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Krefeld Pinguine: Magenta-Sport-Cup ist eine Wundertüte

Vorbereitung war für die Pinguine zu kurz : Magenta-Sport-Cup ist eine Wundertüte

Nach der kurzen Vorbereitung ist eine realistische Einschätzung, wie sich die Krefeld Pinguine bei diesem Turnier schlagen werden, kaum möglich. Wer am Mittwoch in Bremerhaven auflaufen wird, entscheidet sich vor der Abfahrt.

Mihails Svarinskis, einer der beiden neuen Co-Trainer der Pinguine, zuckte am Dienstag bei der Video-Pressekonferenz vor dem Spiel am Mittwoch (19.30 Uhr) in Bremerhaven nur kurz mit den Schultern, als er nach der möglichen Aufstellung der Mannschaft gefragt wurde. „Wir trainieren morgen vor der Abfahrt noch einmal und entscheiden dann, wer in welcher Reihe spielen wird“, sagte der Lette. Es sei wegen der Kürze der Vorbereitung und der vielen neuen Spieler sehr schwer, die passenden Reihen zu finden: „Dazu braucht man normalerweise sechs Wochen.“ Fest steht, dass Torsten Ankert das Team an der Nordsee weiter als Kapitän aufs Eis führen wird. Seine Assistenten sind Kai Hospelt und Laurin Braun.

In sechs Wochen soll endlich die neue DEL-Saison beginnen. Daher sieht Svarinskis den Magenta-Sport-Cup als gute Vorbereitung: „Die Kondition der Spieler ist nicht optimal. Der Start in das Turnier wird schwer. Unser Plan ist, von Drittel zu Drittel zu sehen, was wir verändern müssen. Die Spieler sollen maximal nur eine Minute auf dem Eis stehen und dabei alles aus sich herausholen.“

Die Brüder Casey (rechts) und Ryan Fitzgerald trainierten am Dienstag zum ersten Mal mit der Mannschaft, sollen aber in Bremerhaven  noch nicht zum Einsatz kommen. Foto: Krefeld Pinguine

Die personelle Lage der Pinguine lässt kaum Aufschlüsse zu, wie die Formationen aussehen könnten. Der Co-Trainer gab nur bekannt, dass entweder Jonas Johansson oder Sergej Belov im Tor steht und die beiden Fitzgerald-Brüder und Josh Brook noch nicht zum Einsatz kommen werden. Letzterer wartet noch auf das Ergebnis seines Corona-Tests und konnte daher noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Die beiden Amerikaner standen am Dienstag zum ersten Mal in der Rheinlandhalle auf dem Eis. Zu den ausgeliehenen Spielern Sergej Tyanulin, Christian Bull, Philipp Kuhnekath und Alex Trivellato fehlt der angeschlagene Martin Schymainski.

Während Trainer Glen Hanlon im Angriff die Qual der Wahl hat, stellt sich die Abwehr mit Tom-Eric Bappert, Mike Schmitz, Torsten Ankert, Daniil Valitov, Kristofs Bindulis und Wade Bergmann von selber auf. Mirko Sacher, der am Wochenende noch in Freiburg war, musste sich genau wie Brooks einem Corona-Test unterziehen und kann noch nicht eingesetzt werden. Svarinskis deutete an, eventuell nur sechs Verteidiger und dafür 13 Stürmer aufzubieten. Die U23-Regel der DEL gilt für das Turnier nicht. Angetan ist der Co-Trainer im Training bisher von den Stürmern Lukas Lessio und Chris Foucault sowie Torwart Jonas Johansson und Verteidiger Bindulis. Letzterer, der beim Deutschland-Cup im Team der Letten einen soliden Eindruck hinterließ, sei ein guter Zwei-Wege-Spieler.

Für Sergey Saveljev ist der MagentaSport Cup nicht nur Vorbereitung. „Wir wollen mit einer guten Leistung die Spiele gewinnen. Dabei soll schon die neue Strategie mit schnellem und aggressivem Eishockey sowie die positive Einstellung der Mannschaft sichtbar sein“, sagte der Geschäftsführer am Dienstag. Es sei wichtig, das Turnier gesund zu überstehen: „Das wünsche ich allen Mannschaften, Familien und Fans.“

Für die Pinguine geht es im Auftaktspiel ab 19.30 Uhr (live bei Magenta-Sport) darum, die lange Negativserie von 13 DEL-Niederlagen in Folge zu beenden. Das ist in der Kabine den vielen Neuzugängen nicht verborgen geblieben. Auch für die Fischtown Pinguins war die Vorbereitung auf den Cup sehr kurz. Dort muss Trainer Thomas Popiesch sieben Neuzugänge integrieren. „Es war eine sehr lange Zeit und es ist wichtig für die Mannschaft, nun einen Termin zu haben, auf den sie hinarbeiten kann und damit auch ein Ziel vor Augen hat. Wir freuen uns wahnsinnig, dass es am Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Krefeld losgeht. Sportlich ist es zwar schwierig, eine Positionsbestimmung vorzunehmen, da wir eine zu lange Pause hatten. Aber wir wollen natürlich versuchen, dass wir in den ersten zwei, drei Spielen einfaches Eishockey spielen, so dass jeder Spieler wieder in seinen Rhythmus findet,“ sagte der Coach am Dienstag. Sein Torjäger Jan Urbas hofft trotz der mangelnden Spielpraxis auf einen erfolgreichen Turnier-Auftakt, aber dämpft gleichzeitig die Erwartungen: „Die Fans nicht im Rücken zu haben, ist ein großer Nachteil für uns.“ Gerade in der ersten Phase ist der Magenta-Sport-Cup eine Wundertüte. Man darf gespannt sein, was zum Vorschein kommt.