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Krefeld Pinguine halten gegen Berlin lange mit

1:3-Niederlage gegen Berlin : Pinguine halten gegen Berlin lange mit

Die Krefelder führten am Sonntag im Heimspiel gegen den Deutschen Meister von der Spree vor nur 2377 Zuschauern lange mit 1:0, unterlagen am Ende aber nach einem Doppelschlag der Gäste mit 1:3. Lucas Lessio traf für die Gastgeber.

Die Krefeld Pinguine unterlagen am Sonntag in der Yayla-Arena vor der Minuskulisse von 2377 Zuschauern dem Deutschen Meister Eisbären Berlin mit 1:3 (0:0,1:0,0:3). In einem gutklassigen und spannenden Spiel zeigten die Pinguine gegen den Meister eine starke Leistung und mussten sich erst im letzten Abschnitt nach einem Doppelschlag der Berliner binnen 47 Sekunden geschlagen geben. Insgesamt bestätige die Mannschaft ihren Aufwärtstrend.

 Das Trainerdreigestirn um Multifunktionär Sergey Saveljev bot gegen den Hauptstadtclub exakt die gleiche Mannschaft auf, die am Donnerstag mit 4:3 gegen die Iserlohn Roosters den ersten Heimsieg der neuen Saison eingefahren hatte. Als Back-up-Goalie nahm an Stelle von Nikita Quapp Sergei Belov auf der Bank Platz. Die Trainer setzten weiter auf ihre Defensivtaktik und auf schnelle Konter. Torhüter Oleg Shilin war wie schon gegen Iserlohn ein sicherer Rückhalt.

In der Anfangsphase passierte vor beiden Toren nicht viel. In der 3. Minute war Shilin gegen Fiore gut postiert. Lucas Lessio prüfte eine Minute später Berlins Nationaltorwart Matthias Niederberger, der das Familienduell gegen seinen Bruder Leon, der bei den Pinguinen in einer Sturmreihe mit Alexander Blank und Alex Weiss spielt, bereits zum vierten Mal gewann. Mit zunehmender Spieldauer waren die Eisbären die dominierende Mannschaft. Die Defensive der Pinguine stand aber sicher und alles, was auf dem Krefelder Kasten kam wurde eine Beute von Shilin. Die vierte Sturmreihe der Pinguine mit Luca Hauf, Justin Volek und Maciek Rutkowski, die mehr Eiszeit bekam als am Donnerstag gegen Iserlohn, hatte einen starken Wechsel und setzte das Berliner Tor unter Druck. Eine Strafzeit gegen Arturs Kulda (11.) überstanden die Pinguine unbeschadet. In der 15. Minute wurde Lessio bei einem schulbuchmäßigen Konter von Niclas Lucenius bedient scheiterte aber am glänzend reagierenden Niederberger.

Im ausgeglichenen zweiten Drittel hatte Lessio in der 23. Minute am langen Pfosten die Führung auf dem Schläger, brachte den Puck aber nicht im Berliner Tor unter. Als Berlin eine Bankstrafe kassierte, konnten die Pinguine ihr erstes Überzahlspiel nicht zur Führung nutzen, weil Robert Sabolic und Licenius an Niederberger scheiterten. Eine Strafzeit gegen Blank überstanden die Krefelder. In der 34. Minute checkte der Berliner Kai Wissmann Pinguine Stürmer Volek an der Bande. Volek wurde noch auf dem Eis von Mannschaftsarzt Dr. Martin Wazinski behandelt und musste dann mit einer Oberkörperverletzung in die Kabine. Wissmann musste für zwei Minuten in die Kühlbox. Das nutzte Lessio in bester Abstauber-Manier nach einem Schuss von Jeremy Bracco zur verdienten Führung. Eine Strafe gegen den ehemaligen Krefelder Torjäger Kevin Clark zwei Minuten vor Ende des zweiten Drittels konnten die Pinguine nicht nutzen, um die Führung auszubauen.

Volek kehrte nach der Drittelpause aufs Eis zurück. Die Eisbären versuchten nun mit höherem Aufwand das Bollwerk der Krefelder zu knacken. Es waren gerade mal 67 Sekunden im letzten Drittel gespielt, da lag der Puck im Krefelder Tor. Eisbären-Stürmer Yannik Veilleux hatte aus spitzem Winkel abgezogen. Das Spielgerät fand durch die Schoner von Shilin den Weg ins Krefelder Tor. Weil ein Berliner Spieler im Torraum stand und Shilin leicht behinderte, nahmen die Schiedsrichter den Videobeweis. Sie konnten keinen Regelverstoß feststellen und entschieden  auf Tor. Die Pinguine waren aber nicht geschockt und kamen in der 46. Minute durch Lucenius zu einer guten Torchance, als Jeremy Bracco mit einem Solo die Berliner Abwehr schwindelig gespielt hatte. In Minute 47 und 48 machten die cleveren Berliner dann, aber wie eingangs beschrieben, binnen 47 Sekunden den Sack zu. Die wacker kämpfenden Pinguine hatten darauf keine Antwort mehr, wurden aber zurecht von ihren Anhängern nach der starken Vorstellung gegen den Meister nach der Schlusssirene mit viel Beifall in die Kabine verabschiedet.