Krefeld Pinguine: Kapitän Ankert lässt keine Ausreden gelten

Donnerstag nach Iserlohn : Krefelds Kapitän Ankert lässt keine Ausreden gelten

Die Krefeld Pinguine fahren nach neun Niederlagen in Folge am Donnerstag als Tabellenletzter nach Iserlohn. Neben den wirtschaftlichen Querelen führt Sportdirektor Roos auch personelle Probleme für die derzeitige Misere an.

Nach dem unbefriedigenden ersten Saisonviertel in der Deutschen Eishockey Liga heißt es jetzt für die Krefeld Pinguine, den Schalter umzulegen und mit Volldampf ins zweite Viertel zu starten. Neun Punkte nach dreizehn Spielen sind einfach viel zu wenig, wenn man um einen Pre-Play-off-Platz mitspielen will. „Viel schlechter geht es eigentlich nicht“, sagt Sportdirektor Matthias Roos. „Wir haben zu wenige Tore geschossen und machen zu viele Fehler, die unsere Gegner direkt mit einem Gegentor bestrafen.“

Neben den wirtschaftlichen Querelen führt Roos auch personelle Probleme für die derzeitige Misere an: „Wir haben durch den Ausfall von Jussi Rynnäs, Mark Cundari und Justin Hodgman in der Hälfte unserer Spiele nur mit sechs Ausländern antreten können, das können wir uns nicht leisten. Hodgman war bei uns als Torvorbereiter eingeplant, er hat uns sehr gefehlt.“

Am Sonntag in München konnte dann auch Daniel Pietta mit einem Verband an der Hand nur zuschauen. Das Krefelder Urgestein hat sich diese Verletzung bereits am Freitag vor einer Woche beim Auswärtsspiel in Berlin zugezogen, aber in den Partien gegen Köln und Wolfsburg trotz erheblicher Schmerzen gespielt. Auch in München wollte er unbedingt auflaufen und war deshalb mit der Mannschaft am Samstag in den Süden gereist. Doch er pausierte und will am Donnerstag in Iserlohn auf jeden Fall wieder dabei sein, was laut Matthias Roos auch bei Hodgman der Fall sein soll.

Kapitän Torsten Ankert lässt nach dem missratenen Saisonstart keine Ausreden gelten: „Wir haben deutlich zu wenig Punkte. Wir hatten einen holprigen Start und sind nie richtig in Tritt gekommen. Nach Entschuldigungen sollten wir nicht suchen. Die Tabelle lügt nicht.“

Ankert richtete dann auch den Blick nach vorne: „ Wir müssen in Iserlohn den Bock umstoßen und endlich ins Rollen kommen. Auf die Leistung vom Spiel in München können wir aufbauen, und wenn wir dann mit unserem vollständigen Personal spielen können, kommen die Punkte von alleine. Im Augenblick müssen wir nur an das nächste Spiel denken.“ Ein Lob hat der Kapitän für die Fans parat: „Sie haben mit ihrer Unterstützung ein gutes Statement abgegeben. Jetzt müssen wir alle an einem Strang ziehen und sportlich unseren Job machen.“

Die beiden Gegner Iserlohn am Donnerstag (19.30 Uhr, Eissporthalle Am Seilersee) und Ingolstadt am Sonntag (14 Uhr, Yayla-Arena) dürften den Pinguinen gerade recht kommen, denn gegen diese beiden Kontrahenten gab es die bislang einzigen Siege in dieser Saison. Doch leicht wird es nicht, wollen die Gegner sich doch gegen das Schlusslicht revanchieren.

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