Krefeld Pinguine: Kein Glück, keine Stimmung

Achte Niederlage der Krefeld Pinguine in Folge: Kein Glück, keine Stimmung

Die Krefelder unterlagen in ihrem letzten rheinischen Saison-Derby auf eigenem Eis vor 7639 Zuschauern den Kölner Haien mit 1:3. Im ersten Retro-Spiel des KEV entschieden wie so oft die Special-Teams das Duell.

Von Spiel zu Spiel sinken derzeit  die Chancen der Pinguine auf einen Platz in den Pre-Play-offs.  Gegen den rheinischen Rivalen Kölner Haie kassierten die Krefelder am frühen Sonntagabend in der Yayla-Arena eine 1:3-Niederlage und sind  jetzt schon acht Spiele in Folge ohne Punktgewinn. Da Nürnberg zwei Punkte holte und Berlin unterlag, dürfte es nach der jetzt beginnenden Länderspielpause im Kampf um Platz zehn auf einen Zweikampf zwischen Pinguinen und Eisbären herauslaufen. Den Hausherren fehlte in drei Schlüsselszenen das notwendige Glück, um die cleveren Gäste aus der Domstadt in die Knie zwingen zu können. Dazu fehlte diesmal auch die notwendige Unterstützung von den Rängen. Auch wenn sich die gut 600 Haie-Fans unter den 7639 Zuschauern lautstark bemerkbar machten, fuhr die schwarz-gelbe Hölle auf Sparflamme. Die jüngste Niederlagenserie hatte den Krefelder Fans wohl die Stimme verschlagen.  Dabei sollte gerade bei diesem ersten Retro-Spiel des neu gegründeten KEV-Alumni-Clubs Erinnerungen an die vielen stimmungsvollen Schlachten gegen Köln in der Rheinlandhalle erinnert werden.

Trainer Brandon Reid hatte sein Team nach der Niederlage in Ingolstadt leicht verändert. Martin Lefebvre kehrte für Philip Riefers in die Abwehr zurück. Im Tor begann erneut Dimitri Pätzold, der am Sonntag Geburtstag (36) feierte. Der sah im ersten Drittel fast nur vielversprechende Aktionen seiner Vorderleute. Doch sie verpassten bis zur 17. Minute trotz dreier Überzahlspiele die Führung. Beim letzten Versuch kam Genoway gerade von der Strafbank, als ein verunglücktes Zuspiel von Vinniy Saponari genau auf ihn kam und er bei seinem Solo Torwart Pätzold keine Abwehrchance ließ.

Das zweite Drittel eröffneten die Gastgeber in Überzahl. Auch diesmal war die Kölner Abwehr um den sehr sicheren Torwart Wesslau nicht zu bezwingen. In der 32. Minute hatte der Schwede Glück, dass Uvira im Torraum den Puck mit der Hand unter sich begrub. Das hatten die vier Männer mit schwarz-weißem Trikot aber nicht gesehen. So blieb der fällige Penalty für Krefeld aus. Die Hauptschiedsrichter bemühten zwar den Videobeweis, doch dabei ging es nur um Tor oder nicht Tor. Eine nachträgliche Strafe dürfen sie laut Regel nicht aussprechen. Zu allem Übel erhöhten die Haie in der letzten Sekunde des Drittels auf 2:0, als Bettauer auf der Strafbank saß.

„Heimspiel in Krefeld“, skandierten die Haie-Fans zu Beginn des Schlussdrittels. Ihr sehr clever agierendes Team ließ bis zur 53. Minute  nicht viel zu. Doch dann staubte Daniel Pietta eiskalt zum Anschlusstreffer ab. Jetzt wurde auch die KEV-Fans noch einmal wach. Beinahe wäre Pietta Sekunden nach seinem Treffer der Ausgleich gelungen, als er den Puck leicht abfälschte, aber die Scheibe am langen Pfosten vorbei segelte. 87 Sekunden vor dem Ende nahm Trainer Reid seine Auszeit und Pätzold vom Eis. Doch auch mit der Brechstange wollte der Ausgleich nicht mehr gelingen. Stattdessen versetzte Pfohl die Kölner Fans  mit dem 31. Torschuss seines Teams ins leere Krefelder Gehäuse in Ekstase. Dagegen bliesen die KEV-Fans Trübsal. Für viele ist der Traum von einer Play-off-Teilnahme  bereits ausgeträumt. Die Pinguine trainieren in der Pause noch bis Mittwoch. Nach drei trainingsfreien Tagen von Freitag bis Sonntag beginnt nächsten Montag die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Wolfsburg, das als First-Row-Duell bereits am Donnerstag (14.2.) stattfindet.

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