Krefeld Pinguine: Kapitän Torsten Ankert fordert jetzt eine Siegesserie

Nach der Entlassung von Trainer Reid : Pinguine-Kapitän Ankert fordert jetzt eine Siegesserie

Der entlassene Trainer Brandon Reid sei Teil des Pinguine-Teams gewesen, betont Torsten Ankert und nimmt deshalb die Mannschaft in die Pflicht. Gegen Straubing steht Pierre Beaulieu an der Bande.

Derzeit steht noch nicht fest, wer als neuer Trainer der Krefeld Pinguine am Sonntag an der Bande steht, wenn die Straubing Tigers ab 19 Uhr in der Yayla-Arena zu Gast sind. Die Trainingseinheit am Freitag leitete der bisherige Co-Trainer Pierre Beaulieu. Gut möglich, dass er auch am Sonntag das Sagen an der Bande hat. Geschäftsführer und Sportdirektor Matthias Roos ist derzeit gemeinsam mit Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz auf der Suche nach einer Lösung. „Wir befinden uns in Gesprächen, können aber noch keine finale Lösung präsentieren. Vielleicht treffen wir auch erst am Montag, nach der Gesellschafterversammlung bei einem Notar in Krefeld, eine Entscheidung“, hatte Roos am Freitagnachmittag noch gesagt.

Am Morgen hatte sich Roos noch mit Ex-Coach Brandon Reid und Beaulieu zu einem Gespräch getroffen. Danach verabschiedete sich Reid von seinem ehemaligen Team. Noch vor dem Training machte sich dann Roos auf dem Weg in die Kabine und erläuterte mit deutlichen Worten die derzeitige Situation: „Ich habe den Spielern gesagt, dass wir alle Fehler gemacht haben. Damit meine ich die Geschäftsführung, die Gesellschafter, die Spieler und auch die Trainer. Nach nur sieben Siegen und 19 Niederlagen aus 26 Spielen und dem Auftritt von Mittwoch gegen Bremerhaven blieb uns keine andere Wahl als den Trainer zu entlassen. Ich habe den Spielern gesagt, ihr steht auf dem Eis, denkt mal darüber nach weshalb Schimmi die Unterstützung der Fans hat, wenn er aufs Eis kommt. Wenn ihr in den noch 13 ausstehenden Heimspielen so auftretet wie gegen Bremerhaven, dann wird die restliche Saison für Mannschaft, Zuschauer, Trainer und Werbepartner zur Hölle.“

Kapitän Torsten Ankert hatte am Freitagnachmittag noch an der Trainerentlassung zu knabbern: „Ich muss das erst auch mal verdauen. Es ist nie schön, wenn der Trainer entlassen wird. Brandon war auch einer von uns und es ist nicht schön, wenn einer den Job verliert. Als Spieler haben wir auch Anteil daran, denn wir stehen auf dem Eis. Wir sind jetzt noch mehr gefordert. Trotz der mageren Ausbeute von 24 Punkten aus 26 Spielen ist aber noch nichts verloren. Wir müssen auch mal eine Serie starten und vier oder fünf Spiele am Stück gewinnen. Ein Trainerwechsel rüttelt alle noch mal wach. Jeder weiß nun um den Ernst der Lage.“

Die Fans sind gespannt, wie sich die Mannschaft am Sonntag gegen den Tabellenzweiten aus Straubing präsentiert. Gegen die Tigers aus Niederbayern haben die Pinguine eine gute Möglichkeit, sich bei den einheimischen Fans zu rehabilitieren. Die Auswahl von Trainer Tom Pokel ist derzeit das Überraschungsteam der Liga und spielt ein körperbetontes Eishockey. Da gilt es, dagegen zu halten.

Nicht mitspielen kann am Sonntag Angreifer Vinny Saponari. Er musste am vergangen Freitag gegen München nach dem ersten Drittel passen. In Wolfsburg und Bremerhaven spielte er trotz großer Schmerzen. Seine Verletzung lässt aber nun keinen Einsatz zu. Für ihn kehrt Jacob Lagace ins Team zurück.