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Krefeld Pinguine: Grant Besse und Vinny Saponari bleiben

Pinguine basteln an Zukunft : Grant Besse und Vinny Saponari bleiben

Die beiden Stürmer der Pinguine zählten in der abgelaufenen Saison zu den Topscorern. Gespräche mit Torjäger Chad Costello werden seitens der Krefelder geführt. Auch er soll bleiben.

Seitdem die Zukunft des DEL-Standortes Krefeld gesichert ist, arbeiten die Verantwortlichen der Pinguine mit Hochdruck an der Zusammenstellung der neuen Mannschaft. Grant Besse und Vinny Saponari werden weiter das Trikot der Schwarz-Gelben tragen. Damit wurden die Verträge mit zwei Leistungsträgern der vergangenen Saison verlängert.

Besse war als Neuverpflichtung für den Angriff ein echter Glücksgriff. Der 25-jährige Amerikaner aus Plymouth, der von den South Carolina Stingrays aus der nordamerikanischen ECHL an den Niederrhein kam, bewies mit 20 Treffern und 16 Vorlagen eindrucksvoll seine DEL-Tauglichkeit. An seinem Bleiben gab es eigentlich nie Zweifel, weil die Pinguine schon Anfang des Jahres von ihrer Option für den bis zum 30.April 2021 laufenden Vertrag Gebrauch gemacht hatten. „Grant stellt mit seinem Tempo und seinem Zug zum Tor die gegnerischen Verteidiger vor große Probleme. Da uns Phillip Bruggisser verlassen hat, wird sein Direktschuss im Powerplay noch wichtiger für uns. Sollten wir hier keinen adäquaten Ersatz finden, dürfte Grant Anspielstation Nummer eins in Überzahlsituationen werden. In diesem Fall ist die 30 Tore-Marke alles andere als unrealistisch. Da er die Liga nun kennt und genau weiß, was ihn erwartet, kann er diesen Sommer entsprechend gezielt an sich arbeiten“, erklärte Sportdirektor Matthias Roos.

Den Vertrag mit Saponari zu verlängern, war für die Pinguine sicher nicht so leicht. Denn da der Amerikaner auch einen deutschen Pass besitzt und bei den Pinguinen mit acht Toren und 20 Vorlagen zu den fünf besten Topscorern zählte, war er auch für andere DEL-Clubs interessant. So soll zum Beispiel die Düsseldorfer EG die Fühler nach dem 30-Jährigen ausgestreckt haben. Umso besser, dass Saponaris Vertrag nun um zwei Jahre verlängert wurde. „Auf der Vertragsverlängerung mit Vinny lag für uns Priorität. Da er auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, fällt er nicht unter das Importkontingent. Mit Daniel Pietta und ihm haben wir damit zwei deutsche Stürmer, die in unseren ersten beiden Reihen eingeplant sind. Vinny kann als Außen- und als Mittelstürmer eingesetzt werden, ist zweikampfstark, schirmt den Puck gut ab und kreiert entsprechend Torchancen für seine Mitspieler. Gerade auch in Überzahlsituationen ist sein Spielverständnis enorm wichtig für uns. Wenn er an seinem Zug zum Tor arbeitet, wird er seine Ausbeute erhöhen und 15 Tore pro Spielzeit erzielen können“, erklärte Roos.

Gemeinsam mit Daniel Pietta (18 Tore/ 31 Vorlagen) und Laurin Braun (12 Tore/ 12 Vorlagen) haben damit vier der fünf produktivsten Stürmer der abgelaufenen Spielzeit auch Verträge für die neue Saison. Ob Top-Scorer Chad Costello (20 Tore/ 34 Vorlagen) ein Pinguin bleibt, ist noch nicht entschieden. Der Kanadier buhlt wohl um einen Zweijahresvertrag, wird im Juli allerdings 34 Jahre alt. Doch dem Topscorer eilte schon in Nordamerika der Ruf eines charakterstarken Spielers mit einer professionellen Einstellung und einem unbändigen Siegeswillen voraus. Dazu kommt, dass sich die Familie des vierfachen Vaters in Krefeld sehr wohl fühlt.

Während für die Abwehr die Vertragsverlängerung mit Alex Trivellato nur noch Formsache sein soll, besteht im Fall von Philip Riefers noch Gesprächsbedarf. Weiter ein Thema dürfte Garrett Noonan sein. Der 29-jährige Amerikaner verpasste in seinen beiden Spielzeiten in Krefeld kein DEL-Spiel und zeigte konstant gute Leistungen. Unabhängig von Noonan soll die Abwehr mit zwei starken Kontingentspielern verstärkt werden.

Das bisherige Kader für die Saison 2020/21
Tor: Oskar Östlund (A), Marvin Cüpper.
Abwehr: Torsten Ankert und Tom-Eric Bappert.
Angriff: Daniel Pietta, Kai Hospelt, Martin Schymainski, Laurin Braun, Vinny Saponari, Grant Besse (A), Philipp Kuhnekath, Niklas Postel, Darren Mieszkowski, Adam Kiedewicz und Edwin Schitz.