Krefeld Pinguine - Matthias Roos im Interview: „Ich schaue derzeit nur auf Platz zehn“

Pinguine-Sportdirektor Roos im Interview: „Ich schaue derzeit nur auf Platz zehn“

Die Pinguine haben nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen die Pre-Play-offs fest im Visier. Für Sportdirektor Matthias Roos sind die beiden ausstehenden Duelle gegen Nürnberg die Schlüsselspiele.

Zehn Punkte aus vier Spielen. Sind Sie mit dieser Bilanz zufrieden?

Matthias Roos Nicht ganz. Ich bin mit der Leistung in Straubing ähnlich wie in Iserlohn nicht einverstanden. Die Tigers waren im zweiten Drittel klar besser. Da hatten wir keinen klaren Spielaufbau und haben zu viele Zweikämpfe verloren. Der Anschlusstreffer aus dem Nichts hat uns ins Spiel zurück gebracht. Im letzten Drittel waren wir das bessere Team und dem vierten Treffer näher als die Straubinger dem Ausgleich.

Was bedeutet Ihre Analyse für das Spiel in Wolfsburg?

Roos Dort muss unser Ziel sein - und das erwarte ich auch von der Mannschaft - über 60 Minuten unser bestes Eishockey zu spielen. Nur dann haben wir eine Chance, die Punkte mitzunehmen.

Die Chancen auf einen Platz in den Pre-Play-offs ist nach vier Siegen doch wieder besser.

Roos Wir haben dadurch die Konkurrenz unter Druck gesetzt und es weiter selber in der Hand. Ich schaue derzeit nur auf Platz zehn. Nürnberg ist unser Hauptkonkurrent. Wir haben gegen die Ice Tigers bisher beide Saisonspiele gewonnen. Sollte uns das auch in den beiden restlichen Spielen gelingen, sind wir ein Stück weiter. Das sind für mich Schlüsselspiele. Wichtig ist, dass in den Duellen gegen Straubing, Iserlohn und auch Mannheim das Glück wieder auf unserer Seite war, das wir davor in vielen Spielen nicht hatten.

Rechnen Sie damit, dass sich die kleine Siegesserie für das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen Berlin positiv auf den Zuschauerzuspruch auswirkt?

Roos Wir haben über 1000 Karten nach Berlin geschickt, weil die Eisbären eine Sambafahrt nach Krefeld starten. Ich rechne mit deutlich über 5000 Zuschauern. Wenn wir in Wolfsburg gewinnen sollten, dann wird bei unseren Fans die Vorfreude auf das Spiel noch steigen. Vielleicht knacken wir dann die 6000er-Marke.

Das Gespräch führte Josef Hermanns.

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