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Krefeld Pinguine holen Torhüter Marvin Cüpper von den Eisbären Berlin

Neue Nummer zwei : Keeper Marvin Cüpper kehrt nach Krefeld zurück

Vom KEV aus startete der Torhüter seine Pofikarriere. Sein DEL-Debüt gab Marvin Cüpper in Berlin im Spiel gegen die Pinguine.

An sein Debüt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erinnert sich Marvin Cüpper sicher nicht gerne. Es war der 1. November 2015, als die Pinguine in Berlin antraten. Der damalige Trainer Rick Adduono war zwar noch im Amt, doch seine Entlassung stand schon fest. Cüpper wirkte vor dem Spiel im Kabinengang angespannt. Schließlich feierte er seine DEL-Premiere ausgerechnet gegen Krefeld, wo er sich im DNL-Team des KEV als Top-Talent seines Jahrgangs für eine Profi-Karriere empfohlen hatte. Er war gemeinsam mit Oliver Mebus und Dennis Swinnen aus Köln gekommen und wohnte im KEV-Internat.

2011 war er zu den Eisbären Juniors gewechselt, gehörte auch zum DEL-Kader, blieb aber ohne Einsatz und absolvierte noch elf Spiele für das Oberliga-Team von Fass Berlin. Nach der Saison versuchte er sein Glück in Nordamerika bei den Shawinigan Cataractes aus der Québec Major Junior Hockey League. Nach drei Spielzeiten mit 174 Einsätzen und guten Fangquoten kehrte er 2015 zu den Eisbären zurück.

Bei seinem DEL-Debüt gegen Krefeld gewannen die Pinguine vor 800 mit dem Samba-Zug angereisten Fans überraschend mit 4:0. Vom damaligen Team der Schwarz-Gelben sind heute nur noch Daniel Pietta, Martin Schymainski und Mike Schmitz dabei. Vor dem vierten Krefelder Treffer durch David Fischer hatte Cüpper seinen Arbeitsplatz für einen sechsten Feldspieler verlassen. Die Mannschaft reiste mit den Fans im Zug zurück an den Niederrhein. Nur Adduono und Co-Trainer Pyka fuhren mit dem Bus nach Hause.

Für Cüpper sollte es sein einziges Spiel für die Eisbären in dieser Saison bleiben. Er wurde an den Oberligisten Dresdner Eislöwen ausgeliehen. Die Eisbären schenkten ihm aber das Vertrauen und lizenzierten ihn weiter für den DEL-Kader. Doch sowohl zu Saisonbeginn 2018/19 als auch kurz nach dem Ligastart 2019/20 verletzte sich der Torwart schwer (jeweils Sprunggelenk und Jochbeinbruch) und absolvierte zwei Spielzeiten lang kein DEL-Spiel. In der zweiten Liga kam er beim Kooperationspartner Weißwasser auf sieben Partien.

Aufgrund der Rückschläge trauten die Verantwortlichen der Eisbären Cüpper vorerst keine schnelle Rückkehr in die DEL zu und verlängerten seinen Vertrag nach dem Ende dieser Saison nicht. Nach 29 DEL-Spielen und fünf Jahren endet damit Cüppers Zeit bei den Eisbären, die eher mit einem neuen Anlauf in der DEL2 für den Goalie gerechnet hatten. Nun wendete sich das Blatt für den Torhüter, der nach Krefeld zurückkehrt in der Hoffnung, endlich wieder eine Saison ohne Verletzungen zu erleben.