4:0-Sieg gegen Selb Pinguine feiern erfolgreiche Heimpremiere

Krefeld · Die Krefelder taten sich im Duell mit den Selber Wölfen schwer, in Führung zu gehen. Doch im Mitteldrittel stellten sie mit drei Treffern binnen sechs Minuten die Weichen auf Sieg. 5006 Zuschauer sorgten für eine stimmungsvolle Kulisse.

 Lange war das Tor der Selber Wölfe wie hier bei einer Chance von Christian Kretschmann wie zugenagelt.

Lange war das Tor der Selber Wölfe wie hier bei einer Chance von Christian Kretschmann wie zugenagelt.

Foto: Samla Fotoagentur/samla

Mit einem verdienten 4:0-Erfolg gegen die Selber Wölfe feierten die Pinguine in ihrer zweiten DEL2-Eiszeit eine gelungene Heimpremiere. Vor 5006 waren die Schwarz-Gelben in der Yayla-Arena von Beginn an das bessere Team und kamen zu vielen Torchancen. Doch der sehr gute Gäste-Keeper Weidekamp war zunächst nicht zu bezwingen, weil die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte. Kurz nach Hälfte der 60 Minuten brach der Bann dann binnen sechs Minuten. Mann des Abends war Felix Bick, der gleich in seinem ersten DEL2-Heimspiel für die Schwarz-Gelben einen Shut-Out feierte.

Gut 600 Fans hatten sich zum Fan-Marsch unter dem Motto alle in Gelb um 11.30 Uhr im Stadtgarten versammelt und sich gegen 14.30 Uhr auf den kurzen Weg über die Westparkstraße zur Yayla-Arena gemacht. Als die Mannschaft gegen 16.20 Uhr zum Warm-up aufs Eis kam, war die Nordtribüne bereits gut gefüllt und es herrschte eine große Vorfreude auf das erste Saisonheimspiel.

Trainer Boris Blank hatte sein Team gegenüber dem 6:5-Erfolg nach Verlängerung in Bietigheim auf einer Position verändert. Für Maximilian Adam rotierte Philip Riefers ins Team. Die Gäste aus Oberfranken wurden vom Silbermedaillengewinner von Olympia 2018 Frank Hördler als Kapitän aufs Eis geführt. Unterstützt wurden die Gäste aus der Porzellanstadt von etwa 40 Fans. Mit David Cespiva gehörte ein ehemaliger Pinguine-Profi zum Schiedsrichterteam.

Gefeiert wurde schon vor dem ersten Bully, als Stadionsprecher Kristian Peters-Lach, der ein Jahr nach seinem Rücktritt sein Wettkampf-Comeback gab. Einen Ehrenapplaus gab es für Ex-KEV-Trainer Mike Zettel, der im April gestorben ist.

Krefeld Pinguine: Der Spielplan des KEV für die Eishockey-Saison 2023/24
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Spielplan und Ergebnisse der Krefeld Pinguine

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Foto: IMAGO/Eibner/IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wolf

Vor der stimmungsvollen Kulisse legten die Pinguine los wie die Feuerwehr. Die Wölfe kamen kaum aus dem eigenen „Bau“. Doch klare Torchancen ergaben sich nicht, weil das letzte Zuspiel zu ungenau war, die Angriffe zu verspielt waren oder die Wölfe gut verteidigten. Nach sieben Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel und hatten bei einer Strafe gegen Erik Buschmann die größte Einschussmöglichkeit des ersten Drittels. Doch Vantuch zielte an der leeren Ecke des Gehäuses von Felix Bick vorbei.

Auch im zweiten Drittel gaben die Pinguine gleich mächtig Gas. Nach einem Schuss gegen den Außenpfosten vergaben Christian Ehrhoff und Eric Gotz die Führung, ehe Felix Bick gegen Knackstedt das 0:1 verhinderte. Dann waren die Pinguine wieder an der Reihe. Leon Niederberger tauchte frei vor Torwart Weidekamp auf und scheiterte am Ex-Krefelder. Als die Hausherren zum ersten Mal in Überzahl waren, war es um den sehr guten Goalie der Gäste geschehen. Niederberger stocherte die Scheibe bei einem Gedränge über die Linie (33.).

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Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Zwei Minuten später die nächste Überzahl der Pinguine, die aber nichts einbrachte. Doch als Hördler gerade wieder zurück war, zielte Josh MacDonald genau zwischen die Schoner in die Maschen. Jetzt war der Bann gebrochen. Maxi Söll legte mit einem Distanzschuss zum 3:0 nach. Weidekamp war die Sicht versperrt (39.). So war binnen sechs Minute eine mögliche Vorentscheidung gefallen.

Die war es dann auch. Weil sich Knackstedt zu Beginn des Schlussdrittels bei einer Überzahl der Wölfe seinem Team einen Bärendienst erwies und Christian Kretschmann mit einem rüden Stoß ins Krefelder Tor beförderte und dafür unter die Dusche geschickt wurde. Die fünfminütige Überzahl nutzten die Pinguine zum vierten Treffer, den Niederberger kurz vor dem Tor aus der Drehung erzielte (45.). Damit trägt der Stürmer im nächsten Spiel den Gold-Helm als Top-Scorer des Teams.