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Krefeld Pinguine: Gala-Vorstellung beim Derby-Sieg

6:3-Erfolg im Straßenbahnduell : Gala-Vorstellung beim Derby-Sieg

Die Krefeld Pinguine boten am Sonntag im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG ihre bisher beste Saisonleistung und gewannen vor 5109 Zuschauern mit 6:3. Den Grundstein legten die Schwarz-Gelben im ersten Drittel.

Auf diesen Tag mussten die Fans der Krefeld Pinguine lange warten. Mit einer Galavorstellung feierte die Mannschaft von Trainer Igor Zakharkin im Heimderby gegen die Düsseldorfer EG einen 6:3-Erfolg. Vor 5109 Zuschauern, die für die Saison-Rekordkulisse in der Yayla-Arena sorgten, fegten die Schwarz-Gelben im ersten Drittel den rheinischen Rivalen förmlich vom Eis und sorgten im zweiten Drittel für die Vorentscheidung. Damit begann für die Pinguine die zweite Hälfte der DEL-Hauptrunde nach Maß und mit einem Sprung auf Tabellenplatz zehn.

Der Überraschungs-Sieg in München hatte bei vielen KEV-Fans die Lust auf das Derby offensichtlich vergrößert. 15 Minuten vor dem ersten Bully gab es vor der Arena noch eine lange Menschenschlange, weil genau die 2G-Regel kontrolliert wurde. Einige Zuschauer werden daher den frühen Führungstreffer der Pinguine in Überzahl durch Robert Sabolic (4.) nicht mitbekommen haben. Das war der Auftakt zum besten Drittel der Pinguine seit langer Zeit. Der rheinische Rivale geriet unter Dauerbeschuss. Und wenn es mal Entlastung für die Gäste gab, wie bei drei gefährlichen Schüssen von Barta. Aber da war Torwart Oleg Shilin glänzend postiert. Die Pinguine waren weiter dem nächste Treffer näher als die DEG. Alexander Weiß scheiterte an Torwart Hane (13.). Besser machte es Edi Lewandowski, der dem DEG-Goalie den Puck durch die Schoner zum 2:0 ins Tor schob (18.) „Steht auf für den KEV“ schallte es von den Rängen. Für die Krönung der ersten 20 Minuten sorgte dann noch Mirko Sacher, der mit seinem tollen Solo auf 3:0 erhöhte.

In der Pause wird sich DEG-Coach Kreis seine Spieler wohl zur Brust genommen haben. Denn sie kehrten  mit viel Biss aufs Eis zurück. Torwart Shilin bekam jetzt deutlich mehr zu tun und verhinderte mit einer Glanzparade gegen Ehl den ersten Gegentreffer. Den Gästen wurde aber schnell die Butter vom Brot genommen. Dafür sorgte Oldie Lewandowski mit seinem zweiten Treffer (26.). Fünf Minuten später nutzten die Pinguine auch ihre zweite Überzahl durch einen schön herausgespielten Treffer von Alexander Bergström zum 5:0. Da schallte das „KEV-Echo“ so laut wie schon lange nicht mehr durch die Arena. Und nachdem Maxi Glässel mit einem Distanzschuss das halbe Dutzend vollgemacht hatte, stand die Arena endlich Kopf (34.).

DEG-Coach Kreis wechselte Torwart Hane gegen Pantkowski aus. Vom Mittelbully weg musste sich Shilin dann zum ersten Mal geschlagen geben. Das tat der guten Stimmung noch keinen Abbruch. Doch als die DEG bei einer Strafe gegen Arturs Kulda erneut traf, machten sich die 300 Fans aus Düsseldorf wieder bemerkbar. Kulda war gerade wieder zurück, da kassierte er die nächste Strafe. Dabei verhinderte Shilin gegen Ehl den dritten Gegentreffer.

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Sergey Saveljev, der wie schon am Freitag in München nicht hinter der Bande stand, strahlte in der zweiten Pause im VIP-Raum über alle Backen. Auf die Frage, warum er den Trainer nicht mehr unterstützt, sagte er: „Die Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft funktioniert jetzt auch während des Spiels sehr gut.“

Auch wenn die DEG das letzte Drittel durch den Treffer Ehl (50.). mit 1:0 gewann, feierten die KEV-Fans den ersten Saisonsieg in einem rheinischen Derby. „Ole, super KEV“, schallte es von den Rängen. Und endlich stimmt „Ömmes“ mal wieder seine Möpse“ an. Nach dem Spiel tanzten Spieler auf dem Eis und die Fans auf den Rängen gemeinsam den Schnee-Walzer.