Krefeld Pinguine feiern ersten Dreier

Eishockey : Krefeld Pinguine feiern ersten Dreier

Die Krefeld Pinguine haben im Heimspiel gegen Schwenningen ihren ersten Drei-Punkte-Sieg der neuen DEL-Saison gefeiert. 3627 Zuschauer sahen einen verdienten Erfolg.

Der erste Pflichtsieg ist unter Dach und Fach. Mit dem 4:2-Erfolg über die Wild Wings aus Schwenningen feierten die Krefelder am frühen Sonntagabend ihren ersten „Dreier“ der neuen Eiszeit. Das war nach dem 4:0-Sieg gegen Schwenningen am 7. Januar 2018 der erste Drei-Punkte-Sieg auf eigenem Eis. Auch wenn neben Patrick Seifert und James Bettauer mit Joel Keussen noch ein weiterer Verteidiger fehlte, trat die Mannschaft defensiv besser auf als am Freitag gegen Iserlohn. Verlass war erneut auf die Stürmer, die alle vier Treffer erzielten. Lediglich in Überzahl hakt es weiterhin. Im Tor war diesmal Dimitri Pätzold ein sicherer Rückhalt. Insgesamt war in den 60 Minuten zu sehen, dass dem Team der Erfolg am Freitag gegen Iserlohn Selbstvertrauen gab. Wichtig auch, dass die Mannschaft in der spannenden Schlussphase nichts mehr anbrennen ließ. Denn viele KEV-Fans werden sich auf dem Heimweg daran erinnert haben, dass so ein Spiel in der Vorsaison häufig noch verloren wurde.

Bei der Analyse und der Aufarbeitung vom Sieg über die Roosters stand am Samstag in der Kabine hauptsächlich die Defensive im Mittelpunkt. Dabei nahm Trainer Brandon Reid auch seine Stürmer in die Pflicht. Das nahm sich besonders Mathias Trettenes zu Herzen. Der norwegische Angreifer erkämpfte sich in der zweiten Minute hinter dem eigenen Tor den Puck und leitete den Angriff, den er dann selber mit seinem ersten Saisontreffer abschloss, erfolgreich ein. Das war im dritten Heimspiel die dritte frühe Führung. Aber wie schon gegen Bremerhaven und Iserlohn kam der Gegner besser ins Spiel und glich mit einem abgefälschten Schuss aus (10.). Bis zur Pause verpassten die Hausherren bei zwei Überzahlspielen die erneute Führung. Dabei vergab Daniel Pietta eine Großchance, die er normalerweise mit geschlossenen Augen nutzt.

In der Drittelpause war KFC-Trainer Stefan Krämer, der mit seiner Mannschaft eingeladen war, im TV-Studio zu Gast. Der Kölner gab sich als Fan der Haie zu erkennen, freut sich aber, dass er jetzt in Krefeld mal wieder häufiger zum Eishockey gehen kann: „Als Laie macht diese Sportart viel Spaß, weil auf dem Eis so viel passiert.“

Trainer Reid schickte sein Team mit einer neuen Taktik ins zweite Drittel, das jetzt mit mehr Forechecking agierte. Aber beinahe wäre nach einem dicken Patzer von Phillip Bruggisser zunächst die Gäste-Führung gefallen. Doch Torwart Pätzold bügelte den Fehler gegen Hult glänzend aus (28.).

Nach Hälfte des Spiels machten die Pinguine Druck. Dann schlug auch die erste Sturmreihe endlich zu. Jordan Caron schloss ein herrliches Zuspiel von Chad Costello zur Führung ab (35.). Und nur knapp zwei Minuten später ließ Vinny Saponari in Unterzahl Schwenningens jungen Torwart Wölfl mit seinem ersten DEL-Treffer keine Abwehrchance.

Das letzte Drittel begann mit einer Schrecksekunde. Der aus Hüls stammende Linienrichter Kai Jürgens wurde bei seinem ersten DEL-Einsatz vom Puck im Rippenbereich erwischt und sank zu Boden. Doch er erholte sich schnell und konnte weitermachen. Die erste Torchance des Drittels ergab sich für die Gäste. Aber Pätzold war gegen Höfflin glänzend postiert (43.). Die Schwarz-Gelben versäumten bei ihrer nächsten Überzahl die Vorentscheidung. Besser machten es die Wild Wings. Als Tim Miller eine Strafe kassierte, die allerdings umstritten war, traf Danner mit einem verdeckten Schuss. Die Hauptschiedsrichter bemühten  den Videobeweis, doch Rech, der Pätzold die Sicht genommen hatte, stand nicht im Torraum (49.). So blieb den Gästen noch Zeit, den Ausgleich zu erzielen. Doch Pätzold und seine Vorderleute bewahrten bei brenzligen Situationen kühlen Kopf. Und als Torwart Wölfl seinen Arbeitsplatz schon verlassen hatte, sorgte Caron nach Zuspiel von Berglund für die endgültige Entscheidung. Die Fans, die ihr Team in den letzten Minuten mit Standing Ovations begleitet hatten, feierten hinterher ihre Mannschaft.