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Krefeld Pinguine : Die Zukunft der Pinguine ist gesichert

Neue Gesellschafterstruktur steht : Zukunft der Pinguine ist gesichert

Ein Schweizer Unternehmen ist seit Mittwochabend alleiniger Hauptgesellschafter der KEV Pinguine Eishockey GmbH und will sich in der kommenden Woche der Öffentlichkeit vorstellen. Zusätzlich gibt es zwei neue Gesellschafter.

Gerade in schweren Zeiten, wie aktuell wegen der Corona-Krise, tun positive Nachrichten gut, auch aus der Sportwelt. Entsprechend groß war die Freude bei den Fans der Krefeld Pinguine, als die RP am Mittwochabend kurz vor Mitternacht die Nachricht vom Erhalt des DEL-Standortes Krefeld exklusiv im Online-Portal meldete. Nach einem langen Verhandlungs-Marathon entschied sich ein Schweizer Unternehmen, als Investor einzusteigen und damit den Klub von der Insolvenz zu retten. Den Namen des Unternehmen gaben die Pinguine  nicht bekannt. Nach RP-Informationen soll es sich um die Firma Save‘s AG aus Lugano handeln, die am 4. Februar 2020 von Stefano Ansaldi gegründet wurde und im Sportbereich tätig ist.

„Gestern Abend stand ein zukunftsweisender Notartermin für die KEV Pinguine Eishockey GmbH auf der Agenda, in welchem eine neue Gesellschafterstruktur und die Einbringung der bis zum Ende des Geschäftsjahres notwendigen finanziellen Mittel beschlossen worden sind. Zu den bisherigen acht Gesellschafterinnen und Gesellschaftern wurden drei Neue aufgenommen. Die Hauptgesellschafter Wolfgang Schulz (48.67%) und Dirk Wellen (46.67%) gaben den Großteil Ihrer Anteile ab und werden zukünftig noch jeweils vier Prozent an der  GmbH halten. Neue Hauptgesellschafterin ist ein Schweizer Unternehmen, das 80 Prozent der Geschäftsanteile übernommen hat und sich nächste Woche vorstellen wird. Zudem erließen die Darlehensgeber der KEV Pinguine Eishockey GmbH die bis zum 31.12.2019 gewährten Darlehen“, hieß es am Donnerstagnachmittag in einer Pressemitteilung. Zu dem neuen Hauptgesellschafter aus der Schweiz sind zwei junge Gesellschafter dazu gekommen. Dabei handelt es sich nicht um die ehemaligen Eishockey-Spieler Danny Fischbach und Lukas Heise.

Am frühen Mittwochabend hatten sich die Alt-Gesellschafter oder deren Vertreter in der Yayla-Arena zu einer Sitzung getroffen, um die letzten Einzelheiten vor dem anschließenden Termin beim Krefelder Notariat Goetze zu klären. Dort trafen sie sich dann mit einem Vertreter des Schweizer Unternehmens und leisteten die Unterschriften. „Die Gespräche und Verhandlungen haben sich in den letzten Wochen aufgrund der Corona-Krise länger hingezogen, als wir uns das erhofft hatten. Umso beachtlicher ist es, dass wir gestern eine Gesellschafterstruktur beschließen konnten, die den Krefelder DEL-Standort erhalten wird. Ich möchte allen Beteiligten ausdrücklich für ihre jeweilige Unterstützung danken. Damit wurde die Basis geschaffen, die aktuelle Spielzeit finanziell auszugleichen und das im Mai/ Juni anstehende Lizenzierungsverfahren der DEL erfolgreich bestehen zu können“, erklärte Matthias Roos. Nach RP-Informationen sollen bereits einige der bisherigen Hauptsponsoren der Pinguine ihre Bereitschaft erklärt haben, an Bord zu bleiben.

Dem Geschäftsführer ist es zu verdanken, dass überhaupt noch ein Investor bereit war, zu helfen. Nachdem vor knapp drei Wochen zwei mögliche Investoren plötzlich absprangen und zusätzlich die Übernahme der Anteile von Schulz und Wellen an den Krefelder Unternehmer Gerald Wagener scheiterten, musste die Suche nach einer Lösung bei null beginnen. Die Zeit drängte, um eine drohende Insolvenz verhindern zu können. Roos gelang es trotz der Corona-Krise einen der bereits abgesprungenen Investoren wieder mit ins Rettungsboot zu holen. „Nachdem alles schon abgesagt war, hat Matthias Roos das wieder geschickt aufgenommen und richtig gut verhandelt. Das ist im Wesentlichen ganz alleine sein Verdienst“, sagte Dirk Wellen.

Zwei Millionen Euro sollen vom Investor in die Kasse der Pinguine fließen, in der aktuell 1,2 Millionen Euro fehlen. Auch die Alt-Gesellschafter leisten einen Beitrag, um die Verbindlichkeiten zu begleichen. Das Schweizer Unternehmen soll in Krefeld durch einen ehemaligen Eishockey-Spieler und -Trainer vertreten werden.

Robin Kohl, Team-Manager der Pinguine, informierte alle Spieler, die noch einen Vertrag besitzen oder mit einer Vertragsverlängerung rechnen können, dass .die nächste Saison gesichert ist.