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Krefeld Pinguine: Martins Karsums kommt, Vinny Saponari bleibt

Angriff wird verstärkt : Pinguine verpflichten Karsums, Saponari bleibt

Der 34-jährige Lette Martins Karsums absolvierte 560 Spiele in der KHL und 24 in der NHL. Mit dem Deutsch-Amerikaner Vinny Saponari konnte sich Sergej Saveljev einigen. Brett Olson ist am Mittwoch gegen Iserlohn dabei.

Eigentlich hatte Sergej Saveljev das Thema Neuzugänge in der vergangenen Woche mit der Verpflichtung von Filips Buncis abgeschlossen. Doch als ihm kurzfristig mit Martins Karsums ein für die aktuellen Krefelder Verhältnisse preiswerter Top-Stürmer angeboten wurde, schlug er sofort zu. „So einen Spieler bekommt man sonst nicht so günstig. Er stellte in der KHL in jeder Saison seine Torgefahr unter Beweis und wird eine wichtige Rolle dabei spielen, unsere schnellen und jungen Spieler zu entwickeln. Ich glaube, er wird in dieser Saison einer der Top-Spieler der Liga sein“, sagte der Geschäftsführer am Dienstag.

Er konnte zudem noch eine weitere positive Nachricht vermelden. Vinny Saponari bleibt nun doch bei den Pinguinen. „Nach einem Gespräch haben wir uns entschieden, die Zusammenarbeit fortzusetzen. Das ist für beide eine Win-Win-Situation“, erklärte Saveljev. Vermutlich hat der Deutsch-Amerikaner keinen neuen Verein gefunden und in Krefeld jetzt dem Gehaltsverzicht zugestimmt.

Mit Martins Karsums stößt ein alter Haudegen zum Team. Den fast 35-jährigen Letten zog es bereits als Junior nach Kanada, wo er für die Moncton Wildcats in der Québec Major Junior Hockey League in 60 Spielen auf 53 Scorerpunkte (30/23) kam. Über die AHL schaffte er es bis in die NHL, wo er für Boston und Tampa Bay insgesamt auf 24 Einsätze kam. 2009 zog es ihn zurück nach Lettland. Seitdem spielte er in der russischen Topliga KHL für Riga sowie Dynamo und Spartak Moskau. Mit seinen 1,77 Metern und 95 Kilo gilt der Rechtsschütze als echtes Kraftpaket und gilt in seiner Heimat als Maschine. Auf dem Krefelder Eis stand er bereits im November beim Deutschland Cup für die Auswahl Lettlands. Seitdem war er auf der Suche nach einem neuen Verein.

„Martins ist ein sehr guter Spieler und ein harter Arbeiter. Für uns ist er beim Powerplay, im Training und in der Kabine sehr wertvoll“, sagte Trainer „Mike“ Svarinskis, der in der Jugend zusammen mit Karsums bei Priszma Riga und in der U18 Lettlands spielte. Der zweifache Vater traf am Dienstagabend ohne seine Familie am Niederrhein ein und erhielt einen Vertrag bis zum Saisonende.

Wenn die Pinguine am Mittwoch um 20.30 Uhr die Iserlohn Roosters zu ihrem ersten DEL-Heimspiel der neuen Eiszeit empfangen, sitzt Karsums auf der Tribüne. Mit ihm wurde die elfte und damit letzte Lizenz für einen Kontingentspieler vergeben. Das sorgt für ein gewisses Risiko. Denn wenn sich Torwart Sergei Belov schwer verletzt und länger ausfällt, kann für diese wichtige Position kein brauchbarer Ersatz als Import-Goalie mehr verpflichtet werden. „Wir vertrauen Marvin Cüpper und Nils Kapteinat. Zudem wird Nikita Quapp in Ravensburg demnächst Einsätze bekommen“, erklärte Saveljev.

Da Belov gegen die Roosters im Tor stehen wird, muss neben Karsums ein weiterer Import auf die Tribüne. Nach Lage der Dinge wird es einen der beiden Verteidiger Christian Bull oder Kristofers Bindulis treffen. Denn der Coach legte sich bei den vier Sturmreihen am Mittwoch wie folgt fest: „Saponari/Olson/Buncis, Tyanulin/Postel/Schymainski, Klöpper/Blank/Shatsky, Niederberger/Petrakov/Lessio. Ob Philipp Kuhnekath als 13. Stürmer oder in einer Sturmreihe aufläuft, will der Trainer nach dem Abschlusstraining entscheiden. Mit der Rückkehr des angeschlagenen Stürmers Laurin Braun rechnet der Coach spätestens in der ersten Januar-Woche. Aber vielleicht steht der Ex-Berliner schon am kommenden Montag im Auswärtsspiel bei den Eisbären wieder auf dem Eis.