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Krefeld Pinguine: Die späte Auferstehung in München

Überraschung in München : Die späte Auferstehung der Pinguine

Die Krefelder lagen im Auswärtsspiel in München nach 50 Minuten mit 1:3 zurück.Weil der Tabellenführer zu passiv agierte, gelang den Gästen vor nur 767 Zuschauern der Ausgleich und im Penaltyschießen der Siegtreffer zum 4:3.

Erneut überraschten die Pinguine mit einem Sieg über ein Top-Team der DEL. Der kam am Freitagabend in München allerdings sehr spät zu Stande. Bis zur 50. Minute sahen die Krefelder beim Tabellenführer wie ein Verlierer aus. Doch mit zwei späten Ausgleichstreffern rettete sich die Mannschaft in die Verlängerung und ins Penaltyschießen. Dort war Alexander Bergström der einzige erfolgreiche Schütze beider Teams und sorgte somit beim 4:3-Erfolg n.P. für den wichtigen Zusatzpunkt. Damit tankten die Pinguine nach zwei Heimniederlagen rechtzeitig für das rheinische Derby am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG neues Selbstvertrauen und können auf die notwendige Unterstützung von den Rängen hoffen.

Die Pinguine waren nach staufreier Anreise am Donnerstagabend gegen 20.45 Uhr am Teamhotel im Münchener Süden eingetroffen. Weil Betreuer Christian Menningen noch erkrankt ist und sein Kollege nicht abkömmlich war, fuhr Team-Manager Andrej Saveljev mit dem Materialwagen in die Bayrische Landeshauptstadt.

Als die Pinguine am Freitagmorgen aufwachten, waren die Wiesen am Stadtrand von München leicht mit Schnee bedeckt. Nach dem Frühstück ging es zum Pre-Game-Skating in die etwa 12 Kilometer entfernte Olympia-Eishalle. Am Nachmittag dauerte die Fahrt wegen des Berufsverkehrs und einiger Unfälle auf dem Mittleren Ring mit 40 Minuten doppelt so lange. Patrik Hersley und Mirko Sacher mussten auf der Tribüne Platz nehmen. Alexander Blank wurde als 13. Stürmer aufgeboten.

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Die Pinguine gingen mit ihren ersten Torschuss durch Lucas Lessio in Führung (3.). Danach spielte sich das Geschehen hauptsächlich im Krefelder Drittel ab. 22 Torschüsse kamen auf Oleg Shilin bis zur Pause zu. Er war glänzend postiert. Nur bei einem harmlosen Schuss von Kastner patzte er und kassierte den Ausgleich (9.).

Kurz nach Wiederbeginn kamen die Pinguine zu ihrer ersten Überzahl. Aber der Schuss ging nach hinten los. Nach einem Fehler von Lessio an der eigenen blauen Linie lief Varejcka auf Shilin zu, der zu früh zu weit aus seinem Tor kam und eiskalt ausgespielt wurde. Die Hausherren machten weiter Druck. Die Pinguine kamen selten zu Entlastungsphasen. Als Shilin einen Schuss von Redmond nicht festhalten konnte, staubte Ortega zum 3:1 ab (38.). Sekunden vor der zweiten Pause verhinderte Mauer am langen Pfosten mit seinem Schläger den möglichen Anschlusstreffer durch Jeremy Bracco.

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Weil München im Schlussdrittel nur den Vorsprung verwaltete und auch eine Strafe gegen Edi Lewandowski nicht nutzen konnte, blieben die Pinguine im Spiel. Und als Ehliz auf die Strafbank musste, traf Jesper Jensen-Aabo mit einem fulminanten Schlagschuss zum 2:3 (51.). Und als Shilin sein Tor schon verlassen hatte, fälschte Bergstörm einen Schuss von Jensen-Aabo zum Ausgleich ab. In der Verlängerung hatte der Schwede den Siegtreffer auf dem Schläger. Doch Torwart Fiessinger verhinderte das mit einer tollen Rettungstat. Aber im Penaltyschießen hatte Bergström das bessere Ende für sich und sagte: „Das ist ein glücklicher Sieg. Aber wir haben nicht aufgegeben und eine gute Moral gezeigt. Penatlyschießen ist immer eine Glücksache. Aber wir haben auch gute Penaltyschützen.“