Krefeld Pinguine: Jetzt beginnt das Schaulaufen

Krefeld Pinguine: Jetzt beginnt das Schaulaufen

Die Krefelder unterlagen am Freitag im König-Palast den Fischtown Pinguins mit 2:4 und verspielten damit eine große Chance, näher an Platz zehn heranzurücken. Rick Adduono soll auch in der kommenden Saison Trainer bleiben.

Das Ende der Krefelder DEL-Eiszeit rückte am Freitagabend wieder einen großen Schritt näher. Das 2:4 gegen Bremerhaven war die 17. Niederlage im 21. Saisonheimspiel. Wer jetzt noch daran glaubt, dass die Pinguine die Pre-Play-offs erreichen, ist ein Träumer. Der Auftritt war ein Spielgelbild vieler Duelle auf eigenem Eis. Nach einem recht ereignislosen ersten Drittel drehten die Schwarz-Gelben das Match zwischenzeitlich. In den letzten 20 Minuten fehlte die notwendige Durchschlagskraft, um die beherzt auftretenden und kämpfenden Gäste von der Nordsee noch in die Knie zwingen zu können. Damit beginnt für die Pinguine morgen im König-Palast mit dem Heimspiel gegen Ingolstadt (16.30 Uhr) das Schaulaufen bis zum Ende der Hauptrunde. Interessanter als das Geschehen auf dem Eis waren die Informationen am Rande. So war von Insidern und Spielerberatern zu hören, dass Rick Adduono auch in der kommenden Saison Trainer der Schwarz-Gelben bleibt.

Viele KEV-Fans hatten die Mannschaft nach den drei Auswärtsniederlagen in Folge wohl schon aufgegeben. Denn die Ränge im KöPa waren so leer wie noch nie in dieser Eiszeit. Stadionsprecher Kristian Peters-Lach fasste sich bei seiner Begrüßung sehr kurz: "Es ist genug geredet worden. Jetzt müssen Taten folgen." Dabei taten sich die Pinguine aber sehr schwer. Sie vergaben nach drei Minuten in Überzahl den psychologisch wichtigen Führungstreffer und mussten bei einer doppelten Unterzahl das 0:1 hinnehmen (7.). Ab der zehnten Minute waren die Hausherren dem Ausgleich mehrfach nahe. Doch Kyle Klubertanz, Mike Mieszkowski, Dragan Umicevic und Marco Rosa scheiterten an Torwart Kuhn oder zielten am Tor vorbei.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels hatten die Gäste die erste Torchance. Zum Glück konnte Christian Kretschmann am kurzen Pfosten Körner am Torschuss hindern. Wie aus dem Nichts fiel dann der Krefelder Ausgleich. Marcel Müller hatten nach einem Stellungsfehler plötzlich viel Platz und traf mit einem tollen Schuss ins Kreuzeck (24.). Zwei Minuten später setzte sich der fleißige Kevin Orendorz im gegnerischen Drittel durch. Er brachte den Puck vor das Tor, wo Martin Ness im Fallen mit seinem ersten Treffer für Krefeld die Führung erzielte. Trainer Popiesch nahm sofort seine Auszeit. Nur 35 Sekunden später leistete sich Klubertanz im eigenen Drittel einen kapitalen Fehler, den DEL-Top-Torjäger Combs zum Ausgleich nutzte. Torwart Patrick Galbraith sah dabei auch nicht glücklich aus. Das Match nahm jetzt deutlich an Fahrt auf. Beide Teams erspielten sich Torchancen. Pech hatte Daniel Pietta, als er einen Schuss von Müller gegen die Latte lenkte (36.).

Kurz nach Wiederbeginn musste Nick St. Pierre zum zweiten Mal auf die Strafbank. Bei einem Break scheiterte Rosa an Torwart Kuhn. Doch Sekunden später war wieder Torjäger Combs zur Stelle und brachte sein Team erneut in Führung. Galbraith hatte zu spät die kurze Ecke abgedeckt. Zehn Minuten vor dem Ende ergab sich für die Hausherren bei einer doppelten Überzahl die große Chance zum Ausgleich. Doch bis auf einen Distanzschuss von Marc Mancari sprang dabei nichts heraus. Auch als Trainer Adduono seine Auszeit und Torwart Galbraith vom Eis nahm, fiel der Ausgleich nicht mehr. Stattdessen setzte Torjäger Combs mit seinem dritten Treffer ins verlassene Krefelder Gehäuse an diesem Abend den Schlusspunkt.

(RP)
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