1. Sport
  2. Eishockey
  3. Pinguine

Krefeld Pinguine nach 2:3-Niederlage gegen Nürnberg stürzen auf Abstiegsplatz

2:3-Niederlage gegen Nürnberg : Pinguine stürzen auf Abstiegsplatz

Die Krefelder unterlagen am Mittwoch im Heimspiel gegen Nürnberg mit 2:3. 2200 Zuschauer sahen ein Match auf mäßigem Niveau. Dabei hatten die Schwarz-Gelben die Mehrzahl der Torchancen, waren aber im Abschluss glücklos.

Die Pinguine befinden sich durch die 2:3-Heimniederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers wieder im Tabellenkeller der DEL. In einem Match auf mäßigem Niveau mit vielen Fehlern auf beiden Seiten standen am Ende für die Krefelder zwar mehr Torschüsse (40:25) zu Buche, doch im Abschluss fehlte der letzte Biss oder auch Glück. Dazu war Gäste-Torwart Treutle ein starker Rückhalt seines Teams. Für die Pinguine steht am Freitag in München eine schwere Aufgabe bevor, ehe dann am Sonntag in der Yayla-Arena die DEG zum Derby zu Gast ist.

Die neue 2G-Regel wirkte sich nicht negativ auf den Zuschauerzuspruch aus. Mehr Fans wären wahrscheinlich auch sonst nicht zu diesem Kellerduell gekommen. Die KEV-Fans der Nordtribüne war das egal. Sie unterstützten ihre Mannschaft von Beginn an lautstark und wären nach drei Minuten beinahe mit dem Führungstreffer durch Anton Berlyov belohnt worden. Doch er scheiterte an Torwart Treutle, der gerade seinen Vertrag in Nürnberg verlängert hatte. Dagegen nutzten die Ice Tigers gleich ihre erste Torchance. Kapitän Patrick Reimer traf aus kurzer Distanz ins kurze obere Eck. Jesper Jensen-Aabo hatte den Torjäger nicht stoppen können. Mirko Sacher versuchte vergeblich, den Schuss noch zu blocken. Für Reimer war das der 797. Scorerpunkt in der DEL und zog damit mit dem bis dahin alleine führenden Daniel Kreuzer gleich.

Die Gäste strahlten bis zur ersten Pause mehr Torgefahr aus als die Pinguine. Ihr Torjäger Stoa, den Krefelds Multifunktionär Sergey Saveljev im Sommer verpflichten wollte, der aber zu teuer gewesen sein soll, vergab eine Riesenchance zum 2:0 (15.). Krefelder Torchancen blieben Mangelware. Das Forechecking funktionierte so gut wie nicht. Dafür hielten sie sich bei Strafen gegen Justin Volek und Jeremy Bracco schadlos.

Die Nürnberger eröffneten mit einer Restüberzahl das Mitteldrittel. Als beide Teams wieder komplett waren, verhinderte Torwart Oleg Shilin gegen Stoa mit einer Glanztat das 0:2. Seine Vorderleute kamen danach besser ins Spiel und waren dem Ausgleich nahe. Sie konnten eine doppelte Überzahl für 27 Sekunden nicht nutzen. Aber als in der 31. Minute erneut ein Nürnberger in die Kühlbox musste, sorgte Thomas Valkvæ Olsen nach schöner Vorarbeit von Lucas Lessio und Robert Sabolic für das längst überfällige 1:1. Die Offensive der Ice Tigers stockte bis zur zweiten Pause. Erst Sekunden vor der Sirene prallte der Puck von der Bande vor das Krefelder Tor. Kisunger kam zum Schuss, doch Shilin war zur Stelle.

  • Für Trainer Igor Zahkarkin, hier links
    „Es fehlen noch Kleinigkeiten“ : Pinguine-Trainer Zakharkin feilt am Spielsystem
  • Lars Jagieniak ist am gegnerischen Kreis
    3. Handball-Bundesliga : Lars Jagieniak überrascht seinen Trainer
  • Patrick Franziska bei Olympia 2021 (Archiv).
    Tischtennis-WM : Patrick Franziska souverän weiter – Nina Mittelham schon raus

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel gingen die Gäste zu Beginn des Schlussdrittels wieder in Führung. Volek verlor das Bully gegen Stoa. Der Puck kam zu Brown, der mit einer Direktabnahme ins lange obere Eck traf (43.). Weil die Pinguine ihre nächste Überzahl nicht nutzen konnten, rannten sie weiter dem Rückstand hinterher. Trainer Igor Zakharki reduzierte den Angriff auf drei Reihen. Lewandowski rückte für Blank zu Bergström und Weiß. Pech hatte Niclas Lucenius, als er den Puck im Slot mit der Rückhand durch die Beine gegen den langen Pfosten schob (50.). Berlyov scheiterte am sehr sicheren Treutle (52.).

Statt des Krefelder Ausgleichs sorgten die Nürnberger noch für ein historisches DEL-Ereignis. Beim Überzahltreffer durch Stoa gab Reimer die Vorlage und führt nun mit 798 Punkten alleine die ewige Scorer-Tabelle der Liga an. Alle Nürnberger Spieler einschließlich Ersatztorwart stürmten aufs Eis und gratulierten Reimer. Das Spiel war entschieden. Der Anschlusstreffer durch Bracco in der letzten Minute kam zu spät.

„Wir sind sehr glücklich mit den drei Punkten, mehr kann man zu diesem Spiel kaum sagen. Glückwunsch an Patrick Reimer, das ist eine überragende Leistung. Ich wünsche ihm, dass er noch lange in der DEL spielen kann“, sagte Nürnbergs Sportdirektor Stefan Ustorf nach dem Spiel.

„Wir haben viele Risikoschüsse gemacht. Aber Torwart Treutle hat heute sehr gut gehalten. Mit der Offensive sind wie mehr zufrieden als nach dem Spiel gegen Bremerhaven. Wir müssen uns jetzt für das schwere Auswärtsspiel am Freitag in München vorbereiten. Auch wir gratulieren Patrick Reimer zu dieser stolzen Bilanz“, sagte Sergey Saveljev.