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Krefeld Pinguine: Ladehemmung kostet Sieg

Erstes DEL-Wochenende ohne Punkte : Ladehemmung kostet Pinguine den Sieg

Die Krefelder waren am Sonntag im Heimspiel gegen ihren Angstgegner Bremerhaven über weite Strecken die bessere Mannschaft, ließen aber zu viele Torchancen aus und unterlagen mit 1:2. Torwart Pätzold war ein sicherer Rückhalt.

Die Krefeld Pinguine unterlagen am Sonntagmittag vor 4356 Zuschauern in der Yayla-Arena ihrem Angstgegner Fischtown Pinguins Bremerhaven in einem mittelmäßigen Spiel unglücklich mit 1:2 und blieben damit erstmals in dieser Saison an einem Wochenende ohne Punkte. Stadionsprecher Kristian Peters-Lach appellierte vor dem Spiel noch mal an die Zahlungsmoral von Gesellschafter Mikhail Ponomarev: „Ich mache das jetzt 15 Jahre und das mit viel Herzblut. Für mich gilt ein Mann ein Wort.“ Die Pinguine mussten auf ihren verletzten Torhüter Jussi Rynnäs verzichten. Der Keeper hatte die Nacht in einer Schwenninger Klinik verbracht und war erst am Samstag mit Teammanager Robin Kohl nach Krefeld gereist. Dimitri Pätzold kam zu seinem ersten Einsatz von Beginn an in dieser Saison und bot eine starke Leistung. Kai Hospelt und Jacob Lagace hatten im Angriff die Plätze getauscht. Darren Mieszkowski kam nicht zum Einsatz. Daniel Pietta, Jeremy Welsh und Travis Ewanyk wechselten sich im vierten Sturm als Center ab.

Beide Mannschaften legten nach ihren Niederlagen vom vergangenen Freitag zunächst Wert auf die Defensive, so dass Torraumszenen Mangelware blieben. Alex Friesen prüfte in der fünften Minute Pätzold. Die erste Chance für die Pinguine hatte Topscorer Chad Costello nach sechs Minuten. Wenig später hatten die Krefelder ihre erste Überzahl, weil Carson MCMillan Pinguine Verteidiger Alex Trivellato mit einem üblen Check niedergestreckt hatte. Der Übeltäter wanderte für zwei plus zwei plus zehn Minuten auf die Strafbank. Pinguin Jacob Lagace musste auch für zwei Minuten auf die Sünderbank. Mit der nummerischen Überlegenheit wussten die Hausherren nichts anzufangen.

Danach nahm die Partie aber Fahrt auf. Pätzold rettete gegen Craig Moore und Corey Quirk großartig (12.,15.). Vinny Saponari wurde einschussbereit vor dem Bremerhavener Tor von den Beinen geholt. Die Pfeife der Schiedsrichter blieb aber stumm (17.). Eine Minute vor Drittelende verpasste Costello den Puck am langen Pfosten und Daniel Pietta zielte am Tor vorbei.

Den zweiten Abschnitt begannen die Pinguine in Überzahl, weil Friesen neun Sekunden vor Drittelende auf die Strafbank musste. Diese Überzahl hatte sich aber schnell erledigt, weil Pinguin Philipp Bruggisser nach 33 Sekunden auch auf die Sünderbank musste. In der 26. Minute hatte es dann aber im Kasten von Tomas Pöpperle eingeschlagen. Topscorer Costello hatte in Überzahl nach einem Schlagschuss von Bruggisser abgestaubt. Die Schiedsrichter bemühten aber den Videobeweis und stellten dabei fest, dass Saponari den Bremerhavener Torhüter behindert haben soll. Danach verflachte das Spiel. Die Pinguine hatten durch Besse (29.) und Welsh (31.), der nach einem Schuss von Schmitz den Abpraller nicht verwerten konnte, noch zwei Gelegenheiten. Glück hatten die Gastgeber drei Minuten vor der zweiten Pause. Max Fortunus traf den Pfosten. Wenig später musste Bruggisser zum zweiten Mal in die Kühlbox. Die Unterzahl überstanden die Krefelder schadlos, weil bei den wenigen Chancen der Gäste Pätzold gut postiert war.

Auch im letzten Drittel wurde das Spiel nicht besser. Die Fans bekamen aber wenigstens noch Tore zu sehen. Als Lagace auf die Strafbank musste, fiel das 0:1. Pätzold konnte einen Schuss von Jan Urbas noch abwehren, war aber gegen den Nachschuss von Miha Verlic machtlos (45.). Bereits 20 Sekunden später markierte Grant Besse nach Vorarbeit von Daniel Pietta das 1:1. Als alle schon mit einer Verlängerung rechneten, gelang den Gästen durch den aufgerückten Verteidiger Espeland 111 Sekunden vor Schluss der Siegtreffer. Auch als Pätzold 50 Sekunden vor dem Ende seinen Arbeitsplatz verließ, gelang der Ausgleich nicht mehr.