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Krefeld Pinguine für Kampfgeist nicht belohnt

Krefeld Pinguine : Pinguine für Kampfgeist nicht belohnt

Eishockey: Die Krefelder drängten gestern im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten EHC in München im Schlussdrittel auf den Ausgleich, mussten sich am Ende aber mit 1:3 geschlagen geben. Sofron gesperrt, Weihager verletzt

Das ist bitter! Trotz eines dezimierten Aufgebots zeigten die Pinguine im Match gegen den Tabellenzweiten München eine gute Leistung. Besonders mit großem Kampf und viel Einsatzwillen machten sie die individuelle Klasse einiger Akteure der Gastgeber wett. Dazu war Torwart Tomas Duba erneut ein starker Rückhalt, der seine Mannschaft besonders im zweiten Drittel im Spiel hielt. Was den Schwarz-Gelben wie am Freitag beim Heimsieg über Hamburg fehlte, war das Glück im Abschluss. Die gut 150 mitgereisten KEV-Fans sahen zwar keinen Erfolg ihres Teams, dafür konnten sie sich über die Unterstützung der Münchner Fans bei der Aktion "Pro DEL-Standort Krefeld" freuen, die in ihrem Fan-Block ein Transparent mit der Aufschrift "Jeder Standort zählt" ausrollten.

Hier war die Welt für die Pinguine noch in Ordnung. Andreas Driendl (li) bejubelt seinen Führungstreffer. Im Hintergrund feiern die gut 150 KEV-Fans, die mit an die Isar gereist waren. Foto: samla

Bereits am Samstag waren die Pinguine in die Hauptstadt Bayerns gefahren. Vier Spieler, die im Bus saßen, wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob sie überhaupt zum Einsatz kommen können. Istvan Sofron erfuhr erst kurz vor der Ankunft, dass er wegen seiner Attacke gegen den Hamburger Madsen für drei Spiele gesperrt wurde. Andreas Driendl, Steve Hanusch und Nick St. Pierre waren angeschlagen, wurden aber im Hotel intensiv von Physiotherapeut Florian Kreuzmann behandelt und signalisierten nach dem Warm-up, dass sie auflaufen können. Nur Robin Weihager war wegen einer Schulterverletzung aus dem Hamburg-Spiel zu Hause geblieben. Ein freundliches Wiedersehen gab es im Hotel mit Serge Payer. Der Ex-Pinguin arbeitet mittlerweile als Scout für eine amerikanische Spieleragentur und tauschte mit Trainer Rick Adduono Informationen aus.

Payer saß beim Auftaktbully auf der Tribüne. Dass Andi Driendl trotz Schmerzen im Fuß auflief, zahlte sich in der fünften Minute aus, als er einen harmlosen Schuss von Kyle Sonnenburg unhaltbar zur Führung abfälschte. Danach vergab Martin Schymainski zweimal den zweiten Krefelder Treffer. Ab der zehnten Minute tauchten die Hausherren, die trotz acht Ausfälle noch sechs Verteidiger und elf Stürmer aufbieten konnten, häufiger vor Tomas Duba auf. Und bei einer unnötigen Strafzeit von Joel Perrault sorgte Smaby im Nachschuss für den Ausgleich. Bis zur ersten Pause hatten beide Teams noch je eine gute Einschussmöglichkeit. Herberts Vasiljevs scheiterte an Torwart Treutle, ebenso Wolf an Duba. Überaus unglücklich begann für die Pinguine das zweite Drittel. Oliver Mebus verlor hinter dem Tor einen Zweikampf gegen Meckler, der sich aber unfair die Scheibe eroberte. Der Puck kam zu Barta, der sofort abzog und mit einem unhaltbaren Schuss die "Bullen" in Führung brachte. Die Krefelder reklamierten zwar wegen Mecklers Aktion heftig, aber vergeblich. Der Treffer gab den Münchnern ein wenig Auftrieb. Die Pinguine hielten mit viel Kampf und Einsatzwillen dagegen. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Driendl, als er frei vor Treutle auftauchte (30.). Torwart Duba verhinderte danach gegen Meckler und Bender weitere Gegentreffer.

Nachdem Daniel Pietta zwei Minuten nach Wiederbeginn frei vor Treutle auftauchte, den Puck aber nicht unter Kontrolle bekam, drängten die Pinguine weiter auf den Ausgleich. Den hatte Driendl in der 52. Minute auf dem Schläger, scheiterte aber an Treutle. 48 Sekunden vor Spielende verließ Torwart Duba das Eis. Kurz darauf kassierten die Gastgeber noch eine Strafe. Doch bei der doppelten Überzahl konnten sich die Schwarz-Gelben nicht für ihren großen Kampf belohnen. Stattdessen sorgteVerteidiger Regehr mit einem wahren Kunstschuss ins leere Krefelder Gehäuse für die endgültige Entscheidung.

(RP)