Krefeld Pinguine: Jacob Lagacé kommt

Eishockey : Pinguine verpflichten Torjäger Jacob Lagacé

Der 29-jährige Jacob Lagacé spielte zuletzt in der norwegischen Topliga für die Stavanger Oilers und erzielte dort in 55 Spielen 27 Tore. Der Franko-Kanadier gilt als torgefährlich und harter Arbeiter, der auch austeilen kann.

Ihrem Ziel, in der kommenden DEL-Saison zwei torgefährliche Reihen ins Rennen zu schicken, sind die Krefeld Pinguine am Freitag ein Stück näher gekommen. Mit Jacob Lagacé wurde ein Mittelstürmer verpflichtet, der aufgrund seiner bisherigen Karriere als Torjäger gilt. Der 29-jährige Franko-Kanadier spielte in der abgelaufenen Saison in Norwegen für die Stavanger Oilers. Er gilt als schneller Stürmer, der aufgrund seiner Härte großes Durchsetzungsvermögen besitzt und auch gerne austeilt.

Lagacé verließ Nordamerika im Januar 2014 und spielte fünf Jahre ausschließlich in Skandinavien. Zunächst trug er das Trikot von Asplöven HC in der zweiten schwedischen Liga. Mit 57 Scorerpunkten (20/27) aus 52 Spielen bewarb er sich für die Topliga SHL. Dort absolvierte er für Lulea und Mora zwischen 2015 und 2018 insgesamt 164 Spiele (14 Tore/44 Vorlagen/+/-Statistik +9).

„Mit Jacob hatten wir bereits vor einem Jahr gute Gespräche geführt. Damals kamen wir jedoch nicht zusammen. Er ist ein erfahrener und zuverlässiger Mittelstürmer, der taktisch diszipliniert agiert, in jedem Wechsel hart arbeitet und über große Spielintelligenz verfügt. Drei Jahre in Schwedens Eliteserie sprechen für sich. Hinzu kommt, dass er sich aufgrund seines Tempos auch auf der Position des Außenstürmers wohl füllt und damit flexibel einsetzbar ist“, erklärte Sportdirektor Matthias Roos.

In der abgelaufenen Spielzeit spielte Lagacé in Stavanger, wo er in 55 Spielen 27 Tore erzielte und 30 Vorlagen gab. In den Play-Offs schied sein Team, das in der Hauptrunde Platz drei belegte, am Montag in der Halbfinal-Serie gegen die Storhamer Dragons mit 2:4 aus. Er ist nach Tommy Kristiansen und Mathias Trettenes der dritte Stürmer, der aus Stavanger zu den Pinguinen wechselt.

Der 179 cm große und 88 kg schwere Rechtsschütze wurde im April 2008 mit dem kanadischen Team U18-Weltmeister und im gleichen Jahr von den Buffalo Sabres im „NHL entry draft“ in der fünften Runde ausgewählt. Zwischen 2010 und 2013 hat der Franko-Kanadier für Portland und Rochester in der AHL insgesamt 124 Spiele bestritten (20 Tore/23 Vorlagen /+4). „Der U18-WM-Titel zählt definitiv zu den Höhepunkten meiner Karriere. Mit Spielern wie Taylor Hall, Brayden Schenn, Matt Duchene, Jordan Eberle oder Cody Hodgson hatten wir damals ein sehr talentiertes Team. Einige davon sind in der ersten Runde des NHL entry draft gezogen worden. Kanada hatte in den vier Jahren zuvor den Titel jeweils knapp verpasst und auch in den Jahren danach keinen Erfolg. Das war schon etwas Besonderes“, erklärte der Center.

Zu seiner Zeit in der zweithöchsten Liga in Nordamerika sagt Lagacé: „In der AHL lief es in den ersten beiden Jahren gut für mich, danach jedoch nicht mehr. Daher habe ich 2014 den Sprung nach Europa gewagt. Eigentlich bin ich nun im besten Alter für einen Profisportler und wollte nach fünf Jahren Skandinavien eine neue Herausforderung. Vor einem Jahr hatte ich bereits gute Gespräche mit Matthias Roos. Nun konnten wir uns einigen. Ich freue mich auf Krefeld und die DEL. Der Neuzugang erhält bei den Pinguinen die Trikotnummer 19.

Mit zwei weiteren nordamerikanischen Kontingentspielern für den Angriff sollen die Krefelder so gut wie einig sein. Einer soll bereits drei Jahre in der russischen KHL gespielt haben.

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