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Krefeld Pinguine für gute Leistung nicht belohnt

0:2-Niederlage : Pinguine für gute Leistung nicht belohnt

Die Krefelder mussten sich am Samstagabend im Heimspiel gegen Bremerhaven mit 0:2 geschlagen geben. Gäste-Torwart Brandon Maxwell bot eine starke Leistung und machte viele gute Torchancen der Hausherren zunichte.

Obwohl die Krefeld Pinguine  im Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven ihre bisher beste Saisonleistung zeigten, mussten sie sich mit 0:2 geschlagen geben. Das war nun schon die 16. DEL-Niederlage in Folge gegen den Angstgegner von der Nordsee. Dabei zeigten die Gastgeber überhaupt keine Angst vor dem Gegner und waren in vielen Spielabschnitten einem Treffer näher als die Gäste. Doch es fehlte entweder am Glück oder am notwendigen Killerinstinkt. Bester Mann auf dem Eis war Bremerhavens Torwart Maxwell, der 35 Torschüsse parierte. Den Krefeldern bietet sich gleich am Donnerstag im nächsten Spiel gegen die Artgenossen, diesmal in Bremerhaven, die Gelegenheit, die schwarze Niederlagenserie zu beenden.

Bei der Aufstellung gab es aus Krefelder Sicht keine Überraschung. Torwarttrainer Igor Gross, nicht verwandt mit dem Mannheimer Chefcoach Pavel Gross, hatte sich am Freitagnachmittag für Sergei Belov entschieden. Nikita Quapp saß auf der Bank. Daher wurde er am Freitag nicht an den KEV für das Oberligaspiel gegen Hamm ausgeliehen, weil Förderlizenzspieler, die in der DEL eingesetzt werden können, 48 Stunden vorher für keine andere Mannschaft eingesetzt werden dürfen.

Bei den Gästen war überraschend Verteidiger Fortunus dabei. Der Kanadier war aus privaten Gründen in seine Heimat geflogen, kehrte aber am Freitag unerwartet zurück. Trotzdem begnügte sich Trainer Popiesch fast nur mit fünf Verteidigern. Der junge Stowasser bekam zunächst nur wenig Eiszeit.

Es entwickelte sich von Beginn an ein schnelles und abwechslungsreiches Match, was sich am Ende des ersten Drittels auch im Verhältnis der Torschüsse (9:9) widerspiegelte. Bei den Pinguinen scheiterten Filips Buncis (3.), Martin Schymainski (7.), Patrick Klöpper (17.) und Laurin Braun (19.) am sehr guten Torhüter Maxwell. Auch Sergei Belov bekam Gelegenheit, sich sehr gut in Szene zu setzten. Nach einem schweren Fehler von Leon Niederberger stand Sykora alleine vor dem Krefelder Tor. Doch Belov verhinderte mit einer Glanztat die Gäste-Führung (8.).

Nach ihrem besten Drittel der DEL-Saison legten die Pinguine im zweiten Drittel los wie die Feuerwehr. Zweimal Niederberger, Klöpper und Trivellato scheiterten an Maxwell. Dann kam Olson am langen Pfosten nach einem Distanzschuss von Trivellato einen Tick mit seiner Schlägerspitze zu spät. Die Gäste kassierten die erste Strafe des Spiels. Dabei vergab Karsums die Chance zur Führung. Als Laurin Braun auf die Strafbank musste, bewiesen die Bremerhavener, warum sie bisher in Überzahl so gefährlich sind. Verlic kam frei zum Schuss und ließ Belov keine Abwehrchance (29.). Drei Minuten später tauchte Urbas frei vor Belov auf, der glänzend zur Stelle war und das 0:2 verhinderte. Fast im Gegenzug vergab Lucas Lessio den Ausgleich. Die Pinguine hielten sich bis zur zweiten Pause bei einer Strafe gegen Alex Blank schadlos und machten nochmal Druck. Aber wieder war bei Chancen von Klöpper und C. Braun bei Maxwell Endstation.

Die Pinguine ließen auch im Schlussdrittel nicht nach und versuchten alles, endlich Maxwell zu bezwingen. Laurin Braun scheiterte gleich zweimal am Torwart (45.). Die größte Einschussmöglichkeit hatte Philipp Kuhnekath, doch Maxwell  verhinderte mit einer Glanzparade den Ausgleich (49.).

Fünf Minuten  vor dem Ende ergab sich für die Gäste die große Chance zur Vorentscheidung, weil die Krefelder eine Bankstrafe kassierten. Doch es blieb spannend, weil Torwart Belov nicht in Gefahr geriet. In den letzten drei Minuten versuchten es die Pinguine mit der Brachstange. Doch bis auf einen Schuss von Karsums, der für Maxwell kein Problem war, spang dabei nichts heraus. Auch nicht, als Torwart Belov 44 Sekunden vor dem Ende seinen Arbeitsplatz für einen sechsten Feldspieler verließ. Das nutzten die Gäste durch Urbas zu einem Empty-Net-Treffer (60.)