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Krefeld Pinguine: Martin Schymainskis Fazit nach dem Saisonende

Saison-Fazit von Pinguin-Urgestein Schymaniski : „Das war eine Knochensaison“

Bei den Krefeld Pinguinen begann unmittelbar nach dem letzten Spiel am Sonntag gegen München die Aufarbeitung der Saison. Für Kapitän Torsten Ankert ist die Serie mit neun Niederlagen in Folge mit ein Grund für das verpasste Saisonziel.

Applaus schallte am frühen Sonntagabend nach der 1:4-Niederlage gegen München aus der Kabine der Pinguine . Der galt Trainer Pierre Beaulieu, der seinen Spielern gratulierte, dass sie unter seiner Regie bis zuletzt alles gegeben haben, um vielleicht doch noch für ein großes Wunder zu sorgen. Zuvor hatten seine Schützlinge ziemlich deprimiert auf den Bänken gehockt. Schließlich findet die geilste Zeit einer Saison für die meisten Spieler schon wieder ohne sie statt.

Da der Play-off-Zug schon länger an Krefeld vorbeigefahren war, fiel es den Akteuren auch nicht schwer, die Saison zu analysieren. Schließlich war ja schon seit dem Heimspiel gegen Straubing rein rechnerisch nichts mehr drin. Für Torsten Ankert war ist es nun die zweite Spielzeit ohne Play-offs. Zuletzt hatte er in der Saison 17/18 mit Wolfsburg in den Play-offs gestanden. „Es war eine turbulente Saison. Das Hickhack um die Organisation war sicherlich nicht förderlich. Man muss aber auch sagen, dass die Tabelle nach 52 Spieltagen nicht lügt. Wir haben nicht konstant genug gespielt und hatten zu selten gute Phasen. Unterm Strich hat uns die Serie mit neun Niederlagen in Folge gekillt. Ansonsten wäre es am Ende sicher noch mal eng geworden und wir hätten um Platz 10 mitmischen können“, sagte der Kapitän, nachdem er nach dem Spiel noch sehr lange mit seinen Teamkollegen in der Kabine gesessen hatte.

Dennoch kann er wenigstes dem letzten Saisonteil noch etwas Positives abgewinnen: „Nach dem Trainerwechsel wurden wir konstanter. Obwohl Pierre ganz alleine war, hat er das gut gemacht. Er hat an einigen Stellschrauben gedreht und einiges verändert. Die Mannschaft ist dann gut aufgetreten. Das soll aber kein Nachtreten gegen Brandon Reid sein, für ihn war es auch nicht einfach. Es war vom Saisonbeginn an schon schwer für alle, Brandon hat auch jeden Tag hart gearbeitet. Es ist halt so im Sport, wenn es nicht läuft, muss der Trainer den Kopf hinhalten. Danach haben wir eigentlich konstant gepunktet.“

Auf die fünften Play-offs in Folge muss Urgestein Martin Schymaniski verzichten, der am Sonntag nach dem Spiel von den Fans gefeiert wurde. „Das war eine Knochensaison, sowohl auf dem Eis als auch das ganze Drumherum. Im Oktober haben wir die Play-offs verspielt. Für alle Beteiligten für Fans, Spieler und Offizielle war es eine Saison zum vergessen. Alle haben graue Haare bekommen. Es war auch zu viel los, was nichts mit Eishockey zu tun hatte“, sagte die Kampfmaschine der Pinguine. Für ihn war es mit dem Achillessehnenriss während der Saisonvorbereitung und dem Mittelhandbruch aus dem Straubingspiel auch persönlich eine Knochensaison: „So lange zuschauen zu müssen, das war für mich die Höchststrafe. Meine Handverletzung war dann der Deckel oben drauf. Ich schaue jetzt, dass meine Hand wieder in Ordnung kommt. Im Sommer will ich dann vergessen, was alles war und neu angreifen.

Da Schimmi und Ankert in Krefeld bleiben, blickten sie am Sonntag auch in die Zukunft. „Ich wünsche mir, dass sich die neue Gesellschafterstruktur bald klärt und der Etat für die neue Saison steht. Weil im nächsten Jahr der Abstieg kommt, werden alle Mannschaften noch mal gut investieren. Wir haben eigentlich mit unseren tollen Fans und der schönen Halle eine gute Basis. Der Kader für die neue Saison muss aber breiter aufgestellt werden, um die Last auf mehreren Schultern zu verteilen. Wenn wir mehr Tiefe im Kader haben, bekommen wir sicherlich auch mehr Konstanz rein“, erklärte der Kapitän. Publikumsliebling Schymainski hofft, dass hinter den Kulissen jetzt endlich „schnell Ruhe einkehrt“: „Am Ende Tages stehen wir aber auf dem Eis. Ich hoffe, dass neue Spieler dazukommen, die dann auch eine bestimmte Rolle ausfüllen. Wir müssen als Team schnell zusammen wachsen. Ich hoffe, dass wir nächste Saison zumindest Platz zehn erreichen.“

Ob auch Grant Besse weiter zum Kader gehört, scheint noch nicht klar zu sein, obwohl die Pinguine eine Option für eine Vertragsverlängerung besitzen sollen. Auf die Frage nach seiner Vertragssituation antwortete der kanadische Stürmer am Sonntag: „Dazu kann ich noch nichts sagen. Da müsste man mal bei Mathias Roos nachfragen.“ Doch der Sportdirektor wollte am Montag dazu nichts sagen. Eventuell will er noch vor der Saisonabschiedsparty am Freitag personelle Entscheidungen treffen.