Krefeld Pinguine kämpfen um Platz zehn

Pinguine kämpfen um Platz zehn : „Donnerstag beginnen die Play-offs“

Nach zuletzt acht Niederlagen in Serie liegen die Krefeld Pinguine nur noch auf Platz elf. Trainer Brandon Reid ist dennoch zuversichtlich, dass seine Mannschaft auf der Zielgeraden der DEL-Hauptrunde das angepeilte Ziel erreichen wird.

Die Mannschaft der Krefeld Pinguine waren am Montagabend auf Einladung der beiden Unternehmer (Schornsteinfeger-Meister) Marcus Lingen und Michael Ulbricht im Kempener Inlokal „Comix“ zu Gast. Dort stärkten sich die Spieler bereits 2003 vor dem Start in die Play-offs mit Sparerips und Burger für die schweren Aufgaben. Und am Ende wurde das Team Meister. Davon kann die aktuelle Mannschaft derzeit nur träumen. Aber Trainer Brandon Reid schaute sich das Foto im Lokal vom Meister-Team an und meinte bei seiner kurzen Ansprache: „Das ist für uns ein gutes Omen. Für uns beginnen die Play-offs schon am Donnerstag.“

Nach einer dreitägigen Verschnaufpause nahm der Coach sein Team am Montagfrüh bei einer zweistündigen Einheit hart ran. „Das war für mich das beste Training der Saison“, sagte der Kanadier. Er habe deutlich gespürt, mit welchem Willen die Spieler in die letzten sieben Punktspiele gehen wollen: „Wir haben an wichtigen Details gearbeitet“, sagte Reid. Auch die Nationalspieler Alex Trivellato, Mathias Trettenes und Philipp Bruggisser gönnten sich nach ihren Turnierteilnahmen keine Pause. „Das Training war ganz schön hart“, meinte der Kapitän, der mit Dänemark das Turnier in Österreich gewann, dabei allerdings das Duell gegen seinen norwegischen Teamkollegen Trettenes trotz 3:1-Führung mit 3:4 verlor.

Verteidiger Torsten Ankert fehlte beim Ausflug nach Kempen, weil er am Nachmittag noch vom Physiotherapeuten behandelt werden musste. Der Verteidiger will nämlich unbedingt dabei sein, wenn am Donnerstag um 19.30 Uhr seine ehemaligen Teamkollegen aus Wolfsburg in der Yayla-Arena zu Gast sind. Die Grizzlys haben die Saison noch nicht abgeschenkt und reisen bereits am Mittwoch an.

„Wir müssen einen Weg finden, nach acht Niederlagen in Folge dieses Spiel zu gewinnen. Vom Torwart bis zum 13. Stürmer müssen alle ein gutes Spiel machen. In dieser Phase der Saison bekommt man nichts geschenkt. Von den acht Spielen haben wir einige verdient verloren, weil wir da auch nicht gut gespielt haben. Aber so ein Spiel wie gegen Köln konnte man mit einem Quäntchen Glück auch gewinnen. Dann würde die Welt jetzt ganz anders aussehen. Die Haie, die bestimmt den dritthöchsten Etat der Liga haben, hatten nicht viel vom Spiel. Ich hatte hinten wirklich nicht viel zu tun. Wir hatten viele Chancen, Köln aber Wesslau im Tor und das notwendige Glück. Wir waren zwar in Überzahl nicht gut, aber das passiert auch den Adler Mannheim mal, dass sie drei Spiele in Folge kein Powerplay-Tor schießen“, sagte Ankert. Dennoch müsse man positiv bleiben:„ Man hat das Gefühl, dass viele uns schon abgeschrieben haben. Man hört dann häufig so Floskeln, die haben keinen Bock mehr oder die sind schon im Urlaub. Das ist bei uns nicht der Fall. In der Mannschaft stimmt es. Es ist noch nichts verloren. Wir spielen jetzt gegen Wolfsburg und Berlin. Da müssen wir wieder performen und brauchen natürlich auch das notwendige Glück. Wenn wir die Punkte holen, sind wir wieder gut im Rennen.“

Natürlich sei in so einer entscheidenden Phase eine mentale Stärke notwendig: „Man bereitet sich gut vor. Alle fühlen sich fit, aber wenn dann um 19.30 Uhr der Puck eingeworfen wird, dann kommt der Kopf dazu. Wenn man so oft hintereinander verloren hat, greift man den Schläger schon mal was enger. Dann rutscht der ein oder andere Puck auch einfach mal nicht rein. Ob wir uns dann zu viel Druck machen, weil wir vor den acht Niederlagen in einer komfortablen Lage waren, weiß ich nicht. Ich selber kann das eigentlich ganz gut ausblenden, um was es jetzt geht. Ich versuche einfach, mein Ding durch zu ziehen.“

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