Krefeld Pinguine: Insolvenzantrag ist noch nicht vom Tisch

Zwei Lösungsvorschläge erarbeitet : Insolvenzantrag für die Pinguine noch nicht vom Tisch

Die Existenz der Krefeld Pinguine bleibt ungeklärt. Auch auf der außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Dienstagabend gab es noch keine finale Entscheidung. Innerhalb von 48 Stunden muss diese aber fallen.

Die Zukunft der Krefeld Pinguine aus der Deutschen Eishockey Liga ist weiter offen. Auf einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am Dienstagabend wurden zwei Varianten zur Vermeidung eines Insolvenzantrages diskutiert. Über die genauen Inhalte dieser Pläne wurde bislang nichts bekannt. Die Entscheidung soll jedoch in den kommenden beiden Tagen fallen. Das teilten die Pinguine nach der Sitzung mit. Geschäftsführer Matthias Roos hatte zuvor angekündigt, einen Insolvenzantrag stellen zu müssen, wenn bis zum Ende dieser Woche nicht 400.000 Euro an zusätzlichen Geldern von Sponsoren oder Gesellschaftern generiert würden.

Hinter den Kulissen gibt es seit Monaten Streit beim Ex-Meister. Obwohl der Klub seit Jahren finanzielle Probleme hat, hatte Roos für die Etat-Unterdeckung in der laufenden Saison einen der beiden Haupt-Gesellschafter, Energy Consulting, verantwortlich gemacht. Die Firma, bei der bis vor wenigen Wochen noch der Präsident des Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen, Michail Ponomarew, Geschäftsführer war, habe zugesagte Zahlungen nicht getätigt. Ponomarew hatte dies stets bestritten. Der Club hatte bislang erfolglos versucht, Energy Consulting als Gesellschafter loszuwerden. Zuletzt hatten Sponsoren und andere kleinere Gesellschafter angekündigt, sich zurückziehen, sollte die Firma weitermachen.

Sollte einer der beiden Lösungsansätze greifen, besteht die Hoffnung, nicht nur eine kurzfristige Insolvenz zu verhindern, sondern auch einen erneuten Lizenzantrag für die kommende DEL-Saison zu stellen. Dies müsste bis zum 15. Februar geschehen.

(hgs/dpa)