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Krefeld Pinguine kassieren Pleite gegen DEG

3:6-Niederlage : Pinguine nach Pleite gegen die DEG weiter ohne Sieg

Im letzten DEL-Spiel des Jahres mussten sich die Krefelder nach einer insgesamt schwachen Vorstellung dem rheinischen Rivalen Düsseldorf mit 3:6 geschlagen geben. Im zweiten Drittel kam der junge Quapp für Cüpper ins Tor.

Auch zum Abschluss des Krefelder Eishockeyjahres versprühten die Pinguine keine Hoffnung auf bessere Zeiten im neuen Jahr. Nach einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung mussten sich die Schwarz-Gelben in der Yayla-arena   mit 3:6 geschlagen geben. Bereits nach 15 Minuten hatte die Sehnsucht nach dem ersten Saisonsieg mit 0:3 einen herben Dämpfer erhalten. Von diesem Rückstand erholten sich die Gastgeber nicht mehr. Sie versuchten zwar, mit Kampf und Härte das Blatt zu wenden. Doch unterm Strich fehlte es erneut an der notwendigen Torgefahr.

Den 16 Medienvertreter wurde vor dem Spiel was geboten. Auf der Nordtribüne standen vier KEV-Fans mit einer Trommel. „Das ist vom Gesundheitsamt abgesegnet worden. Im Volleyball gibt es das auch“, sagte Pressesprecher Mark Thiel. Das Maskottchen Kevin fuhr das Maskottchen der DEG in Form einer Pappfigur über das  Eis. Weiter von Erfolg gekrönt ist die Aktion der Pinguine-Supporters mit den Papp-Porträts der KEV-Fans. Vier Blöcke der Hauptribüne waren fast vollständig besetzt. Stadionsprecher Kristian Peters-Lach war in Derby-Stimmung und präsentierte die  Aufstellung der Pinguine wie eh und je mit viel Leidenschaft.

Auch auf dem Eis kam gleich Derby-Stimmung auf. Constantin Braun und Karachun ließen die Fäuste fliegen und durften sich auf der Strafbank abkühlen. Dann musste ein Düsseldorfer auf die Bank. Doch auch die beiden neuen Powerplay-Formationen konnten die Chance nicht zur Führung nutzten. Dagegen gingen die Gäste mit einem Mann mehr durch Olimb in Führung (8.). Torwart Marvin Cüpper hatte den Schuss von Fischbuch abprallen lassen. Olimb reagierte im Slot schneller als alle Pinguine. Für den angeschlagenen Segei Belov saß der junge Nikita Quapp auf der Ersatzbank.

Auch die zweite Überzahl der Gäste war von Erfolg gekrönt. Erneut ging ein Abpraller voraus. Diesmal war Flaake schneller am Puck. Und es kam noch schlimmer. Daniil Valitiov ließ sich hinter dem eigenen Tor die Scheibe von From leichtfertig abnehmen. Der Puck kam zur Karachun, der frei zum Schuss kam und auf 3:0 erhöhte (15.). Warum die Trommler die Nordtribüne verließen, wurde nicht bekannt. Vielleicht hatten sie schon die Nase voll. Bis zur ersten Pause gab es nur eine gute Aktion der Schwarz-Gelben. Dabei scheiterte Ivan Petrakov an Torwart Pantkowski (19.).

Auch wenn Cüpper bei zwei Treffern unglücklich aussah, aber bei den Abprallern von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde, kam zum zweiten Drittel Quapp zu seinem DEL-Debüt. Der erst 17-Jährige hatte in dieser Saison bisher für Oberligist EV Lindau in einem Spiel für  30 Minuten und 47 Sekunden im Tor gestanden.

Nach der Hälfte des Spiels sah es noch nicht nach einer Wende aus, weil die Pinguine auch ihre dritte Überzahl nicht nutzen konnten. Leon Niederberger vergab eine gute Einschussmöglichkeit. Bei einem Break verhinderte Quapp gegen Jensen das 0:4. Mit großem Einsatzwillen und einer Portion Härte versuchten die Hausherren, dem Gegner den Schneid abzukaufen. Das gelang in der 33. Minute, als Alex Blank ein Zuspiel von Lucas Lessio mit seinem ersten DEL-Treffer zum 1:3 verwertete. Kurz vor der zweiten Pause ergab sich für die Krefelder bei einem Konter die Chance zum 2:3. Doch statt des Treffers kassierte Martins Karsums eine Strafe.

Damit eröffnete die DEG das Schlussdrittel in Überzahl. Das nutzten die Gäste, als Karsums gerade aufs Eis zurückkehrte. Trivellato und Bappert ließen Barta zum Schuss kommen, der unhaltbar ins lange obere Eck traf (43.). Und nur 38 Sekunden später war die Messe für die Pinguine gelesen. Quapp fiel der Puck aus der Fanghand, Ehl war zur Stelle und erhöhte auf 5:1. Karsums konnte sich dann auch mal positiv in Szene setzen, als er in Überzahl einen Schuss von Lessio zum 2:5 abfälschte (46.). Die Antwort der DEG folgte auf dem Fuße, als Jensen bei doppelter Überzahl den sechsten Treffer für sein Team erzielte. In Unterzahl scheiterte Filips Buncis bei einem Break am Torwart. In dieser Szene flog von der Krefelder Bank noch eine Flasche aufs Eis. Das war symbolisch für die Krefelder „Flasche leer“ an diesem erfolglosen Abend.