Krefeld Pinguine gewinnen in Schwenningen

Deutsche Eishockey-Liga : Krefeld Pinguine gewinnen in Schwenningen

Die Mannschaft von Trainer Brandon Reid setzte sich am Freitagabend bei den Wild Wings mit 5:4 nach Verlängerung durch. Daniel Pietta sorgte in der Helios-Arena vor 3244 Zuschauern für den Siegtreffer.

Die Pinguine werden sich auf ihrer Rückreise von Schwenningen nach Krefeld trotz des 5:4-Sieges nach Verlängerung über die Wild Wings geärgert haben. Denn bis zur 37. Minute hatten sie das Spiel fest in der Hand und führten mit 3:1. Sie machten es aber selber noch einmal unnötig spannend und konnten im Schlussdrittel auch eine 4:3-Führung nicht über die Zeit retten. So mussten sie sich mit zwei Punkten begnügen. Mann des Abends war Krefelds Stürmer Daniel Pietta, der nicht nur wegen seiner beiden Treffer als bester Akteur seines Teams herausragte.

Wie erwartet, musste Patrick Seifert als siebter Verteidiger erneut auf der Tribüne Platz nehmen. Für den angeschlagenen Jordan Caron nahm Greger Hanson den Platz in der ersten Sturmreihe ein. Damit stand er in der DEL zum ersten Mal zusammen mit seinem Kumpel Chad Costello in einer Reihe auf dem Eis. Beide hatten ja gemeinsam in der EHL bei den Allen Americans eine sehr erfolgreiche Zeit verbracht. Trainer Brandon Reid hatte auch laut darüber nachgedacht, Verteidiger Martin Lefebvre als Stürmer aufzubieten. Doch der Amerikaner bewies auch als Abwehrspieler Torjägerqualitäten und sorgte mit seinem ersten Saisontreffer für den 1:1-Ausgleich (7.). Kirill Kabanov, der Lefebvres Laufweg ja auch noch bestes aus der gemeinsamen Zeit in Aalborg kennt, hatte ihm den Puck mustergültig aufgelegt. Damit antworteten die Pinguine schnell auf den Führungstreffer der Wild Wings in der vierten Minute. Und es kam noch besser für die Schwarz-Gelben, als Topscorer Costello sein Team in Überzahl nach Traumzuspiel von Daniel Pietta mit 2:1 in Führung brachte. Bis zur ersten Pause bestimmte Krefeld das Spiel, vergab aber durch Kabanov und Schymainski zwei hochkarätige Torchancen.

Zu Beginn des zweiten Drittels sah es zunächst so aus, als kämen die Hausherren wieder besser ins Spiel. Doch das war nur ein Strohfeuer. Die Krefelder führten eindrucksvoll Regie und erhöhten durch Piettas siebten Saisontreffer auf 3:1 (29.). Eigentlich warteten die 30 mitgereisten KEV-Fans in diesem Spiel nur auf eine frühe Vorentscheidung. Doch durch eine unnötige Bankstrafe brachten sich die Pinguine bei ihrer ersten Unterzahl selber in Gefahr. So fiel wie ein Blitz aus heiterem Himmel der Anschlusstreffer (37.). Plötzlich bekamen die Wild Wings Aufwind und sorgten kurz vor der zweiten Pause für den schmeichelhaften Ausgleich.

Mit diesem Treffer im Rücken begannen die Hausherren im Schlussdrittel wie die Feuerwehr. Die Pinguine überstanden aber die Drangphase und gingen mit ihrem ersten Schuss auf das Schwenninger Tor wieder in Führung. Verteidiger Garrett Noonan hatte von der blauen Linie abgezogen. Der Puck sauste Torwart Strahlmeier durch die Schoner. Ein durchaus haltbarer Treffer. Die Gastgeber schlugen vier Minuten später zurück. McRae setzte sich kurz vor dem Krefelder Tor gegen Travis Ewanyk durch und traf über Torwart Dimitri Pätzolds Fanghand hinweg ins lange Eck. Bis zum Ende der regulären Spielzeit gab es auf beiden Seiten keine hochkarätige Torchance mehr. Die hatte Jacob Berglund nach acht Sekunden der Verlängerung. Doch er scheiterte freistehend am Torwart. Auch Martin Schymainsky und Kirill Kabanov vergaben den Siegtreffer. Besser machte es Daniel Pietta, der einen schönen Spielzug mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend abschloss.

So richtig freuen konnte sich Daniel Pietta nach dem Spiel über den Sieg und seine beiden Treffer nicht: „Wir wollten hier unbedingt gewinnen. Morgen hat unser erkrankter Teamkollege Arturs Kruminsch Geburtstag. Jeder weiß, was er derzeit für eine schwere Zeit durchmachen muss. Letztendlich haben wir einen Punkt verloren.“