Krefeld Pinguine: Laurin Braun im Anflug

Die nächste Neuverpflichtung für das DEL-Team : Pinguine: Laurin Braun im Anflug

Der 28-jährige Stürmer kündigte bei der Saison-Abschlussparty des ERC Ingolstadt seinen Wechsel nach Krefeld an. Jamie MacQueen von den Eisbären Berlin wird nicht verpflichtet. Neue U23-Regel erschwert die Kaderplanung.

Langeweile ist bei den Fans der Krefeld Pinguine in der eishockeylosen Zeit bisher noch nicht aufgekommen. Die Clubführung sorgt seit dem Ende der Hauptrunde Woche für Woche für Neuigkeiten, vorrangig im personellen Bereich. Bis zum kommenden Wochenende ist mit einer weiteren Vertragsverlängerung (Arturs Kruminsch?) zu rechnen. Ferner spekulieren die Anhänger der Schwarz-Gelben darüber, mit welchen Kontingentspielern die Mannschaft noch verstärkt wird. Da bei anderen Clubs reichlich Spieler aussortiert werden, ist die Wunschliste der Fans ziemlich lang. Dazu gehört auch Stürmer Jamie MacQueen von den Eisbären Berlin. An dem fand auch Trainer Brandon Reid während der Saison schon einmal Gefallen. Doch wie an der Spree am Dienstag zu erfahren war, wird nichts aus dem Wechsel an den Niederrhein. Der Kanadier wird jetzt in Ingolstadt als Neuzugang heiß gehandelt. Das ist vielleicht ganz gut, denn MacQueen gilt bei vielen Experten als egoistischer Punktesammler.

Wie schon berichtet, wird Laurin Braun in der kommenden Saison das Trikot der Pinguine tragen. Das verriet der 28-Jährige Stürmer am vergangenen Wochenende bei der Saison-Abschlussparty des ERC Ingolstadt im Kreise von Journalisten. Der gebürtige Hesse ist eigentlich ein Berliner Junge. Insgesamt trug er zehn Jahre lang das Trikot der Eisbären, erst bei den Juniors, dann im DEL-Team. 2017 verließ er dann die Spree und wechselte zu den Panthern von der Donau. Dort fehlte er im ersten Jahr in keinem Spiel. Diese Saison kam er auf 40 Einsätze. Insgesamt stand er in der DEL schon über 500 Mal auf dem Eis. Er gilt als harter Arbeiter und mannschaftsdienlicher Stürmer, der auch in Unterzahl seine Stärken besitzt.

Aktuell liegt der Schwerpunkt bei der Kaderplanung auf der Suche nach einem torgefährlichen Center für die zweite Sturmreihe. Er soll mindestens 1,85 Meter groß und schnell sein. „Wir haben einige Kandidaten im Auge, konkrete Gespräche stehen aber noch aus. Unser Sportdirektor Matthias Roos ist derzeit ja in Nordamerika und macht nicht nur Urlaub“, sagte Wolfgang Schulz am Dienstag. Der Aufsichtsratschef ist davon überzeugt, dass der jüngste Neuzugang Jacob Lagacé eine tolle Verstärkung für die Mannschaft ist: „Ich habe ihn mir selber in Stavanger angeschaut. Und wer es in Schweden in die Topliga geschafft hat, wird in der DEL bestimmt zu den guten Kontingentspielern gehören.“ Neben einem Center wird noch ein Außenstürmer für die zweite Reihe gesucht. Die neue U23-Regel macht die Kaderplanung nicht gerade leichter. Denn ab der neuen Saison müssen jetzt zwei Spieler (bisher einer), die nicht älter das 23 sind, auf dem Spielbericht stehen, wenn neben den beiden Torhütern die bestmögliche Spieleranzahl (19) erreicht werden soll.

Nach wie vor offen ist die Zukunft von Jacob Berglund. Der Schwede erklärte in einem Interview mit einer schwedischen Zeitung, dass für ihn nur sein Stammverein Malmö in Frage käme, falls er in seine Heimat zurückkehren werde. Der Torjäger sprach aber auch davon, dass Clubs aus der KHL Interesse an ihm hätten und die Schweiz für ihn nach wie vor interessant sei.

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