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Krefeld Pinguine: Dominik Bokk vor dem Abschied?

Überraschung beim DEL-Klub : Dominik Bokk bei den Krefeld Pinguinen vor dem Abschied?

Der gerade verpflichtete Stürmer wird wegen des verschobenen DEL-Starts vielleicht nicht im Krefelder Trikot spielen. Vier Förderlizenzspieler trainieren ab Montag bei den Ravenburg Towerstars aus der DEL 2.

Seitdem am vergangenen Freitag in der Penny-DEL der Meisterschaftsstart erneut verschoben wurde, herrscht bei den Managern vieler Klubs und den Spielerberatern Hektik. Alle warten auf einen verbindlichen Starttermin. Das gilt auch für die neugeründete Spielergewerkschaft.

„Mein Telefon steht nicht still“, sagte am Samstag Sergej Saveljev, Chef-Scout der Krefeld Pinguine im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass Neuzugang Dominik Bokk plötzlich im internationalen Spieler-Portal „eliteprospects“ beim AHL-Team Chicago Wolves auftaucht, überraschte den Letten: „Das habe ich noch nicht gesehen. Ich weiß nicht warum.“

Bokk, der zuletzt in Schweden für Rögle BK in der Eliteliga spielte, gehört zur Organisation des NHL-Klubs Carolina Hurricans. Dessen neues Farmteam sind die Chicago Wolves. Der junge Stürmer wird in Europa von Klaus Hille betreut und beraten. „Ich weiß noch nicht genau, was die Hurricans mit Dominik vorhaben. Aber es wäre gut, wenn er bis zum Start der AHL im Januar irgendwo spielen könnte.“ Spätestens Anfang Dezember könnte Bokk ja auch schon mit dem Farmteam trainieren. Laut Hille hätte Rögle BK das deutsche Stürmertalent gerne behalten, aber der Klub lehnte eine Ausstiegsklausel ab. Daher landete er bei den Pinguinen.

Bokk war vor knapp zwei Wochen in Krefeld eingetroffen und von seinem Kumpel Tim Stützle am Bahnhof abgeholt worden. Gemeinsam waren die beiden Top-Talente dann zum Lehrgang der A-Nationalmannschaft und der U20 des DEB nach Füssen gefahren. Am Sonntagabend saß er beim Testspiel der U23 gegen Duisburg in der Rheinlandhalle gemeinsam mit Laurin Braun, Patrick Klöpper und Nikita Shatsky auf der Tribüne. Auch Manager Franz Fritzmeier vom Kooperationspartner Frankfurt des KEV 81 schaute sich das Spiel an.

Saveljevs hätte die Spieler, die derzeit in Krefeld sind, am vergangenen Donnerstag gerne aus der Kurzarbeit geholt: „Wir sollten am Wochenende beim Turnier in Dresden den EV Landshut vertreten, der wegen der Quarantäne des Vereins nicht teilnehmen konnte. Das war aber zu kurzfristig.“ Der Chef-Scout hofft, dass so schnell wie möglich feststeht, wann die Meisterschaft beginnen kann: „Nur so können wir vernünftig planen. Je länger die Spieler nicht regelmäßig trainieren können, umso früher müssen wir vor dem Start mit der Vorbereitung beginnen.“ Spieler wie Danill Valitov, Christian Bull, Kristofers Bendulis, Lucas Lessio oder Kris Foucault sind laut Saveljev Kandidaten für eine Ausleihe: Das wird nicht leicht sein, weil in den meisten Ländern schon gespielt wird.“ Die Förderlizenzspieler Tom-Eric Bappert, Niklas Postel, Philipp Kuhnekath und Alexander Boyarin fahren am Montag nach Ravensburg und trainieren mit dem Team des Kooperationspartners der Pinguine aus der DEL2.