als im Vorjahr. Diese Aufbruchsstimmung rund um die Westparkstraße hat viele Gesichter. Eines davon ist Justin Hodgman. Der Center gehört zu den Spielern, die auf eine durchaus beeindruckende Vita zurückblicken.

Er kratzte an der Marke von einem Punkt pro Spiel in der ersten finnischen Liga, übertraf diese in der nordamerikanischen ECHL, spielte überdies erfolgreich in Schweden, der KHL, der AHL und sogar der NHL. Es lässt sich also ohne Übertreibung sagen: Justin Hodgman ist von vorne weg in den stärksten Ligen der Welt aufgelaufen. Dabei ist er aber kein reiner Offensivspieler, sondern erledigt auch seine defensiven Aufgaben, was sich auch daran zeigt, dass er über seine Karriere zumeist eine positive Plusminus-Statistik aufwies.

In den derzeitigen Planspielen geht Trainer Brandon Reid davon aus, dass Hodgman als Center der zweiten Reihe auflaufen wird. Wobei sich der Trainer gegen den Begriff wehrt. „Ich gehe davon aus, dass wir in der kommenden Saison zwei gleichwertige erste Reihen haben werden. Die eine soll Daniel Pietta führen, die andere Justin Hodgman“, sagt der Übungsleiter. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, eine Reihe aus den drei Neuzugängen Hodgman, Grant Besse und Jacob Lagacé zu bilden. In diesem Fall würde vermutlich Jeremy Welsh die Position an der Seite von Pietta und Chad Costello einnehmen. Über solche Planspiele aber zuckt Reid nur mit den Achseln. „Das werden wir in der Vorbereitung sehen“, antwortet der Kanadier knapp.

Hodgman selbst sieht seiner nächsten Europastation sehr optimistisch entgegen und freut sich vor allem auf die Fans in Krefeld und der DEL insgesamt. „Ich habe von vielen Seiten gehört, wie toll die Atmosphäre in deutschen Eishallen ist. Ich kann es kaum abwarten, vor dieser Stimmung zu spielen“, sagt er und seine Stimme bekommt tatsächlich einen anderen Klang. Und auch vom Niveau der Liga ist der 31-Jährige überzeugt. „Das Deutsche Eishockey hat nicht erst bei Olympia für Aufsehen gesorgt. Der Draft von Moritz Seider an Position 6 direkt aus der DEL zeigt: Die Liga ist absolut konkurrenzfähig“, ist der 1,85 Meter große und 92 Kilogramm schwere Rechtsschütze überzeugt.

Übrigens ist Hodgman einer der wenigen Pinguine-Neuzugänge, die bislang noch keine Meisterschaft feiern durften. Im Jahr 2012 stand er kurz davor und mit den Pelicans in Finnland im Finale. „Das Team war in der Saison davor fast abgestiegen und wir haben einen unglaublichen Lauf hingelegt. Leider hat es für den ganz großen Coup nicht gereicht“, erzählt der Neuzugang. Eine ähnliche Geschichte will er nun in Krefeld schreiben. „Wir haben eine gute Mannschaft und ich bin an einem Punkt meiner Karriere, wo mir ein Titel fehlt“, sagt Hodgman. Ob das realistisch ist, wird die Zukunft zeigen. Selbstbewusst ist der Kanadier jedenfalls.

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