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Krefeld Pinguine: Jussi Rynnäs ist der Königstransfer

Die neue Nummer eins im Tor : Rynnäs ist der Königstransfer

Der finnische Torhüter der Krefeld Pinguine, der bereits am 6. Januar verpflichtet wurde, ist für die KEV-Fans schon jetzt ein Held. Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende blickt Laurin Braun sehr zuversichtlich in die Zukunft.

„Jussi, Jussi“, schallte es von den Rängen, als die Pinguine am Sonntag nach dem 3:1-Sieg gegen die Iserlohn Roosters ihre Ehrenrunde drehten. Schon nach seinen ersten vier DEL-Einsätzen ist Jussi Rynnäs für die KEV-Fans ein Held. Der finnische Torhüter ist zweifelsohne auch einer der Shootingstars der gesamten Liga. Matthias Roos wurde nach dem Spiel vor der Geschäftsstelle von Fans aufgrund der Verpflichtung der neuen Nummer eins mit Lobeshymnen überschüttet. Der Sportdirektor ist maßgeblich für diesen Königstransfer verantwortlich, der ausgerechnet am Drei-Könige-Tag (6. Januar) mit der Vertragsunterschrift des Finnen besiegelt wurde.

Bereits Ende 2018 hatte Roos Kontakt zu Rynnäs aufgenommen: „Ich habe immer einen Blick nach Finnland. Wir haben uns in der Weihnachtszeit schon geeinigt, als Jussi seinen Nummer-eins-Status bei seinem Club in Oulu an Nationaltorhüter Veini Vehviläinen, der auch bei der WM im Tor stand, verloren hatte. Ich habe mit seinem Berater gesprochen und gefragt, ob Jussi nicht mal etwas Neues ausprobieren wollte. Ich habe dann auch zu unserem Trainer gesagt, Brandon, du wolltest doch immer schon einen großen Torwart. Unser Torwart-Trainer Pierre Beualieu hat dann auch ausführlich mit Jussi gesprochen, danach war die Sache schnell klar. Wir hatten in dieser Zeit die Chance, Jussi zu bekommen und haben diese genutzt.“

Auch wenn Rynnäs bisher nach Dustin Strahlmeier (14) die meisten Gegentore (13) kassierte, musste kein anderer Goalie der Liga so viele Schüsse (148) meistern wie er. Seine herausragenden Leistungen sind ein Garant für die acht Punkte. „Platz vier ist eine schöne Momentaufnahme, wir können uns wirklich nicht beklagen“, sagte Roos.

Für Laurin Braun ist der gelungene Start mehr als nur eine Momentaufnahme: „Ich glaube, wir haben vielleicht die Möglichkeit, die Play-offs ohne den Umweg Pre-Play-offs zu schaffen, weil die Liga sehr ausgeglichen ist. Außer München und Mannheim kann eigentlich jeder jeden schlagen. Aber wir versuchen, auch gegen München und Mannheim zu gewinnen. Man sieht an den Ergebnissen vom Wochenende, dass in dieser Liga alles möglich ist.“ Für Kapitän Torsten Ankert ist die Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir haben die Spiele vom vergangenen Wochenende gut analysiert und das Positive daraus mitgenommen. Wir haben dann in der Trainingswoche Struktur und System verbessert. In Ingolstadt hatten wir einen schlechten Start, sind dann aber gut zurückgekommen. Da hat sich gezeigt, dass wir viel Qualität, einen guten Charakter und einen ganz starken Torwart im Team haben. Gegen Iserlohn haben wir von Beginn an unser Spiel gemacht. Nach vorne ist bei Iserlohn nicht viel gegangen. Auch im letzten Drittel haben wir unser Spiel durchgezogen. Wir wollten vor unseren Fans nicht als Verlierer vom Eis gehen.“

Es ist schön, wenn Spieler so zuversichtlich sind. Das stärkt das Selbstvertrauen. Aber in der Regel lässt sich erst nach einem Viertel der 52 Punktspiele feststellen, wohin für die Teams der Zug fahren kann. „Ich bin gespannt auf das kommende Wochenende mit den Spielen in Schwenningen und zu Hause gegen Bremerhaven“, sagte Sportdirektor Roos und teilt damit sicher zu 100 Prozent die Meinung der meisten KEV-Fans.